Kinoptikum Landshut
Mörderland - LA ISLA MINIMA  Für Christiane span. O.m.U.
 So 16.07. 
 Mo 17.07. 
 Di 18.07. 
21:00
21:00
18:30
Als die beiden Ermittler Juan und Pedro im September 1980 in den tiefen Süden Spaniens reisen, um das mysteriöse Verschwinden zweier Schwestern aufzuklären, wird den zwei Kriminalbeamten aus Madrid schnell klar, dass sie in der kleinen andalusischen Dorfgemeinschaft mit ihren Nachforschungen auf Widerstand stoßen werden. Hier wird lieber mal ein Auge zugedrückt, als dass man einem möglichen Verbrechen auf den Grund gehen möchte. Denn wie sich herausstellt, sind die beiden jungen Frauen nur zwei von mehreren Opfern… Das Whodunit jedoch wird im Verlauf des Films sekundär: Viel eher meint die angespannte Situation in La Isla Mínima jeden Moment und allerorts zu eskalieren – und auch die Ermittler werden in gnadenlosen Großaufnahmen zum erbitterten Kampf gegen sich selbst gedrängt. Die brutale Enge des Dorfes lässt Juans Vergangenheit als franquistischer Regime-Handlanger hervorbrechen, als sein anfänglich überhebliches Desinteresse in fragwürdige und brutale Verhörmethoden umschlägt. Die gewaltvoll penetrierende Kamera mobilisiert den Topos des mysteriösen Charmes der Provinz mit seinen befremdlich wirkenden Bewohnern. Und wenn schließlich in einer der letzten Einstellungen des Films der Regen in langen Fäden auf die wieder aus dem panoramatischen Topshot erfasste Landschaft hinabfällt und die grausamen Morde, ihren Vollstrecker und ihre Aufklärer in Wasser hüllt, so wird deutlich, wovor die Kamera anfänglich die Augen verschließen wollte: vor jenem Wissen um die Abgründe menschlichen Daseins. Dass filmisches Sehen auch Mut und Wagnis bedeutet – Mut, in die versteckten Abgründe von Geschichten einzudringen –, davon zeugt La Isla Mínima. (critic.de)
Land/Jahr: 
SP 2014
Regie:
Alberto Rodríguez
Darsteller:
Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez
Länge:
105 Min.
Top