Kinoptikum Landshut
TRAIN TO BUSAN  Für Martin
 Do 27.07. 
 Fr 28.07. 
 Sa 29.07. 
21:00
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Kaum steigt Seok-woo mit seiner Tochter in die Bahn Richtung Busan ein, breitet sich im Schnellzug eine Infektion rasant aus und verwandelt Fahrgäste in blutdürstige Zombies. Nur knapp entkommen beide samt einer kleinen Gruppe dem Tod. Als die Überlebenden an einem vermeintlich sicheren Bahnhof aussteigen, werden sie von unzähligen Untoten attackiert - die einzige Rettung bietet der Zug. Im Tumult wird Seok-woo von seiner Tochter getrennt, die einige Wagen entfernt von ihm Zuflucht findet. Um sie wiederzufinden, muss er sich durch Zombie-besetzte Abteile kämpfen. Währenddessen treffen die anderen überlebenden Passagiere aus Angst und Misstrauen moralisch fragwürdige Entscheidungen, die einige das Leben kosten wird… Der Koreaner Yeon kennt und respektiert die Traditionen des Zombie-Genres, verpackt sie aber in neuem Gewand. Neu ist u.a., dass keine einzige herkömmliche Waffe zum Einsatz kommt; keine Pistolen, kein Gewehr, ja noch nicht einmal ein Messer. Aus diesem Umstand entsteht eine Herausforderung, die Train to Busan mit Einfallsreichtum bewältigt. Die Situation ist erst mal klar definiert: Eine Gruppe Überlebender muss zu einer anderen gelangen und dabei mehrere Waggons voller Untoter durchqueren. Nachdem die Protagonisten herausgefunden haben, wie die Kreaturen ticken, durchlaufen sie verschiedene Modi des Überlebenskampfs. Der Film zeigt, wie hässlich der Mensch ist, wenn er Angst hat. Und nutzt dabei brilliant all die Gelegenheiten, die ihm der Schauplatz zur Verfügung stellt; Tunnel etwa, die die Zombies vorübergehend außer Gefecht setzen, oder Toiletten, die als Zwischenstationen dienen. Yeon schickt seine Truppe nach und nach durch verschiedene Level und offenbart dabei, wie er das Actionkino mit all seinen Zwischentönen beherrscht – vom blutspritzenden, wenn auch verhältnismäßig wenig expliziten Krawall, bei dem sich die Männer mit Klebeband moderne Ritterrüstungen bauen, bis zu sorgfältig durchgeführten Strategien, bei denen der Film die Spannungsschraube ordentlich anzieht.
Land/Jahr: 
RSK 2016
Regie:
Yeon Sang-ho
Darsteller:
Ma Dong-seok, Gong Yoo
Länge:
118 Min.
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