Kinoptikum Landshut
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI O.m.U.
 Do 29.03. 
 Fr 30.03. 
 Sa 31.03. 
 So 01.04. 
21:00
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Die Tochter von Mildred Hayes (Frances McDormand) wurde vor Monaten ganz in der Nähe ihres Zuhauses vergewaltigt und ermordet, aber noch immer tut sich in dem Fall nichts. Von einem Hauptverdächtigen fehlt jedenfalls noch jede Spur und so langsam glaubt Mildred, dass die örtliche Polizei einfach ihre Arbeit nicht richtig macht. Und ganz anders als ihr Sohn, der einfach nur sein Leben weiterleben möchte, kann sie das nicht akzeptieren. Darum lässt sie eines Tages an der Straße, die in ihren Heimatort Ebbing, Missouri führt, drei Werbetafeln mit provokanten Sprüchen aufstellen, die sich an Polizeichef Willoughby (Woody Harrelson) richten. Klar, dass die Situation nicht lange friedlich bleibt. Als sich dann noch Officer Dixon (Sam Rockwell) einmischt, ein unreifes und gewalttätiges Muttersöhnchen, eskaliert die Lage… Alles an diesem Film hat einen doppelten Boden, kein Charakter ist eindimensional gezeichnet; jeder hat seine Geschichte, die im Verlauf des Films zu einem mal größeren, mal kleineren Schicksal wird. Und weil Three Billboards bis in die letzte Nebenrolle durchdacht und schlüssig besetzt ist, wird daraus ein so ungewöhnlicher Film. Ein Film, bei dem man sich hin und wieder fragt, ob er nicht ein wenig zu perfekt ist. So rasant läuft der Witz, so komisch und manchmal slapstickhaft spielen sich die Figuren in ihren oft nur hingebellten Dialogen die Bälle hin und her. Ein echtes Pointenfeuerwerk. Aber jedes Mal, wenn der Gedanke aufkommt, dass es jetzt gerade etwas zu brillant wird, schlägt die Situation durch eine Geste, einen Gesichtsausdruck, eine neue Wendung um in völlige Ironiefreiheit und zeigt uns die Charaktere nackt und bloß in ihrem ganzen Elend. Das ist Timing und Einfühlungsvermögen vom Feinsten. Es geht nicht oder nur ganz nebenbei um die Aufklärung des Verbrechens. Mildred Hayes ist eine Kohlhaas-Figur. Ihr geht es um die weltliche Gerechtigkeit, die sie glaubt, nicht zu bekommen. Ihr Antrieb, und das macht sie zu einer sehr zeitgemäßen Figur, ist eine hinter ihren Augen flackernde Wut, die vom Gefühl der Machtlosigkeit gespeist wird. (zeit.de)
Land/Jahr: 
USA 2017
Regie:
Martin McDonagh
Darsteller:
Frances McDormand, Sam Rockwell, Woody Harrelson
Länge:
112 Min.
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