Kinoptikum Landshut
WIND RIVER O.m.U.
 Do 12.04. 
 Fr 13.04. 
 Sa 14.04. 
21:00
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Verzweifelt kämpft die 18-Jährige sich durch eine menschenleere Schneewüste. Bis zur nächsten Siedlung im ländlich geprägten Bundesstaat Wyoming sind es gut acht Kilometer – viel zu weit für einen Fußmarsch in dieser mörderischen Kälte. Tage später findet der Fährtenleser Cory Lambert ihre Leiche. Er kennt die Tote, es ist die Tochter seines besten Freundes. Lambert weiß auch, wie sie starb: Bei diesen arktischen Temperaturen platzten ihre Lungenbläschen, so dass sie an ihrem eigenen Blut ertrank. Doch warum hatte die junge Frau, die in diesem Indianerreservat aufgewachsen ist und sich mit den Bedingungen bestens auskennt, keine Schuhe an? Diese Frage beantwortet Taylor Sheridan ruhig, beinahe meditativ. Spannend eingefädelt ist die Geschichte aber durchaus. Zumal Sheridan mittels einer elegant eingefügten Rückblende das Schicksal des Opfers mit nahezu mythischer Wucht schildert. Erzählt wird die durchdacht aufgebaute Geschichte aus der Perspektive des Wildtierjägers Lambert, der seit dem Tod seiner Tochter von der Zivilisation separiert lebt und gefühlt ein Teil der Natur geworden ist. Nicht im romantisch verkitschten Sinn: Er tanzt nicht mit dem Wolf, er schießt ihn ab. Und genauso wird er mit den Mördern der jungen Indianerin verfahren… Sheridan machte sich mit den Drehbüchern zu "Sicario" und "Hell or High Water" einen Namen. Mit seinem Regiedebüt lotet Sheridan nun die trostlose Situation der kulturell entwurzelten Indianer im Reservat "Wind River" aus. Die an Corbuccis "Leichen pflastern seinen Weg" erinnernde Schneewüste wurde fotografiert von Ben Richardson, der schon in "Beasts of the Southern Wild" einen großartigen Blick für Landschaften zeigte. (epd film)
Land/Jahr: 
USA 2017
Regie:
Taylor Sheridan
Darsteller:
Jeremy Renner, Elizabeth Olsen
Länge:
111 Min.
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