SHAUN DAS SCHAF - Spuk im Kürbisfeld
KinderKino
Grusliges Halloween auf der Farm der Tiere
Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom – GB 2026, 93 Min. FSK 0
Regie: Steve Cox, Matthew Walker
Im neuen Kinofilm steht zur Freude für Shaun und die Bewohner der „Mossy Bottom“-Farm Halloween vor der Tür. Nur leider zerstört der tollpatschige Farmer kurz vor dem Fest den Kürbisgarten der Schafherde und es liegt nun an Shaun, dafür eine Lösung zu finden! Als Shaun daraufhin zum verrückten Wissenschaftler mutiert, der Farmer urplötzlich verschwunden ist und obendrein noch ein Ungeheuer in den Wäldern von Mossingham umherstreift, ist das Chaos perfekt und alle bereit für ein unheimlich aufregendes, neues Abenteuer! (Quelle: StudioCanal)
Shaun und seine Freunde züchten Kürbisse für Halloween, die versehentlich kaputtgehen, weswegen er wie ein verrückter Wissenschaftler ein Elixier erfindet, das einen Kürbiskern wahnsinnig schnell wachsen lässt. Leider kommt auch der Farmer in den Besitz des Mittels und benutzt es, um seine Haarpracht der Jugend wiederherzustellen. Als das Haarwachstum aber nicht stoppt und er aussieht wie Bigfoot, versetzt er die Stadt und die Farmtiere in helle Aufregung.
Wie immer ist der Film ausgesprochen liebevoll gemacht. Er lebt von einer Vielzahl von kleinen Gags, die nicht immer auf das kindliche Publikum abzielen. Wenn Shaun und die anderen Schafe wie Michael Jackson und die Zombies im Musikvideo „Thriller“ tanzen oder Zahnseide Geräusche macht, die an die Geigenmusik aus „Psycho“ erinnert, dann sind das Witze, die die Erwachsenen unterhalten. Es gibt auch eine Reihe von schönen Slapstickeinlagen, so dass die jüngsten Zuschauer durchaus auch ihren Spaß haben.
Wie bisher eigentlich immer gelingt es den Leuten vom Knetmasse-Studio Aardman einen vergnüglichen Film zu erschaffen, der über alle Altersstufen hinweg funktioniert – und das ganz ohne Worte, denn Shaun und Co. kommunizieren nur mit recht gutturalen Lauten.
Es gibt viele Bilder, die direkt an Filme erinnern, schon der Anfang lässt an James Whales „Frankenstein“ denken, andere nutzen auch die Ikonographie des Genres und das Wissen um das kollektive Bewusstsein des Publikums in Hinblick auf diese zementierten Genre-Bilder. Aber das kann durchaus auch ein zweischneidiges Schwert sein. Denn obwohl der Film von der FSK ab 0 Jahren freigegeben wurde, sind die Bilder eben doch stark mit dem Horror-Genre verbunden. Sicherlich, auf recht simple und den Humor zelebrierende Art und Weise.
Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass in der Pressevorführung zwar viele Kinder hörbar Spaß hatten, eines aber auch Angst entwickelte und mit der Mutter den Saal vorzeitig verließ. Man sollte also im Vorfeld überlegen, wie weit der eigene Nachwuchs ist, bevor man in „Shaun das Schaf: Spuk im Kürbisfeld“ geht. Für die meisten Kids wird er nicht zu intensiv sein, für besonders sensible mag das aber anders aussehen. (programmkino.de)