Kinoptikum Landshut

Veranstaltungen und Filmreihen 2018

Details8. Landshuter Filmnächte am Skulpturenmuseum vom 29.8. - 1.9.2018

Mi, 29.8.2018

DER KNOCHENMANN

Hähnchen süß-sauer oder Liebe tut weh – besonders dem, der nur zuschaut
Jetzt ist schon wieder was passiert: Und zwar die bislang wohl beste Haas-Verfilmung, ein dunkler Ösi-Krimi rund um eine Backhendlstation in der Provinz und mittendrin der Brenner mit seinem Weltekel, und so rabenschwarz, das glaubst Du nicht!
Es gibt viele grausame Momente in "Der Knochenmann". Es wird oft und unschön gestorben, und er entlockt gegen Ende selbst dem abgebrühten Horrorfan ein überrumpeltes »Auweh!«. Aber bei aller Schwärze, und auch, wenn die Handlung gegenüber dem Roman vom Aufblühen des Frühlings in die tote Erstarrung des Winters verlegt wurde: Der Film ist nie zynisch, und er ist keineswegs ein hoffnungsloser Film. Denn was ist schon ein abgetrennter Finger gegen ein gebrochenes Herz? Was ist schon das Malmen einer Fleischabfall-Mühle gegen das Mahlwerk der Gefühle, mit dem einem die Liebe die Innereien durchwalken kann?
(Österreich 2009, 120 Min.)

Do, 30.8.2018

WEIT - Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Soweit die Füße tragen - der Überrraschungshit des Sommers!

Alleine die Zahlen sind beeindruckend: dreieinhalb Jahr unterwegs, 38 Länder bereist, 96.707 Kilometer zurückgelegt, dabei nicht einmal das Flugzeug genutzt. Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser haben eine lange und intensive Reise hinter sich, deren Faszination sich aber nicht an nackten Zahlen festmachen lässt. Dieser unverstellte Film von einem jungen Paar aus Freiburg, das einfach so um die Welt reist, schafft etwas Großartiges: Er gibt uns das Vertrauen in die Welt, in fremde Menschen zurück.
(Deutschland 2017, 120 Min.)

Fr, 31.8.2018

STERNENJÄGER - Abenteuer Nachthimmel

Von den Experten für die Unendlichkeit: Gemacht für die große Leinwand in der Stille der Nacht

Wir begleiten fünf der besten Sternefotografen der Welt bei ihren abenteuerlichen Reisen zu den abgelegensten Plätzen der Erde, vom australischen Outback bis ins winterliche Norwegen. Ihr selbst erklärtes Ziel ist es, den Menschen den Nachthimmel und die jahrtausendalte Faszination von den unerreichbaren Lichtpunkten wieder nahe zu bringen, ein Himmel, der im Angesicht permanenter Luftverschmutzung und andauernder Beleuchtung immer mehr verblasst. Der Film zeigt eine sehr stille Stille und regt dazu an, wieder selbst zu träumen, von fremden Welten, alten Zeiten und dem Zauber der Nacht. Den Mut auch zu haben, sich dieser Dunkelheit und Einsamkeit zu stellen, um beidem Erfahrungen zu entlocken, die wir heute zu einem Großteil verloren haben.
(Deutschland 2016, 89 Min.)

Sa, 1.9.2018

FEINDE - Hostiles

Relevantes aus dem Wilden Westen - The Revenant trifft True Grit
Im Jahr 1892 nimmt der hochgeachtete Armee-Offizier Joseph J. Blocker widerwillig die Aufgabe an, den im Sterben liegenden Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk quer durch das Land in dessen Heimat im Bundesstaat Montana zu bringen. Blocker ist ein mit allen Wassern gewaschener Karrieresoldat und Kriegsheld, dessen Hass auf die Indianer nach zwei Jahrzehnten unentwegter Kämpfe keine Grenzen kennt. Dass er nun auf eine letzte Mission in die Weiten der Frontier geschickt wird, ist, als würde man auf einem offenen Pulverfass mit drei brennenden Fackeln jonglieren: Man weiß, dass es hochgehen wird. Aber wie sich die Geschichte entwickelt, wie diese harten Männer auf die Probe gestellt und ihre Überzeugungen getestet werden, das kann nur ein Western so erzählen. Ein Western aus dem Jahr 2018 wohlgemerkt, der auch daran rüttelt, wofür das Genre in den letzten 100 Jahren gestanden hat.
(USA 2017, 134 Min.)

» Lageplan Skulpturenmuseum
  • Biergartenbetrieb und Spezialitäten vom Grill täglich ab 19:00 Uhr
  • Filmstart gegen 20.30 Uhr bei ausreichender Dunkelheit, freie Platzwahl
  • Eintrittspreise: 9,50 / 8,00 € (ermäßigt für Schüler und Studenten)
  • Die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt.
  • Karten nur an der Abendkasse, kein Vorverkauf
Back in town, heuer veranstaltet das Team des Kinoptikums Landshut wieder ein Open Air Fest mit freundlicher Unterstützung der Stadt Landshut, dem Skulpturenmuseum und dem Kino Utopia Wasserburg - am Skulpturenmuseum im Herzen Niederbayerns - ein Muss für alle Frischluft-Kino-Fans.

DetailsHeimatkino: Unsere Reihe mit neuen und alten Filmen aus der Heimat

Mo, 4.6.
bis So, 10.6.2018

3 TAGE IN QUIBERON

Ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren und heiße Romy Schneider
In Cinemascope und Schwarz-Weiß schildert Emily Atef das letzte Interview, das Romy Schneider gab. Auch wenn das keine Sternstude des Journalismus war, so wird die Filmbiografie jedoch auf der Leinwand zu einfühlsam enthüllendem Schauspielerkino und eine späte Hommage an die früh verstorbene Filmlegende in ihrer deutschen Heimat. Das Vier-Personen-Kammerspiel ist darüber hinaus exquisit besetzt von Marie Bäumer bis Charly Hübner.
(Deutschland 2018, 100 Min.)

Do, 14.6.
bis So, 17.6.2018

WILDES HERZ

Heimat ohne Hass und wann ist genug genug
Auf den ersten Blick ist Charlie Hübners Doku u¨ber Jan "Monchi" Gorkow und seine Band Feine Sahne Fischfilet eine Art Asterix-Geschichte – mit einer Punkrock-Gang als Galliern, umzingelt von einem meck-pommschen Reich der Kleinbu¨rger und Nazis. Aus einem fernen Land. Doch dieser Film ist wahrscheinlich viel näher an dir dran, als du glaubst. Mittlerweile gelten sie als eine der wichtigsten antifaschistischen Bands - und ihre Konzerte sind zu rauschenden Partys gegen rechts geworden. Über drei Jahre lang begleitete die Filmcrew das Sextett und erzählt uns die Geschichte von einem Kompromisslosen, der sich voll und ganz für seine Heimat einsetzt. Großes (Heimat-)Kino!
(Deutschland 2017, 90 Min.)

So, 24.6.
bis Mi, 27.6.2018

GUTLAND

Ein Fremder im Blasorchester - Fluchtpunkt Provinz
Frederick Lau spielt den gesuchten Verbrecher Jens, der Zuflucht in einem kleinen, luxemburgischen Dorf sucht, das idyllisch in der Landschaft liegt. Erst spät kommt er dahinter, dass die Dorfbewohner auch einen Plan haben, aber das merkt er halt viel zu spät in diesem Noir-Thriller, der Fäden auslegt und sie schließlich wie eine Schlinge um den Hals von Jens zuzieht. Ein gelungenes Stück deutschsprachiges Genrekino.
(Deutschland/Luxemburg 2017, 107 Min.)

Do, 28.6.
bis Mo, 2.7.2018

TRANSIT

Gespenster der Gegenwart oder der Vergangenheit so nah
Der erste Film einer kleinen aber feinen Rogowski-Reihe: Das Drama handelt von der Unmöglichkeit der Liebe in einem Marseille zwischen Damals und Heute, zwischen Heimat und Flucht. Christian Petzold inszeniert Anna Seghers Exil-Roman als ein deutsches Casablanca zwischen den Zeiten ohne viele Worte. Eine Geschichte, die von zufälligen, oft wortlosen Begegnungen der Figuren lebt. Und so sitzt man im Kino als Zuschauer selbst in einer Art Transitraum – und staunt, wie wundersam nahe uns die Vergangenheit in diesem Film kommt.
(Deutschland 2017, 111 Min.)

Und hier ein Interview mit Franz Rogowski Sein eigener Souverän sein von critic.de

Do, 29.6.
bis So, 1.7.2018

LUX - KRIEGER DES LICHTS

Der Superheld aus dem Gemüsefachhandel
Es ist soweit: Das deutsche Kino hat seinen ersten Superhelden! So eine Art Batman - oder doch eher ein Don Quijote? Ein Filmteam will den herzensguten Torsten Kachel, gespielt von Franz Rogowski, der als Lux in Berlin Essensspenden an Obdachlose verteilt, in einer Webserie begleiten. Diese Mediensatire macht Spaß, weil sie unsere Suche nach Authentizität verlacht, dabei aber den grellen Witz meidet und es schafft eine im Kern moralische Geschichte mit Humor zu erzählen - für deutsche FIlme eher eine Seltenheit.
(Deutschland 2017, 111 Min.)

Do, 5.7.
bis Mo, 9.7.2018

IN DEN GÄNGEN

Man ist schließlich Mensch
Morgendämmerung, die Laternen sind noch an, ein paar kahle Bäume zeichnen sich am Rand gegen den Himmel ab, hier und da mal ein Auto. Dann setzt die Musik ein und während die Kamera in den Großmarkt fährt und durch die Gänge schwebt, spielt das Orchester den Donauwalzer. Es ist ein wunderbarer Anfang. Die Lichter gehen an, Gabelstapler fahren hin und her. Und das Publikum schwebt mit. Der neue Tag ist der erste Arbeitstag von Christian, einem schweigsamen jungen Mann mit Hasenscharte, Tattoos und einem nicht allzu schnellen Verstand.
(Deutschland 2018, 125 Min.)

Do, 12.7.
bis So, 15.7.2018

HAGAZUSSA - DER HEXENFLUCH

Über die Grenzen zwischen Wahnsinn und Klarsicht sowie Leben und Tod
Lukas Feigelfelds Filmdebut entführt uns in das Österreich des 15. Jahrhunderts, in eine Welt aus Aberglauben, Wahn und Krankheit. Aber schon in diesen "dunklen" Zeiten war klar, das Grauen kommt nicht aus der Wildnis, sondern entspringt der Zivilisation. Zeit und Genre sind ungewöhnlich für einen Debütfilm - schon deshalb sticht er durch seine Anlage aus der Menge der Debüt- und Abschlussfilme der deutschsprachigen Filmhochschulen heraus. Doch hier stimmt noch mehr als ein wagelustiger Erzählansatz. Virtuos verschwimmt die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit und im Strudel der psychedelisch-ekstatischen Bilderfolgen fallen Aktion und Reaktion in eins und machen es uns damit unmöglich, ein moralisches Urteil zu fällen. Denn über welches Verhalten sollten wir genau richten?
(Deutschland/Österreich 2017, 102 Min.)

Di, 17.7.
bis Mi, 18.7.2018

SYMPATHISANTEN - Unser deutscher Herbst

Familiengeschichte als Gesellschaftsporträt
Es war ein Wort, das sich auf bizarre Weise in Politik, Medien und Öffentlichkeit der späten siebziger Jahre verbreitete: »Sympathisanten«. Damit waren nicht nur die aktiven Unterstützer der RAF-Terroristen gemeint, sondern noch viel mehr die "geistigen Wegbereiter des Terrors" oder "medialen Vorbereiter". Dokumentarfilmer Felix Moeller erzählt unter anderem in Gesprächen mit seiner Mutter Margarethe von Trotta sowie seinem Stiefvater Volker Schlöndorff von dieser aufgeladenen Epoche bundesrepublikanischer Geschichte. "Es ist eine Gesellschaft, die in sich keine Widersprüche erträgt und die sich einen äußeren Feind erschaffen muss, eine Randfigur, damit man auf die all seine Angst, seinen Hass und seine Unzufriedenheit projizieren kann." Diese Aussage von Schlöndorff kommt uns, vierzig Jahre nach dem Deutschen Herbst, sehr bekannt vor.
(Deutschland 2017, 100 Min.)

Di, 24.7.
bis Sa, 28.7.2018

AUS DEM NICHTS

Die zweite Bombe
Nach einem Bombenattentat nimmt die Polizei die Angehörigen der Opfer ins Visier, statt den Verdachtsmomenten bei Rechtsextremen nachzugehen: Fatih Akin macht aus der Geschichte um die NSU-Morde ein Drama, das nicht durch Argumente, sondern Emotion besticht. Eine hochdekorierte und wütende Aufarbeitung jüngerer, deutscher Geschichte als brisanter Polit- und Gerichtsthriller, der vor allem von den Großaufnahmen lebt, die seine Hauptdarstellerin Diane Kruger zeigen.
(Deutschland 2017, 106 Min.)

DetailsFrau im Bild: Unsere Reihe über Geschichten von und mit Frauen

Mo, 29.1.
bis Mi, 31.1.2018

MANIFESTO

Ein Bekenntnis zur Kraft der Kunst und die 1000 Seelen der Cate Blanchett
MANIFESTO greift auf die Texte von Futuristen, Dadaisten, Fluxus-Künstlern, Suprematisten, Situationisten und anderer Künstlergruppen zurück, ebenso wie auf die Überlegungen einzelner Künstler, Architekten, Tänzer und Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Julian Rosefeldt hat diese Manifeste bearbeitet und in zwölf brillanten Collagen neu zusammengefügt, in denen eine chamäleonhafte Cate Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force brilliert. Ein großer ungebremster Spaß mit einer fantastischen Schauspielerin, irren Schauplätzen und funkelnden Sätzen, die es im Kino der Gegenwart sonst nie gibt.
(Deutschland 2015, 95 Min.)

Di, 6.2.
bis Do, 8.2.

MADAME

Ein Aschenputtel-Stoff ohne Happy End
Rossy de Palma, die Muse des spanischen Starregisseurs Pedro Almodóvar, brilliert in ihrer ersten Kino-Hauptrolle als eine Frau, die bisweilen etwas verunsichert wirkt, dann aber sehr selbstbewusst ihren eigenen Weg findet, beseelt von der sozialen Utopie, dass es doch möglich sein muss, alle Klassenschranken zu überwinden. In ihrer Rolle als Dienstmädchen, das eine Dame geben soll, lässt sie in Amanda Sthers Filmkomödie Toni Collette als perfektionistische Hausherrin und Harvey Keitel blass aussehen. Sie ist eine wahrlich eine Stilikone – vermutlich, weil sie ihre schiefe Nase und eine keineswegs makellose Zahnreihe mit so viel Esprit und Eleganz präsentiert, dass man kaum anders kann, als sie dauernd anzuschauen.
(Frankreich 2017, 91 Min.)

Di, 20.2.
und Mi, 21.2.

DIE LIEBHABERIN

Die Nackten und die Toten
Nicht Psychologismus hat sich der Film auf die Fahne geschrieben, sondern tollkühn gegeneinander montierte menschliche Verhaltensweisen. Freiheitsliebende Nudisten neben in einer Gated Community abgeschotteten Reichen, das ergibt keine gedeihliche Nachbarschaft. Eine Welt der Ordnung, eine Welt, in der man Freude hat am säuberlichen Ziehen klarer Grenzen gegen eine der Nudisten, die zwar große Reden auf ihre Freiheit schwingen mögen, sich aber selbst auch allerlei Freiheitsbeschränkungen auflegen. Erst in der Gesamtschau ergibt sich ein mehr oder minder schlüssiges Bild, das auf Kontrastierung und Konfrontation von Extremen setzt und nicht so sehr auf fein austarierte Zwischentöne und Abstufungen. Und nach dem Zusammenprall der Welten wird im Abspann aus dem Originaltitel "Los decentes" "Los indecentes".
(Österreich/Argentinien 2016, 100 Min.)

So, 25.2.
bis Di, 27.2.

MEINE SCHÖNE INNERE SONNE

Die Worte und die Liebesdinge
Das können so nur die Franzosen: In der Liebeskomödie, bei dem die Choreographin des Begehrens Claire Denis Regie, Agnès Godard die Kamera geführt und die Schriftstellerin Christine Angot am Drehbuch mitgearbeitet hat, ist Juliette Binoche auf der Suche nach dem großen, späten Glück. Mit der unlarmoyanten Betrachtung amouröser Unzufriedenheiten ist dieser Roadmovie der Gefühle auch ein verspieltes Plädoyer für das unbezähmbare Herzklopfen in einer von Kalkül geprägten Welt. Ein wahrer Frauenfilm, der wie ihre Hauptfigur tastet, tanzt und leuchtet, und einer der allerschönsten Filme des letzten Jahres.
(Frankreich 2017, 95 Min.)

Di, 27.2.
bis Mi, 28.2.

HANNAH - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

Ein Geist, der Grenzen überwand
Die Regisseurin Marta György-Kessler will in ihrem vielfach preisgekrönten Biopic gleichzeitig eine starke Frau porträtieren und den Zuschauer für die Schule des Buddhismus ihres Mannes, Guru Ole Nydahl, einnehmen. Die Geschichte, wie der Buddhismus nach dem 2. Weltkrieg in den Westen kam, ist einer Frau zu verdanken, die praktisch ihr ganzes Leben dem Buddhismus und seiner Verbreitung widmete: der 2007 verstorbenen Dänin Hannah Nydahl. Trotz seiner Materialfülle sorgen die lebensnahen Details für zeitgeschichtliche Relevanz und verhindern zumindest halbwegs, dass dieses Porträt einer engagierten europäischen Buddhistin nur für ein Insiderpublikum interessant ist.
(Großbritannien 2014, 89 Min.)

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut
» Download des Jahresprogramms 2017/18

am ersten Dienstag um 18:30 Uhr und
am ersten Mittwoch um 21 Uhr des Monats
Di, 2.1.
Mi, 3.1.2018

SKETCHES OF FRANK GEHRY

Pollack und Gehry, der Regisseur und der Architekt – zwei befreundete Visionäre, denen die eigenen Visionen manchmal ein Rätsel sind: Über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitete Sydney Pollack den Architekten Frank Gehry mit einer handlichen DV-Kamera und beleuchtet dabei den Menschen hinter den architektonischen Meisterwerken. Er führte Gespräche mit Weggefährten, Bauherren, Lehrmeistern und Widersachern, beobachtete seinen Protagonisten in Arbeitssituationen und privaten Begegnungen. Eine scharfsinnige und humorvolle Betrachtung einer fremden Welt durch einen Laien – so sieht Pollack sich in diesem Fall erklärtermaßen selbst.
(USA 2005, 83 Min.)

Di, 6.2.
Mi, 7.2.2018

NEO RAUCH - Gefährten und Begleiter

Im Mittelpunkt des Films steht Neo Rauch selbst: Erstmals seit Jahren spricht einer der weltweit erfolgreichsten deutschen Maler seiner Generation vor der Kamera über seinen Zugang zur Kunst, seine Bilderwelten und die vom frühen Verlust seiner Eltern geprägte Vergangenheit. Regisseurin Nicola Graef (»Ich. Immendorf«) gelingt in ihrem klugen Porträt das Kunststück engagierter Nähe ohne Anbiederung.
(Deutschland 2016, 105 Min.)

Di, 6.3.
Mi, 7.3.2018

VON BANANENBÄUMEN TRÄUMEN

In Antje Huberts Dokumentation wehren sich ein paar norddeutsche Bauern mit ungewöhnlichen Mitteln gegen die Krise: Sie bauen Bananen an. Damit ihr Dorf nicht stirbt, wollen sie ihre Schule retten und Arbeitsplätze schaffen. Ihr Geschäftsmodell ist eigentlich simpel: Aus Gülle wird Biogas. Dieses heizt das Fischaufzuchtbecken, und die übrige Wärme geht in die Gewächshäuser für Bananen. Der Film begleitet das Dorf drei Jahre lang und zeigt, wie steinig der Weg zum Ziel ist. Aber um das Dorfsterben zu verhindern, braucht es Visionen und einen langen Atem.
(Deutschland 2016, 92 Min.)

Di, 3.4.
Mi, 4.4.2018

PAULA

Voller Sinnlichkeit, mit zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit portraitiert der Film das faszinierende Leben der Ausnahme-Malerin Paula Modersohn-Becker, einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch wenn Paula die Natur nie so gemalt hat und hätte, wie sie die Kamera immer wieder im Film verzaubert darstellt, sie war eine Moderne - und übrigens die einzige in der Worpsweder Künstlerkolonie. Und deshalb darf das Biopic auch als wahre Hymne auf die Unangepasstheit gelten, denn in ihrem Leben spiegeln sich universelle und moderne Themen wie weibliche Selbstbehauptung und die Vereinbarkeit von menschlichen Beziehungen und beruflicher Selbstverwirklichung.
(Deutschland 2016, 123 Min.)

Di, 1.5.
Mi, 2.5.2018

TADAO ANDO: Von der Leere zur Unendlichkeit

Kaum ein Architekt versteht es so gut, die Gegensätze von Moderne und Tradition in seiner Arbeit in Einklang zu bringen, wie der japanische Autodidakt Tadao Ando, der nicht nur in seiner Heimat wie ein Popstar verehrt wird. Sein künstlerischer, spiritueller und naturnaher Zugang zur Architektur löste zu Beginn seines ungewöhnlichen Höhenflugs als Architekt eine wahre Begeisterungswelle unter seinen Kollegen und Künstlern in Europa und Amerika aus. Seine Architektur aus strengen Formen und Sichtbeton schafft eine interessante Verbindung von Spiritualität mit zeitgenössischer Architektur und vereint auf neue und außergewöhnliche Weise die japanische Tradition des Zen-Buddhismus mit der klassischen Moderne. (Deutschland 2013, 53 Min.)

Di, 12.6.
Mi, 13.6.2018

MAPPLETHORPE: Look at the Pictures

Skandal – heute ein Wort, das, so scheint es, allzu inflationär gebraucht wird. Aber die Arbeiten des Fotografen und Künstlers Robert Mapplethorpe haben sich die Bezeichnung während seiner Schaffenszeit noch redlich verdient. Denn Mapplethorpe war ein Besessener, besessen von der Fotografie und vom Sex, die er beide auf provokante Art miteinander vermählte. Er fotografierte ikonische Porträts und Stillleben, bekannt wurde er aber vor allem mit Aufnahmen der New Yorker Sadomaso-Szene. Der Dokumentarfilm zeigt den Fotograf nun als getriebenen Perfektionisten. (Deutschland/USA 2016, 109 Min.)

Di, 3.7.
Mi, 4.7.2018

FINAL PORTRAIT

Paris 1964, ein Genie bei der Arbeit: Stanley Tucci porträtiert zwei Wochen im Leben des legendären Bildhauers Alberto Giacometti und kreiert ein eindringliches Bild des Künstlers mit zwei herausragenden Hauptdarstellern. Kann man einen Menschen jemals in einem einzigen Bild einfangen? "Final Portrait" ist ein vergnügliches Kammerspiel, in dem Alberto Giacometti sein Modell mit wochenlangen Sitzungen quält. (Großbritannien/Frankreich 2017, 94 Min.)

DetailsReden wir mal darüber - Filmgespräche im Kinoptikum

Sa, 27.1.
20:00

AUSTRETEN

Am Samstag, den 27.1. kommt die Filmcrew zu Besuch und stellt ihr mitten im bayerischen Nirgendwo handgemachtes und gutgelauntes Familienprojekt vor. Wer Heimatfilme mag, darf sich auf die Gruppe aus dem Chiemgau, bestehend aus sieben Cineasten zwischen 22 und 26 Jahren, freuen und kennt sie vielleicht schon von ihrem Überraschungshit "Hinterdupfing", der es 2014 hierzulande bis an die Spitze der Kinocharts deutscher Filme schaffte. Und sicher werden sie uns dann auch die Frage "Wer ist da eigentlich der Regisseur?" beantworten.

(D 2017, 115 Min.)
Di, 8.5.
18:30
Filmgespräche im Kinoptikum

TODESZUG IN DIE FREIHEIT

Am Dienstag, den 8.5. kommt Filmemacher Thomas Muggenthaler zu Besuch und stellt seine Dokumentation über eine ungewöhnliche Befreiungsaktion vor: Die einzigartige Geschichte eines KZ-Transports in den letzten Kriegstagen, den die tschechische Bevölkerung nach besten Kräften sabotiert. Ein ergreifendes und aufwändig recherchiertes Zeitdokument. Jahrelang haben die beiden Autoren Andrea Mocellin und Thomas Muggenthaler, die 2015 für den Film "Verbrechen Liebe“ mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden, diese Geschichte recherchiert. Es ist ihnen gelungen, zahlreiche Zeitzeugen zu finden: sowohl Menschen, die damals in den Waggons um ihr Leben rangen, als auch Helfer, die damals tatkräftig dabei waren.
(D 2018, 45 Min.)

Mi, 30.5.
21:00

LAURIN

Am Mittwoch, den 30.5. kommt Regisseur Robert Sigl zu Besuch und stellt uns sein preisgekröntes, dunkel-romantisches Schauerjuwel vor. Vor 30 Jahren drehte der gerade mal 25-jähriger Filmhochschul-Absolvent einen suggestiven, ja verführerischen Film und 30 Jahre nach seinem Entstehen hat der Film nichts von seiner urwüchsigen Schönheit verloren, steht immer noch wie der berühmte Fels in der Brandung, schroff und karg, windgepeitscht, aber aufrecht. Ein Naturwunder.

(D 1989, 84 Min.)
So, 22.7.
18:00

DIE GRÜNE LÜGE

Greenwashing oder wir retten die Konzerne, nicht die Natur
Zur Vorstellung am Sonntag, den 22.7. um 18 Uhr findet ein Fachgespräch mit der Greenpeace-Gruppe Moosburg statt.

Grüne Produkte kaufen und so die Welt retten? Was für ein Trugschluss: Unternehmen übertreiben nicht nur, um sich eine umweltfreundliche Weste zu verleihen. Sie erfinden "Grüne Lügen". Das moderne Industriemarketing gaukelt uns vor, wer beworbene Waren kaufe, fördere Regenwälder, Tierwelt, Arbeitsbedingungen von Menschen, unterstütze Suppenküchen... wer nicht ausreichend Geld hat, muss mit Schuldgefühlen leben, dass er nichts tun kann, profit-orientierten Wahnsinn einzudämmen. Werner Bootes Doku hinterfragt das grüne Image mancher Industriegiganten und zeigt, warum bewusster Konsum nur den Konzernen hilft – und was wirklich helfen würde.
(Ö 2017, 93 Min.)

DetailsKinderKino im Kinoptikum - für klein und GROSS Winter/Frühling

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 3 Euro
Januar 2018
Sa, 6.1.
So, 14.1.

DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL

Aschenbrödel muss für ihre Stiefmutter und ihre Stiefschwestern auf dem Hof des Vaters als Magd arbeiten. Doch sie lässt sich nichts gefallen. Der Kutscher schenkt ihr drei Haselnüsse mit Zauberkraft... Ein bezaubernder Kinderklassiker - und eine legendäre Verfilmung.
(CSSR 1973, 86 Min., empf. ab 6 Jahren)

So, 7.1.
Sa, 13.1.

DER KLEINE EISBÄR 2 - Die geheimnisvolle Insel

Pinguin Caruso hat es nicht leicht am Nordpol. Als einziger seiner Art, schließlich leben Pinguine ja für gewöhnlich am Südpol, fühlt er sich schrecklich einsam, denn er wünscht sich nichts sehnlicher als ein nettes Pinguin-Mädchen. So übt er tagein, tagaus an Schneefiguren, wie man die Frau seiner Träume am besten anspricht. Doch mit seinem ständigen Geträller ist der watschelnde Frackträger dem bösen Eisbär Kalle schon lange ein Dorn im Auge.
(Deutschland 2005, 75 Min., ab 0 Jahre)

Sa, 20.1.
So, 28.1.

SPUTNIK

Die zehnjährige Friederike träumt davon, mit einem Sputnik das Weltall zu erobern. Mit ihrem Onkel Mike baut sie alle möglichen Fluggeräte, doch dann muss er innerhalb weniger Stunden die DDR verlassen. Mit ihren Freunden konstruiert sie einen Teleporter, um ihn zurückzuholen. Ein spannendes und lustiges Märchen vom Mauerfall.
(Deutschland/Belgien 2013, 83 Min., empf. ab 8 Jahre)

So, 21.1.
Sa, 27.1.

MULLEWAPP - Das große Kinoabenteuer der Freunde

Auf dem Bauernhof Mullewapp leben die Tiere in trauter Eintracht zusammen in ihrer roten Scheune. Und abends gehen Schwein Waldmar, Lämmchen Wolke, Hund Bello, Gockel Franz von Hahn und die anderen gemeinsam ins Fahrradkino. Eines Tages findet er erfolglose Mäuse-Schauspieler Johnny Mauser den Weg auf die Farm und wird zum Übernachten eingeladen. Zum Dank tischt Johnny seinen Gastgebern Geschichten von Piratenhorden auf, die er eigenhändig in die Flucht geschlagen hat - natürlich ist das alles erstunken und erlogen.
(Deutschland 2009, 77 Min., ab 0 Jahre)

Februar 2018
Sa, 3.2.
So, 11.2.

KEDI - Von Katzen und Menschen

Die Dokumentation ist eine filmische Liebeserklärung an die liebenswerten Samtpfoten und gibt einen Einblick in das Leben von sieben Katzen in Istanbul. Tausende dieser Tiere streifen täglich durch die Straßen der Metropole am Bosporus. Frei, unabhängig und stolz leben die seit vielen Jahren inmitten der Menschen, schenken ihnen Ruhe und Freude, aber lassen sich nie besitzen. Ein poetischer und zutiefst berührender Blick auf die Bewohner Istanbuls – jene auf vier Pfoten und jene auf zwei Beinen.
(Türkei/Deutschland 2016, 79 Min., empf. ab 6 Jahre)

So, 4.2.
Sa, 10.2.

DIE TIGERENTENBANDE - Der Film

Die Tigerentenbande ist zurück: Hannes Strohkopp, die Erfinderin Laika, die Mäuse Tütü und Schischi, der Hund Bergmann, der Fahrradtaxifahrer Schnuddel und nicht zu vergessen die Tigerente persönlich erleben ein im wahrsten Sinn des Wortes haarsträubendes Abenteuer. Die wunderbar animierte, schwarz-gelb gestreifte Janosch-Welt macht nicht nur Erstkinogänger froh, auch Eltern werden an den sympathischen Figuren und erlesenem Wortwitz ihre Freude haben.
(Deutschland 2010, 65 Min., ab 0 Jahre)

Sa, 17.2.
So, 25.2.

FINN UND DIE MAGIE DER MUSIK

Der neunjährige Finn würde gern das Geigenspiel erlernen, aber sein Vater möchte, dass er Fußball spielt, so wie alle anderen Jungen. Doch Finn trifft einen alten Mann, der so wundersam Geige spielt, dass er wie verzaubert ist und fortan heimlich das Geigenspiel übt. Mehrfach bei diversen Kinder- und Jugendfilmfestivals als „Bester Film“ ausgezeichnet.
(Niederlande/Belgien 2013, 91 Min., empf. ab 6 Jahre)

Só, 18.2.
Sa, 24.2.

LOUIS & LUCA - Das große Käserennen

Als die Elster Louis von dem traditionellen Käserennen zwischen ihrer Heimatstadt Flaklypa und dem Nachbarort Slidre hört, ist sie sofort Feuer und Flamme für den Wettbewerb, zumal sie den Igel Luca und den genialen Erfinder Alfie auf ihrer Seite weiß. Daher zögert Louis auch nicht, eine geheime Wette auf den Sieg dieses Teams abzuschließen. Auf dem Spiel stehen fortan das eigene Haus sowie Alfies Werkstatt - ein Preis, den sich Louis‘ Gegner Oliver O. Clifford auf keinen Fall entgehen lassen will.
(Norwegen 2015, 78 Min., empf. ab 6 Jahre)

März 2018
Sa, 3.3.
So, 11.3.

DAS SAMS

Nach dem Kinderbuchklassiker von Paul Maar: Herr Taschenbier duckt sich durch Lebens, bis ihm eines Samstags das Sams begegnet und seinen Alltag auf den Kopf stellt: mit frechen Sprüchen, Streichen und Wünschen, die es zu erfüllen verspricht. Doch mit der Zeit wird aus der anfänglichen Belastung eine Bereicherung.
(Deutschland 2001, 85 Min., empf. ab 6 Jahre)

So, 4.3.
Sa, 10.3.
Kinderfilme im Kinoptikum

LOTTA AUS DER KRACHMACHERSTRASSE

„Eigentlich kann ich fast alles“, meint Lotta, die heute fünf Jahre alt wird. Ihr größter Geburtstagswunsch ist ein richtiges Fahrrad. Leider sind die Eltern der Meinung, dass Lotta dafür noch zu klein ist. So findet sie an diesem Morgen keine Fahrrad auf dem Gabentisch - ein trauriger Geburtstagsanfang! Aber Lotta gibt nicht auf: Es wäre doch gelacht, wenn sie nicht doch noch einen tollen Tag hätte - und wenn am Ende nicht doch noch ein Fahrrad auf den Gabentisch käme.
(Schweden 1992, 74 Min., empf. ab 5 Jahre)

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