Kinoptikum Landshut

Veranstaltungen und Filmreihen 2019

DetailsCinema Obscure

Abseitiges, grusliges und kontroverses Kino in Reihe zum neuen Jahr!

Sa, 29.12.2018
bis Mi, 2.1.2019

BAD TIMES AT THE EL ROYALE

Zimmer mit Todessaussicht, mit falschen Spiegeln und doppeltem Boden
Es ist das Jahr 1969, eine Zeit des Umbruchs und Übergangs, in der der poppige Girl-Group-Sound von psychedelischem Rock und rauem Soul abgelöst wird und die Flower-Power-Bewegung endgültig ihre Unschuld verliert. Liebevoll konstruiert findet sich dieses Motiv des Übergangs sowohl in den Protagonisten, die sich alle an einer Schwelle in ihrem Leben befinden, als auch im Motel „El Royale“ selbst wieder, durch das die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada verläuft und in dem der Preis einer Tasse Kaffee davon abhängt, in welchem Bundesstaat man sich befindet. Nur dieses Hotel ist die Hölle - und verdient dennoch die beste Bewertung: Drew Goddards bösartige Hommage an die Sixties begeistert als brutal überbordende Kinofantasie. Vermeintlich satt gehört, gelesen und geschaut, glauben wir zwar an den Reiz der Variation, jedoch kaum noch an die Möglichkeit wirklicher Überraschungen. Mit Herz und Hirn verstehen sich Goddard und sein prominenter Cast darauf, unsere Erwartungshaltungen in einem Moment genüsslich zu befriedigen, um sie im nächsten verblüffend zu unterlaufen. Unser Film zum Jahreswechsel, in dem uns Cynthia Erivo mit atemberaubenden A-cappella-Interpretationen alter Motown-Songs berauscht!
(USA 2018, 142 Min.)
Do, 24.1.
bis Sa, 26.1.

MANDY

Ein abgefuckt-nostalgischer LSD-Trip auf Höllenfahrt
In einer Heimkinowelt, in der Nicolas Cages Gesichtsgymnastik den allergrößten DVD-Gurken allein mit seinem wilden Grimassieren noch etwas Leben einhaucht, muss schon etwas sehr verrücktes daherkommen, um seiner Mimik eine neue Dimension einzuhauchen. Denn wenn Cage vom braven Holzfäller zum Racheengel an den Mördern seiner titelgebenden Freundin mutiert, sich vor einer gelb-orangenen 80er-Jahre-Blümchentapete ganz ohne CGI und grüne Farbe als wütender Hulk auf Rachemission outet, dann schießt der Wahnsinnspegel nicht nur endgültig in ungeahnte Höhen, es entsteht dabei auch noch unter der Regie von Panos Cosmatos eine der ästhetisch und akustisch ambitioniertesten Horrorerfahrungen seit vielen Jahren. Denn untermalt wird das Gemetzel stets von Jóhann Jóhannssons letztem Score. Der Synth-Komponist, der schon für seine außerweltlichen Soundtracks für Filme wie „Arrival“ bekannt wurde, schöpft hier nochmals aus den Vollen und würde die Synth-Götter der 80er wahrlich mit Stolz erfüllen.
(USA 2018, 121 Min.)
Fr, 1.2.
So, 3.2.

SUSPIRIA

Wenn Arthouse den Horror küsst und auf dem Blocksberg tanzt!
Unter nicht wenigen Filmfreunden sind Remakes eine der Unsitten der derzeitigen Filmlandschaft. Deshalb gab es nicht wenig Stirnrunzeln als bekannt wurde, dass der Arthouse-Regisseur Luca Guadagnino sich an einer Neuauflage von Dario Argentos „Suspiria“ aus dem Jahr 1977 versucht, einem Horrorfilm, der inzwischen nicht nur unter Freunden des Genres als Kultfilm gilt. Aber sehet und staunet, trotz seiner etwas langen Laufzeit lässt einen dieser Film bis zum bitteren Ende, welches im Gegensatz zum Original wirklich ein absoluter Höhepunkt ist, nicht mehr los. Wer es schafft, sich aus dem Schatten des Originals zu lösen, den erwartet ein überraschend eigenständiger, psychologischer und exzessiver Horrorthriller, der so richtig verkopft bis auf das Grundthema nichts mehr mit dem Original zu tun hat. Eine absolute Antithese zum Urwerk: Statt einem farbenfrohen „Nichtort“ Freiburg wird uns ein nur allzu deutlich im deutschen Herbst verortetes Berlin präsentiert. Alles ist grau und trist, aus omnipräsenten Radios plärren fortwährend Nachrichten über die neuesten RAF-Taten. Die Mauer überragt die Szenerien und wirft unheilvolle Schatten auf wie leergefegte Straßen.
Man kann über das Remake viel reden und schreiben, über den fantastischen Soundtrack von Thom Yorke (Radiohead), über die vielen Metaphern, die der Film hat, die Bedeutung der Rollen, der Story, ob es sich um einen feministischen Film handelt oder er den Feminismus sogar kritisiert, Luca Guadagnino hat Argentos blutigen Hexensabbat auf fesselnde Weise umgedeutet. Vergessen wir also den Unsinn von wegen Remake: Guadagninos „Suspiria“ und Argentos „Suspiria“ sind grausame Verbu¨ndete im Geiste, Schwestern, wie die Mutter der Seufzer, die Mutter der Schatten und die Mutter der Tränen, um die es in beiden Filmen geht. Ein unbestrittenes Highlight des letzten Kinojahrs für die Freunde der dunklen Seite.
(Italien 2018, 98 Min.)
Do, 7.2.
bis Fr, 8.2.

FIREFLASH - Der Tag nach dem Ende

Es ist Endzeit: Mad Max meets Snake Plissken
Das New York des Jahres 2019 liegt wie der Rest der Welt nach einem Atomkrieg in Schutt und Asche. Die Menschheit hat sich aufgeteilt in Mutanten, die panamerikanische Macht (eine Art Elite auf Auswanderungskurs auf einen umliegenden Planeten) und die Euraker (eine faschistoide Gruppe Überlebender, die eine neue Weltordnung errichten will). Und mittendrin der furchtlose Parsifal auf Rettungsmission, ein luschiger Held mit noch wuschigerer Frisur, der wie weiland Max Rockatansky durch das wüste Hinterland braust und sich bei eigenwilligen Autorennen Geld, nacksche Weiber und das Recht zu töten erkämpft. Das Ganze eine krude Remake-Mixtur aus „Mad Max“ und „Die Klapperschlange“, mit unbekümmert billigen und doch detailreich ausgestatteten Settings, durch die der Held von einer Schachmaten-Actionszene zur nächsten hetzt. Und so kommt man auch kaum dazu, sich wegen der abstrusen Geschichte vors Hirn zu schlagen, da immer wieder mal herrlich sinnlose Splattereffekte gezündet werden. Also herrlich dämlich ist das Konglomerat aus verschiedensten Filmklassikern, das es immerhin eine ganze Weile auf dem deutschen Index gebracht hat, allemal und gleichzeitig sind es gerade seine schrägen Ideen, die „Fireflash“ durch die Bank unterhaltsam machen. Eine Perle aus den Endzeitfilmen und für Trash Fans ein Must Have und Must see!
(35mm, Italien 1982, 89 Min.)
Do, 7.2.
bis Mo, 11.2.

KILLING GOD - Liebe Deinen Nächsten

Wenn vier Armleucher über das Schicksal der Menschheit entscheiden...
Eine Familie bereitet sich in einem abgelegenen Haus mitten in den Wäldern auf den Silvesterabend vor, als plötzlich ein kleinwüchsiger Mann die Ruhe stört und behauptet Gott zu sein. Nur sieht er eher aus wie ein Landstreicher, flucht dazu noch wie ein Droschkenkutscher, säuft wie ein Loch und führt sich auf wie ein größenwahnsinniger Mini-Diktator. Was passiert also, wenn Gott zur Weihnachtszeit persönlich vorbeikommt, aber keine frohe Botschaft zu verkünden hat, im Gegenteil: Am nächsten Tag hat er vor, die gesamte Menschheit auszulöschen und die Anwesenden sollen die beiden Überlebenden bestimmen. Eine bewusst grenzwertige, originelle und bitterböse Groteske, die auch dank eines überzeugenden Schlussakts, in der jegliche Hemnisse über Bord geworfen werden, durchaus gelungen ist.
Und noch ein kleiner Tipp: keinesfalls bei den ersten Titeln des Abspanns aufstehen und das Kino verlassen!
(Spanien 2017, 92 Min.)
Do, 14.2.
bis Sa, 16.2.

THE HOUSE THAT JACK BUILT

Gewalt für Genießer oder zur Hölle mit Lars von Trier!
Jack ist ein hochintelligenter Mann und sieht sich als Künstler, nur hat er ein schreckliches Hobby: Er will morden. In den 70er Jahren wird er zu einem Serienkiller und riskiert immer mehr. Die längste Zeit ist er, der tagsüber als Ingenieur arbeitet, daran gescheitert, seine Ambitionen als Architekt umzusetzen. Aber am Ende steht das Haus, das Jack bauen will, doch. Erst als es fast zu spät ist, fällt dem Serienkiller ein, dass er die zahllosen Leichen, die er in zwölf Jahren angesammelt hat, zum Bau nutzen könnte. Et voilà, ein Werk aus Leichen entsteht, sein ultimatives Kunstwerk, ein Haus, das, nun ja, Hand und Fuß hat.
Es gibt Künstler, die Marotten haben, Pseudokünstler, die ebenfalls Marotten haben und deshalb oft nicht leicht von den ersten zu unterscheiden sind. Und es gibt Pseudokünstler, die Leichenberge produzieren. Um es großzügig zu formulieren: Lars von Trier hat eine Neigung zur metaphysischen Überhöhung der Gewalt, ob nun den Blutorgien ein beachtlicher Tiefsinn zugrunde liegt oder ob es sich hier um eine Provokation um ihrer selbst willen handelt, das zu beurteilen, überlassen wir dem werten Zuschauer.
(Dänemark, Frankreich, Deutschland, Schweden 2018, 153 Min.)
Do, 28.2.
bis Sa, 3.3.

CLIMAX

Ein Tanz auf dem Vulkan, der Abgrund ist der Höhepunkt
Vor einer großen USA-Tournee feiert eine exaltierte Tanzgruppe und dabei wird viel Sangria getrunken. Doch die stellt sich als verhängnisvoll heraus, denn LSD ist in der Bowle gelandet. Skandalregisseur Gaspar Noé choreografiert den kollektiven Rausch und Kontrollverlust der Feiernden und erreicht den Höhepunkt in seinem filmischen Schaffen. Noés Freude am Schabernack und an der Geschmacklosigkeit durchzieht diesen abgründigen Sog aus Exzess und reinster Physis, der Film wirkt in seiner euphorischen Hinwendung zu Klang, Ritual und Musik wie das Remake des Hexenschockers „Suspiria“ von Dario Argento, der derzeit als tolle Neuinterpretation von Luca Guadagnino im Kino zu sehen ist. Noé manipuliert politische Kampfbegriffe herbei und spielt sie gegeneinander aus, arbeitet in der Beschleunigung seines Films stets musikalisch, nie didaktisch. Am Ende hat nur Substanz, was direkt und unverdünnt übers Auge läuft. Seine Philosophie dabei: niemals werten, nur zeigen, auch wenn die ganze Welt auf einem schlechten Trip ist.
(Frankreich 2018, 93 Min.)
Coming soon

NOVEMBER

Großes Kino aus dem kleinen Estland
Herbst in einem Dorf in Estland irgendwann im 19. Jahrhundert. Werwölfe, Geister und die Pest treiben ihr Unwesen, während die Bauern versuchen, den Winter zu überleben. Und dafür ist jedes Mittel recht! Auch der Pakt mit dem Teufel. Denn das Leben auf dem Land ist so hart, wie Mart Taniels wunderschönes Schwarz-Weiß kontrastreich ist.
Man neigt ja dazu, alles schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Was uns aber der estnische Regisseur Rainer Sarnet nach einem Roman seines Landsmanns Andrus Kivirähk vorführt, trifft einen völlig unvorbereitet. Es ist ein zauberhaftes Märchen aus einer Zwischenwelt, eine poetischen Winterreise voll grandioser Einfälle, voll trauriger, schräger und schlicht schöner Momente. Einen solchen Film bekommt man nur alle paar Jahre zu sehen. Einen Film, der so etwas wie ein Universum kreieren kann, mit einer visuellen Poesie, die sich um die Realität nicht schert, die surreal ist, aber manchmal auch ganz geerdet. Ein Film, der sich der Motive der schwarzen Romantik bedient, aber auch archaischer Mythen. Gedreht in einem Schwarzweiß, das man heute vielleicht nur bei Pawlikowski sieht oder früher bei Tarkovskij gesehen hat.
(Estland, Deutschland 2017, 115 Min.)

DetailsCinema italiano

Mi, 2.1.
bis Sa, 5.1.2019

DOGMAN

Allein unter Hunden – und gegen die Mafia
Der Hundefriseur Marcello lebt ein bescheidenes, aber, auch wenn er immer wieder Prügel einstecken musste, glückliches Leben. Als Dogman ist er in seinem Ort bekannt und beliebt. Diese Idylle wird durch den ehemaligen Boxer Simone getrübt, der das Dorf tyrannisiert. Es ist ein Film über Zwangslagen, geprägt von einer klassischen humanistischen, dem italienischen Neorealismus verpflichteten Bildsprache. Garrone ist nach seinem Meisterwerk Gomorrha sowohl eine facettenreiche, brilliante Allegorie auf die ambivalenten politischen Verhältnisse in seiner Heimat als auch eine düstere Parabel über den Umgang mit den Monstern in unserer Mitte geglückt.
(Italien 2018, 108 Min.)
Do, 31.1.
bis Mo, 4.2.

LORO - DIE VERFÜHRTEN

Auf dem Markt der Eitelkeiten
10 Jahre ist es her, dass Paolo Sorrentino mit "Il Divo - Der Göttliche" eine meisterliche Collage über Giulio Andreotti vorlegte – eine radikale Abrechnung mit dem Christdemokraten, der wie kein anderer die italienische Politik der Nachkriegsära beherrschte und prägte. Mittlerweile ist das Land deutlich ein anderes geworden und die derzeitige Mitte-Rechts-Regierung trägt nicht mehr die Handschrift Andreottis, sondern des zweiten berüchtigten „Politikers“, der die Geschicke des Landes zum Schlechteren wandte: Silvio Berlusconi. Sorrentino zeigt uns eine Welt der Schönen und Reichen als satirisch-surrealen Rausch der weltfremden Eitelkeiten. Wie kaum ein anderer versteht er Augenblicke zu schaffen, die geradezu surreal atemberaubend sind. Bilder, die gleichzeitig einzigartig und unverkennbar sind. Vor allem die rauschenden Partys, ein beliebter Spielplatz in den Werken des Filmemachers, sind cineastische Gemälde, an denen man sich kaum sattsehen kann. Auch wenn diesmal eher die intimeren Momente, die von Melancholie und Einsamkeit geprägt sind, nachhallen, denn die heimlichen Ängsten der Feierenden sind mit Berlusconis Ende ja nicht aus Italien verschwunden. Und gegen die Impertinenz eines Donald Trump wirkt selbst Berlusconi in seiner fiktionalisierten Zuspitzung fast schon wie ein Sympathieträger und eigentlich wie ein armer Tropf. Das muss man auch erst einmal schaffen.
(Italien 2018, 145 Min.)

DetailsHeimatkino: Filme aus heimischer Produktion

Do, 3.1.
bis So, 13.1.2019

SCHLUCHTENFLITZER

Ich möcht frei sein, so richtig frei mit Hans Brenner, Ruth Drexel und Eva Mattes
Mit Laiendarstellern erzählt der Film die Geschichte einer unglamourösen Clique von Provinzjugendlichen aus Niederbayern, die mit frisierten Mopeds zur Dorfdisco flitzen und vom großen Aufbruch träumen. Im Mittelpunkt steht der Schreinerlehrling Andy. Er streitet mit seinen Eltern, sehnt sich nach Unabhängigkeit und lernt Roswitha, ein Mädchen aus München kennen – seine erste Liebe, die sich jedoch nicht fest an ihn binden will. Als Andys Vater durch einen Leitersturz überraschend stirbt, muss er sich entscheiden, denn seine Mutter drängt ihn, den Hof zu übernehmen.
(D 1979, 113 Min.)
Wir danken dem Regisseur Rüdiger Nüchtern, der uns die originale 35mm-Filmrolle zur Verfügung gestellt hat!
» Ein Interview mit Rüdiger Nüchtern
Di, 22.1.
bis So, 27.1.

25 KM/H

Geht's nicht noch ein bisschen langsamer?
Im Schwarzwald herrscht ein anderes Tempo, wie der Turbokapitalist Christian (Lars Eidinger) bald bemerken muss, als er in seine Heimat Löchingen zurückkehrt, da sein Vater gestorben ist. Bei der Beerdigung stehen sich die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian nach Jahrzehnten erstmals wieder gegenüber. Doch statt einer herzlichen Umarmung gibt’s erstmal ein paar aufs Maul. Die Spiellust und die feine Selbstironie des Duos sorgt dafür, dass man ihnen gerne auf dem Roadtrip quer durch Deutschland auf klapprigen Mofas folgt. Sie verleihen dem Ganzen einen sympathischen Retrocharme, der beweist: Für die große Freiheit muss es gar nicht immer der Highway und die Harley sein. Manchmal reichen eine Landstraße, ein Mofa und ein paar abseitige Ideen.
(Deutschland 2018, 116 Min.)
Do, 17.1.
bis So, 20.1.

HAMBURGER GITTER

Remember Genua 2001: Chilenische Nächte in Hamburg
»Der Film demaskiert einen Staat, der mit allen Mitteln die Kontrolle behalten wollte und sie doch – oder gerade deswegen – verlor.« (TAZ): 31.000 Polizisten, brennende Autos, 20 Regierungen zu Gast - eine traumatisierte Stadt. Auch ein Jahr nach dem G20-Gipfel sucht die Polizei noch mit allen Mitteln nach hunderten Verdächtigen, die Politik fordert harte Strafen, die Gerichte leisten Folge und die wenigen kritischen Stimmen verblassen im allgemeinen Ruf nach Law and Order. Der Film entstand quasi ohne Budget, aus bestehenden Aufnahmen. Seine bloße Existenz ist Grund zur Hoffnung, damit wir nicht vergessen, uns die Frage zu stellen: War dieser Ausnahmezustand der Startschuss für eine neue Normalität?
(Deutschland 2018, 80 Min.)
Di, 29.1.
bis Do, 31.1.

IN MY ROOM

Postapokalyptisches Deutschland: Das große Verschwinden
Ein Film mit vielen Gesichtern: Ein realistischer über das Fantastische, eine philosophische Studie über Liebe, Einsamkeit und die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet; eine dystopische Utopie, ein leiser Thriller über das Ende der Welt und ihren Anfang. Ein Film, um zu staunen und sich selbst Fragen zu stellen: Wo wäre in diesem unwahrscheinlichen Falle, in einer ähnlichen Situation denn mein Platz in der Welt? Und: Muss ich wirklich darauf warten, dass so etwas geschieht? Oder beginne ich nicht lieber schon heute damit – auch mit dem Risiko zu scheitern?
(Deutschland 2018, 120 Min.)

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut

am ersten Dienstag um 18:30 Uhr und
am ersten Mittwoch um 21 Uhr des Monats
Di, 8.1.
Mi, 9.1.2019

BIG TIME

5 Jahre lang war Regisseur Kaspar Astrup Schröder dabei, als der dänische Architektur-Star Bjarke Ingels an schwierigen Planungstreffen teilnahm, gigantische Baustellen besuchte und royalen Gebäudeeinweihungen beiwohnte. Mit nur 43 Jahren ist der Däne „einer der größten Stars der Architekturwelt“ (The Wall Street Journal). Ingels’ kühne und höchst originelle Bauwerke wie das VIA 57 West am New Yorker Central Park oder der Wohnhaus-Komplex Mountain Dwellings in Kopenhagen, die er mit seiner Firma entwirft und umsetzt, werden mit Preisen überhäuft und als Ikonen gefeiert.
(Dänemark 2018, 90 Min.)

Di, 5.2.
Mi, 6.2.

LOVE, CECIL

Der Dandy, Jahrhundertfotograf, Kostümdesigner und Innenarchitekt Cecil Beaton (1904-1980) bestimmte den Look von Audrey Hepburn, machte ein Portrait von Marilyn Monroe und verkehrte mit Greta Garbo - er hatte den Zugang und das Talent, um den Stil der Stars des 20. Jahrhunderts zu prägen. Die Regisseurin Lisa Immordino Vreeland widmet sie sich nun Cecil Beatons Karriere – jedoch weniger in technischer Hinsicht, im erster Linie geht es um seine Persönlichkeit, seinen Antrieb, seinen Status eines Emporkömmlings von frühester Jugend an. (USA 2018, 99 Min.)

DetailsKinderKino im Kinoptikum - für klein und GROSS

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 4 Euro
Januar 2019
So, 6.1.2019

PIPPI IM TAKA-TUKA-LAND

Während die Eltern von Tommy und Annika verreist sind, soll Pippi auf die beiden aufpassen. Eine schöne Zeit mit vielen aufregenden Spielen beginnt für die drei, bis Pippi durch eine Flaschenpost von der Gefangenschaft ihres Vaters durch Piraten erfährt. Sie macht sich auf nach Taka-Tuka-Land, um ihn zu retten. Da sie Tommy und Annika nicht allein lassen darf, nimmt sie die beiden gleich mit.
(Schweden 1970, 87 Min., empf. ab 6 Jahren)

Sa, 5.1.2019

JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER

Platz ist auf der kleinsten Insel: Jim Knopf, sein Freund Lukas der Lokomotivführer und die Dampflok Emma ziehen von der kleinen Insel Lummerland hinaus in die Welt. Ihre Reise führt sie in das Reich des Kaisers von Mandala und auf die abenteuerliche Suche nach seiner entführten Tochter Li Si. Gemeinsam wagen sich die drei in die Stadt der Drachen, um die Prinzessin zu befreien und das Rätsel um Jim Knopfs Herkunft zu lösen. Ein temporeiches, liebevoll ausgestattetes Märchen für die ganze Familie, für Nostalgiker, die der legendären Aufzeichnung der Augsburger Puppenkiste nachhängen ebenso wie für Neulinge
(Deutschland 2017, 110 Min., empf. ab 6 Jahren)

Sa, 12.1.
So, 20.1.

DAS SAMS IN GEFAHR

Nach elf Jahren kehrt das Sams zu Herrn Taschenbier zurück - diesmal, um dessen schüchternen Sohn Martin auf die Sprünge zu helfe. Nach anfänglicher Eifersucht entdeckt dieser schnell die Vorzüge des Sams: die Wunschpunkte. Und schon geht es los. Martin wünscht, was das Zeug hält, und verändert gezielt seine Welt nach seinen Vorstellungen. Doch es kommt, wie es kommen muss.
(Deutschland 2003, 101 Min., empf. ab 6 Jahren)

So, 13.1.
Sa, 19.1.
Kinderfilme im Kinoptikum

KIDBUSTERS

Andreas, Oskar, Winni und ihr kleiner Bruder Bertram haben es nicht leicht: Ihr Vater sitzt im Gefängnis, ihre Mutter arbeitet sogar nachts, um über die Runden zu kommen. Und als ihr Vater endlich aus dem Knast entlassen wird, werden sie auch noch wegen ausstehender Mietzahlungen aus ihrer Wohnung geworfen. Ihr Onkel Georg, bei dem sie unterkommen, hat einen Plan, wie sie zu Geld kommen können: Er will Bernhard, einen Jungen aus reichem Hause, entführen und Lösegeld erpressen. Bernhard aber, der immer alleine ist und endlich mal etwas erlebt, findet das ganz aufregend und gar nicht so schlimm. Aber dann verdirbt Bernhards zwielichtiger Butler alles...
(Dänemark 2017, 82 Min., empf. ab 8 Jahren)

Sa, 26.1.
So, 3.2.

KUDDELMUDDEL BEI PETTERSSON & FINDUS

Kater Findus wünscht sich sehnlichst, groß zu sein. Sein Wunsch geht in Erfüllung, doch ganz anders als erwartet. Denn sein Herrchen Pettersson schrumpft gleichzeitig zu Katzengröße, so dass nun Findus alles im Haus erledigen muss und die Verantwortung trägt. Vor schwierige Probleme stellt die beiden außerdem, dass Pettersson sein Gedächtnis verloren hat und zwar so komplett, dass er gar seinen besten Freund Findus vergisst...
(Schweden 2009, 68 Min., empf. ab 5 Jahren)

So, 27.1.
Sa, 2.2.

WIR KAUFEN EINE FEUERWEHR

Matti ist traurig, weil er niemanden zum Spielen hat. In den Kindergarten darf er nicht, weil seine Mutter wegen der knapp einjährigen Zwillinge nicht arbeiten kann. Doch plötzlich wird alles anders - durch die Begegnung mit Herrn Clasen. Er nimmt Matti mit in seine Werkstatt, die dem Jungen mit ihren vielen Werkzeugen und Autoteilen wie ein Paradies erscheint, und auf einen Lagerplatz für Autowracks. Matti entdeckt dort eine alte Feuerwehr, und Clasen, der im Lotto gewonnen hat, kauft sie. Gemeinsam mit den Kindern der Nachbarschaft wir die Feuerwehr wieder hergerichtet. Die erste Fahrt ist für alle ein großes Ereignis, und die Feuerwehr mit ihrer ungewöhnlichen Besatzung kommt sogar richtig zum Einsatz.
(DDR 1970, 62 Min., empf. ab 6 Jahren)

Februar 2019
Sa, 9.2.
So, 17.2.

MEIN FREUND, DIE GIRAFFE

Welches Kind wünscht sich nicht eine sprechende Giraffe als besten Freund? Der kleine Dominik hat das Glück, neben dem Zoo aufzuwachsen und sich seinen Geburtstag mit der sprechenden Giraffe Raff zu teilen. Nicht zuletzt deshalb sind die beiden ein Herz und eine Seele. Doch als der Junge eingeschult wird, bekommt die tierische Freundschaft erster Risse. Denn ganz offensichtlich ist es Raff nicht gestattet, den Schulalltag mit Dominik zu bestreiten. Für die beiden eine Herausforderung, die sie mit viel Charme, neuen Freunden und Einfühlungsvermögen meistern werden...
(Niederlande, Belgien, Deutschland 2017, 74 Min., empf. ab 5 Jahren)

So, 10.2.
Sa, 16.2.

BLANKA

Blanka gehört zu den vielen elternlosen Kindern, die sich auf den Straßen von Manila durchschlagen. Aber sie ist cleverer als andere Kids, furchtlos und selbstbewusst. Eines Tages fühlt sie sich magisch abgezogen von den Gitarrenklängen eines älteren, blinden Straßenmusikers. Auf ihre eigenwillige Art nimmt sie Kontakt mit ihm auf. Peter, so sein Name, erweist sich als Mensch mit großem Herz. Doch es gibt auch praktische Gründe für die Annäherung der beiden. Peters Einnahmen steigen, wenn Blanka beim Publikum das Geld für ihn einsammelt. Er ermuntert Blanka zum Singen. Bald bietet sich den beiden die Chance, in einem Restaurant aufzutreten...
(Italien, Japan, Philippinen 2015, 77 Min., empf. ab 8 Jahren)

Sa, 23.2.
So, 3.3.

ERNEST & CELESTINE

Mäuse und Bären können keine Freunde sein. Die Mäusekinder im Internat tief unter der Erdoberfläche lernen dies schon von klein auf. Nur die Waise Célestine will nicht so recht an die Geschichte vom großen, bösen Bären glauben, die ihr immer wieder erzählt wird. Sie würde gerne einmal einen Bären kennen lernen. Und tatsächlich scheint der Bär, der ihr da plötzlich gegenübersteht, erst einmal sehr gefährlich zu sein. Denn Ernest ist furchtbar hungrig. Weil Célestine ihm aber einen Keller voller Süßigkeiten zeigen kann, verschont er die kleine Maus. Die beiden werden zu besten Freunden.
(Frankreich, Belgien, Luxemburg 2012, 80 Min., empf. ab 6 Jahren)

So, 24.2.
Sa, 2.3.

EMIL UND DIE DETEKTIVE (1954)

Emil Tischbein aus dem kleinen norddeutschen Städtchen Neustadt darf die Sommerferien bei seiner Großmutter in Berlin verbringen. Auf der Zugfahrt dorthin lernt Emil den „freundlichen“ Herrn Grundeis kennen, der bemerkt, dass Emil viel Geld bei sich hat. Das hatte sich Emils Mutter bei der Großmutter ausgeliehen und Emil soll es nun zurückgeben. Herr Grundeis bietet Emil Bonbons an, doch das heimtückische Naschwerk lässt Emil einschlafen - und bei seiner Ankunft in Berlin ist das ganze Geld gestohlen. Emil kann Herrn Grundeis gerade noch beobachten, wie er den Bahnhof verlässt.
Es ist nicht leicht, sich in einer fremden Stadt wie Berlin an die Fersen eines Diebes zu heften. Gut, das Emil Gustav mit der Hupe, Pony Hütchen und dessen Freunde kennenlernt. Gemeinsam stöbern sie den Dieb auf und können ihn nach vielen abenteuerlichen Zwischenfällen schließlich entlarven. Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner
(Deutschland 1954, 90 Min., empf. ab 8 Jahren)

März 2019
Sa, 16.3,.
So, 31.3.

GREGS TAGEBUCH 2: Gibt’s Probleme?

Wie der erste Teil basiert auch „Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme?“ auf der gleichnamigen Kinderbuchserie aus der Feder von Jeff Kinney. Auch diesmal wird der junge Greg Heffley vom Pech verfolgt. In den Sommerferien hat er so einige peinliche Dinge erlebt. Und das schlimmste daran, Gregs Bruder Rodrick hat sein Tagebuch geklaut und weiß nun über all jene Peinlichkeiten bestens Bescheid. Nun heißt es für Greg, alles zu geben, damit sein wohl gehütetes Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt!
(USA 2011, 94 Min., empf. ab 8 Jahren)

So, 17.3,.
Sa, 30.3.

TOMBOY

Die zehnjährige Laure ist mit ihrer Familie gerade in die neue Nachbarschaft einer beschaulichen Stadtrandsiedlung gezogen. Als sie zunächst bei der gleichaltrigen Lisa und auch bei den anderen Kindern des Ortes als Junge durchgeht, erhält sie das Bild aufrecht und wird zu Michael. Forthin versucht sie alles so zu machen, wie es ihre Scheinidentität erfordert, sie spielt Fußball und prügelt sich mit den anderen Jungs, doch es kommt der unvermeidliche Tag, an dem Komplikationen auftreten. Laure verliebt sich in Lisa, und verstrickt sich in einem Netz aus Lügen, um ihre zweite Identität geheim zu halten, bis ihr doppeltes Spiel plötzlich auffliegt.
(Frankreich 2012, 82 Min., empf. ab 8 Jahren)

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