Kinoptikum Landshut

Veranstaltungen und Filmreihen 2019

DetailsKlimazeit im Oktober

Klimazeit im Kinoptikum

Unter dem Motto „KlimaZeit - Zeit für Klima“ wird im Oktober 2019 eine vielseitige Veranstaltungskampagne in der Region Landshut sowie der Stadt Moosburg rund um die Themenbereiche Energiewende, Mobilität und Klimawandel durchgeführt. Hinter dieser Kampagne steckt die Idee, bereits bestehende Angebote und Aktionen sowie neue nachhaltige Ideen aus der Stadt und Region eine gemeinsame Plattform zu bieten, um so ein spannendes, öffentlichkeitswirksames Programm auf die Beine zu stellen.
Organisiert werden die einzelnen Programmpunkte von zahlreichen Vereinen, Verbänden, innovativen Unternehmen und ehrenamtlichen Privatpersonen.

Das Kinoptikum beteiligt sich mit drei Filmen: Jetzt ist es Zeit, sich mehr Zeit für das Klima zu nehmen!

Sa, 5.10.
bis So, 6.10.

THE TRUE COST - Der Preis der Mode

Die unerzählte Geschichte hinter unserer Kleidung - die dunkle Seite der Mode
Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? "The True Cost - Der Preis der Mode" macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein! Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird unsichtbar hinter der Glamourwelt der Modeindustrie. Die erschütternde Wahrheit ist: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen. Das geschieht aber alles ohne den moralischen Vorschlaghammer. Kein Appell am Ende, kein Offkommentar, nur eine weinende Näherin. Und über allem die Frage: Sollen Menschen dafür sterben, dass ein T-Shirt in Berlin fünf Euro kosten kann? Diese Frage wird nie explizit ausgesprochen. Das Gewissen allein stellt sie.
(USA, 2015, 92 Min.)
Mi, 9.10.
bis So, 13.10.

ERDE

Und macht Euch die Erde untertan... die Choreographien des Größenwahns
Wir leben im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch der entscheidende Faktor für die fundamentalen Veränderungen des Planeten ist. Dies versteht Nikolaus Geyrhalter ganz konkret und zeigt, wie der Mensch die Erde an ihrer Oberfläche bewegt und verändert. Mehrere Milliarden Tonnen Erde werden durch Menschen jährlich bewegt – mit Baggern, Bohrern oder Dynamit. Nikolaus Geyrhalter beobachtet in Minen und Steinbrüchen, an Großbaustellen und Kohleabbaugebieten die Menschen bei ihrem ständigen Bestreben sich den Planeten untertan zu machen und sich seine Rohstoffe anzueignen: Eine Bestandsaufnahme der Menschheit als wichtigster Einflussfaktor auf die fundamentalen und unwiderruflichen Veränderungen ihres Heimatplaneten.
In sieben Kapiteln führt uns der Film an Stätten des Tage- und des Tiefbaus in Europa und Nordamerika, die sonst nur schwer zugänglich sind. Keine Naturgewalt verändert die Oberfläche unseres Planeten so sehr wie die technischen Gewalten, die der Menschheit zur Verfügung stehen.
(Österreich, 2019, 115 Min.)
Do, 17.10.
bis So, 20.10.

DAS GRÜNE GOLD

Goldgräberstimmung - auf Schnäppchenjagd in Äthiopien
Weltweit gibt es einen massiven kommerziellen Ansturm auf Ackerland – das neue grüne Gold. Die Auswirkungen spüren Hunderttausende von Menschen in den Entwicklungsländern. In Äthiopien, das von Hungersnot betroffenen ist, verpachtet die Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren, in der Hoffnung auf Exporteinnahmen. Aber der Traum vom Wohlstand hat noch eine Schattenseite – die größte Zwangsvertreibung in der heutigen Zeit, eine bösartige Spirale der Gewalt. Dunkle Tage für die Meinungsfreiheit. Diese Katastrophe wird mit Milliarden von Entwicklungsgeldern von Institutionen wie der Weltbank mit verursacht. Unzählige Glücksritter mit dicken Brieftaschen haben sich in eines der ärmsten Länder der Welt aufgemacht, um vor allem eines zu finden: „Grünes Gold“ – so zynisch werden jene gigantischen Landstriche beispielsweise im Westen des Landes genannt. Der Film entwickelt sich schnell zu einem Thriller, der aus den entlegensten Winkeln Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen letztendlich wieder zu uns zurückführt, wenn wir uns an den Billigstpreisen im neuesten Discounter-Prospekt ergötzen.
(Schweden, Deutschland, Finnland, 2016, 83 Min.)

DetailsCinema Obscure im Herbst

Abseitiges, grusliges und kontroverses Kino in Reihe bis zum Jahresende mit dem Altmeister am Start!

Sa, 7.9.
bis Fr, 13.9.

THE DEAD DON'T DIE

Rat mal, wer zum Fressen kommt oder schlafwandelnd durch die Apokalypse
Centerville, der Schauplatz von Jim Jarmuschs »The Dead Don't Die«, ist so etwas wie der Inbegriff des friedlichen, des gemütlichen, des »guten« Amerika. Aber irgendwas stimmt nicht mehr, der gestörte Tagesablauf, trotz Abendstunde will die Sonne einfach nicht untergehen, die flüchtenden Haustiere, das ist alles kein Problem von Centerville, es hat die ganze Welt erwischt. Denn wegen Polar-Frackings ist die Erde aus ihrer Umlaufbahn getaumelt und dann steigen auch noch die Untoten aus ihren Gräbern und beenden abrupt die Beschaulichkeit.
Kurzum eine Horrorkomödie mit milder Zivilisationskritik, wenig subtiler Konsumkritik, in Maßen eklig, und mit einer Besetzung, die ein Traum für sich ist. Die Samuraischwert schwingende Tilda Swinton ist einfach cool, und das soll sie hier auch sein. Und Bill Murray und Adam Driver sind natürlich immer gut, egal, was sie machen. Und last but not least "Lethal Weapon"-Star Danny Glover, der sich nun definitiv als zu alt für den Zombie-Scheiß wähnt. Aber man kann sich des Eindrucks nur schwer erwehren, dass sich Jim Jarmusch einen Reim darauf machen wollte, was gerade mit der Welt passiert, und herausgekommen ist ein Limerick. Träger Humor und träger Horror passen zur Vita von Jim Jarmusch, aber schwerlich ins Multiplex-Kino, Jarmusch und seinen Fans dürfte das ganz recht sein. Also Hirn ausschalten, dann hat man zumindest an den schrulligen Figuren einen Heidenspaß.
(USA, 2019, 103 Min.)
So, 15.9.
bis Mi, 18.9.

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

In Pink und Türkis fängt im deutschen Kino etwas Neues an
Filme über Seelensorgen gibt es viele. „Das melancholische Mädchen“ von Susanne Heinrich aber sucht und findet die Sollbruchstelle zwischen Nöten im Kopf und Macken der Welt. Es geht um Nähe- und Distanzverhältnisse und das Gefühl der Entfremdung zu sich selbst, aber auch zur Welt, eine pastellfarbene Zustandsbeschreibung der Ohnmacht im Spätkapitalismus – und der Angst vor dem Alleinsein. Wie skizziert es doch das Pamphlet "Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens" der Autorengruppe Tiqqun von 2009: Ewig jung, ewig weiblich, ewig in Bewegung, ewig Ware: "Das Junge-Mädchen ist eine Lüge, deren Glanzpunkt das Gesicht ist".
In 14 Episoden folgen wir dem melancholischen Mädchen durch eine Großstadt, die Berlin sein, aber auch Hamburg heißen könnte, ein durchgentrifizierter Ort, von dessen Erzählungen und Mythen alle dann doch manchmal gerne Teil sein würden. Immer leicht abwesend und meist völlig ohne Emotion plaudert sich die depressiv-zynische Autorin durch unterschiedliche Begegnungen mit anderen, vor allem männlichen Profil- und Großstadtneurotikern, meist in Frontalaufnahmen aufgenommen und dadurch stets so wirkend, als spräche sie halb zu sich selbst, halb zum Publikum. „Melancholische Mädchen verbringen Zeit, an verschiedenen Orten. Und dann, irgendwann, ist der Film vorbei, einfach so“, träumt das melancholische Mädchen im Kunstpelzmantel vor der Fototapete und dem Meer. Alternativen zu oder zumindest Fluchtperspektiven aus all den Verstrickungen zeigt der Film nicht auf. Am Ende isst das melancholische Mädchen minutenlang ein Eis, einfach weil Frauen im Film so selten beim genussvollen Essen gezeigt werden. Das Ende vom Kapitalismus sieht sicherlich anders aus, der Anfang von etwas Neuem im deutschen Kino aber schon eher.
(Deutschland, 2019, 80 Min.)
Do, 26.9.
bis So, 29.9.

MESSER IM HERZ

Das Einzige, was die Lust begrenzt, ist der Tod
Paris im Sommer 1979: Der Mörder trägt eine furchterregende Latexmaske und führt einen Dildo aus dem gleichen Material mit sich, in den eine scharfe Klinge eingelassen ist, die nach Bedarf ausgefahren werden kann. Aus dem Lust- wird ein Mordwerkzeug, das das Opfer buchstäblich ins Jenseits fickt – eine, wie man sich vorstellen kann, überaus blutige Angelegenheit. Und angekündigt wird sein Kommen stets durch einen schwarzen Vogel, der wie eine Krähe aussieht, der aber seltsam weiß schimmernde Augen hat. Und als wäre das noch nicht bizarr genug, folgen auch seine Opfer einem sehr eng gefassten Muster: Sie verbindet miteinander, dass sie Darsteller in den Schwulenpornos der Pariser Produzentin Anne sind.
Der Film „Messer im Herz“ ist eine popkulturelle Schatztruhe, eine Hommage an die Pariser Pornofilmszene der späten 70er und zugleich eine Verbeugung vor den Thrillern jener Jahre, ein homoerotisches Genrekarussell, zwischen Giallo, Camp-Film und Thriller, aus dem entgeistertes Kino aufsteht. Das funkelndes Kaleidoskop der von einer zutiefst wahrhaftigen Künstlichkeit geprägten Bilder entwickeln einen hypnotischen Sog. Wer sich ihm hingibt, erlebt noch einmal ein Kino, das Grenzen überschreitet, um ganz bei sich und seiner einzigartigen Magie anzukommen. Bei aller Überspannheit findet dieser Film eben zu dem zurück, was zwischen Form und Inhalt zu oft versandet: der Emotion.
(Frankreich, 2018, 102 Min.)
Fr, 25.10.
bis So, 27.10.

ONE CUT OF THE DEAD

Ein echtes Zombie-Juwel und eine regelrechte Wundertüte
Glaub dem Hype! Nach einem Ministart der Low-Budget-Produktion in Japan waren Publikum und Kritiker so begeistert, dass der Kinorelease über die folgenden Wochen immer weiter ausgeweitet wurde, bis schließlich die Marke von 2 Millionen (!) Zuschauern erreicht wurde. Die Horrorkomödie des Independent-Filmemachers hat es ohne Marketinghilfe ganz allein durch ihren Witz, ihre Cleverness und ihre Originalität zum Welthit geschafft. Diese so einfach wirkende wie brillant leuchtende Zombie-Komödie ist eben auch ein Metafilm übers Filmemachen, ein leichtfüßiger Genuss ohne jede zynische Distanz, eine einzige, selbstironische Liebeserklärung an die Mühen der Ebene, das Glück der schmierigen, strubbeligen Filmkunst. Angesichts dieser tiefen, respektvollen Verneigung vor der Kunst des Low-Budget-Filmemachens, vor dem Willen zur Improvisation und vor der tiefen Hingabe an das Kino kann es nur heißen: Augen zu und durch!
(Japan, 2017, 96 Min.)
Fr, 22.11.
und Sa, 23.11.

ENDZEIT

Eine Reise durchs apokalyptische Thüringen - das Ende der Menschen oder der Anfang der Frauen?
Wir befinden uns in einer nahen Zukunft. Ganz Thüringen ist von den Zombies besetzt ... Ganz Thüringen? Nein! Zwei gar nicht einmal so kleine unbeugsame Städte leisten Widerstand: Jena und Weimar. Zwei Frauen, die 22-jährige Vivi und die 26-jährige Eva schlagen sich zwischen den beiden ostdeutschen Städten auf freiem Feld gegen Massen von Untoten durch und müssen sich dabei auch den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen. Auf einer Reise von einem Ort der Rationalität zu einem der Romantik wirkt der Film anfangs wie eine klassische Zombiegeschichte, aber dann führt er uns in ganz andere Gefilde, entwickelt sich zu einem Grundkurs im romantischem Sehen. Schon alleine deshalb, weil in diesem sonst stark von Männern bestimmten Genre vor und hinter der Kamera Frauen sind. Und wie oft kommt man schon aus einem Zombiefilm und fragt sich, ob man wirklich auf diese Erde gehört oder man nicht selbst, als Mensch und als Menschheit gesamt, der Fehler in der Matrix, das Krebsgeschwür der Natur sind? Und was macht's dann schon, wenn der Film manchmal wie ein Imagefilm der thüringischen Landesregierung wirkt. Kommen Sie nach Thüringen. Hier gibt es Zombies, aber ansonsten ist es eigentlich ganz schön hier!
(Deutschland, 2018, 90 Min.)

DetailsReden wir mal darüber - Filmgespräche im Kinoptikum

Mi, 30.10.,
bis Mo, 4.11.

ALPGEISTER - Mythen und Mysterien der Bayerischen Alpen

"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle!" (Albert Einstein)
Vom Untersberg im Osten bis zum Hochgrat im Westen begibt sich der Kino-Dokumentarfilm auf eine spannende filmische Reise durch Zeit, Raum und geheimnisvolle Sagen der heimischen Bergwelt! Es gab eine Zeit, in der die Menschen davon überzeugt waren, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gab, als das, was sie sehen und anfassen konnten. Regisseur Walter Steffen lässt mit Reflektionen und authentischen Geschichten von Einheimischen, mit spannenden alten Legenden sowie mit großen, wuchtigen Kinobildern diese fast vergessenen Welten wieder auferstehen. Gleichzeitig ist dieser Film ein sinnlicher Appell für eine erneute und nachhaltige Neuorientierung und Hinwendung zu unserer Mutter Erde!
Sein Film soll an eine wichtige Eigenschaft erinnern, die verloren zu gehen droht: die spirituelle Seite des Menschen. Spiritualität – nicht Esoterik. Jeder Mensch, sagt Steffen, will mehr über sich erfahren. Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Drei Fragen, die jeden einmal beschäftigen. „Irgendwann aber schiebt man sie beiseite und macht Karriere.“ Konzentriert sich auf das Funktionieren im Materialismus. Dagegen geht Steffen an. Er hofft, Bewusstsein zu schaffen für altes Wissen, Verantwortung gegenüber der Natur, Demut.
(Deutschland, 2019, 96 Min.)

Wir freuen uns auf seinen (schon zweiten) Besuch zu den Filmvorstellungen am Mittwoch, den 30.10 und ein be-geisterndes Filmgespräch.
Mo, 7.10.,
bis Mi, 9.10.

NEWCOMERS

Jetzt reden wir: Menschliche Geschichten hinter den täglichen Nachrichten über Flucht, Krieg und Gewalt
Über Flüchtlinge wird viel geredet, aber sie selbst kommen nur selten zu Wort. „Newcomers“ von Ma’an Mouslli, der selbst 2014 aus Syrien nach Deutschland kam und jetzt in Osnabrück lebt, ist viel mehr als nur ein weiterer Film über die Flüchtlingsproblematik, denn in ihm erzählen Flüchtlinge ihre Geschichten und bekommen so auch ganz bildlich ihr eigenes Gesicht. „Es geht uns darum, Newcomers als Menschen zu zeigen. Menschen mit Geschichten, die alle ein wenig unterschiedlich sind und doch alle gleich.“ Der Film ist aus der Arbeit des Osnabrücker Zentrums für Flüchtlinge „Exil“ entwickelt. Im Januar 2016 begann das Fundraising für das Projekt, das von Beginn an nichtkommerziell angelegt war. Stattdessen beteiligten sich zahlreiche Stiftungen und Firmen an der Finanzierung, Jetzt läuft er in Programmkinos, Vereinen, in Initiativen und Schulen und 50 Prozent der Einnahmen fließen in die Flüchtlingshilfe.
(Deutschland, 2018, 63 Min.)
Am Mo. kommt um 19:30 der Regisseur Ma’an Mouslli zum Filmgespräch.
Do, 25.7.,
bis Mo, 29.7.

MEINE WELT IST DIE MUSIK - Der Komponist Christian Bruhn

Marmor Stein und Eisen bricht
Jeder kennt Christian Bruhns Musik – kaum ist ein Songtitel genannt, klingt er automatisch im Ohr. Man begegnet den Sounds live in DJ Sets oder auf dem Oktoberfest. DJ Hell ist bekennender Fan, und der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat seine Captain Future Musik aktuell mit auf die ISS genommen. Den Urheber und Komponisten der zahlreichen Kult-Titel kennen aber die Wenigsten. Christian Bruhn, der Mozart verehrt und im Herzen ein Jazzer ist, ist einer der erfolgreichsten, deutschen Unterhaltungsmusikkomponisten. MEINE WELT IST DIE MUSIK ist der erste Dokumentarfilm über Christian Bruhn und das einfühlsame, ansteckend beschwingte Portrait eines Mannes, der von Anfang der sechziger Jahre bis heute generationsübergreifend die Menschen mit seiner Musik begleitet und berührt hat.
(D 2017, 80 Min.)
Am Sonntag, den 28.7. kommt die Regisseurin Marie Reich zu Besuch und wir freuen uns auf ein anregendes Filmgespräch.
Do, 11.4.,
bis So, 14.4.

JOY IN IRAN

Clowns ohne Grenzen, von der hohen Kunst des fröhlichen Scheiterns
Lachen macht die Menschen gesund. Das ist das Motto der "Clowns ohne Grenzen", die in internationale Krisengebiete reisen, um mit Clown-Shows Freude zu verbreiten. 2017 macht das Team um Susie Wimmer Station im Iran. Dort besuchen sie ex-drogenabhängige Mütter, verschiedene Kindereinrichtungen und Flüchtlingscamps. Die "Clowns ohne Grenzen" wollen beweisen, dass Humor eine universale menschliche Eigenschaft ist, die aus der Krise hilft. Als Zuschauer erfährt man so einiges über den Iran, vor allem über die schwierige Situation der afghanischen Flüchtlinge oder der städtischen Straßenkinder. Und die Freude über die interkulturelln Begegnungen überträgt sich von der Leinwand in den Kinosaal.
(D 2018, 90 Min.)
Am 11.04. besucht uns, begleitet vom Regisseur Walter Steffen, die Protagonistin Susie Wimmer, um uns ein wenig aus dem Alltagstrott zu reißen.Lachen macht die Menschen gesund. Das ist das Motto der "Clowns ohne Grenzen", die in internationale Krisengebiete reisen, um mit Clown-Shows Freude zu verbreiten. 2017 macht das Team um Susie Wimmer Station im Iran. Dort besuchen sie ex-drogenabhängige Mütter, verschiedene Kindereinrichtungen und Flüchtlingscamps. Die "Clowns ohne Grenzen" wollen beweisen, dass Humor eine universale menschliche Eigenschaft ist, die aus der Krise hilft. Als Zuschauer erfährt man so einiges über den Iran, vor allem über die schwierige Situation der afghanischen Flüchtlinge oder der städtischen Straßenkinder. Und die Freude über die interkulturelln Begegnungen überträgt sich von der Leinwand in den Kinosaal.
(D 2018, 90 Min.)
Am 11.04. besucht uns, begleitet vom Regisseur Walter Steffen, die Protagonistin Susie Wimmer, um uns ein wenig aus dem Alltagstrott zu reißen.
Sa, 6.4.,
So, 7.4.
15 Uhr

ZWEI HERREN IM ANZUG

Anlässlich der 2. LANDSHUTER S P E R R - tage - Josef Bierbichler präsentiert am Sa. seinen Film!
Josef Bierbichler verfilmte 2018 seinen Roman "Mittelreich" und fragt, wie man Vergangenes darstellen kann, seine Antwort lautet: immer gebrochen, immer gefärbt. Das ist ein After-Herbert-Achternbusch-Bombeneinschlag ins Kino der Berliner Republik. Der Starnberger See, diese touristisch verseuchte Vorstadtpfütze Münchens, ist Bühne und Zuschauer zugleich. Eine Familie – drei Generationen, 60 Jahre Familiendrama im bäuerlichen Fischmeister-Haus – und der See schweigt. Aber nicht immer. Ein Erinnerungs-Diskurs, der im Kleinen das Große perfekt erzählt! Für sein großartiges Drehbuch wurde Bierbichler erst kürzlich mit dem Preis des Verbands der deutschen Filmkritik (VdFk) ausgezeichnet.
(D 2018, 139 Min.)

DetailsFilmreihe Soziale Arbeit

In Zusammenarbeit mit dem Jungen DBSH Landshut, der berufsständischen Vertretung von jungen Mitgliedern und Studierenden innerhalb des Deutschen Berufsverbands für Soziale Arbeit e.V. zeigen wir von Oktober bis Januar vier ausgewählte Filme mit anschließendem Filmgespräch.
Bei Vorlage eines Studentenausweises beträgt der Eintritt nur 4 Euro.

Jeden dritten Dienstag des Monats um 18:30 Uhr
Mo, 14.10. (17:30!)

ELECTRIC GIRL

Endlich ist der Durchbruch zum Greifen nah: Die Studentin und Poetry-Slammerin Mia bekommt die Chance, ihre Stimme der Superheldin Kimiko zu verleihen, die in einer Anime-Serie gegen böse Dämonen ankämpft, die Tokio über die Strom- und WLAN-Netze in ihre Hände bekommen wollen. Dabei findet sie immer mehr Parallelen zwischen sich und dem mutigen Supermädchen. Mia hat plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und kann übermenschliche Taten vollbringen. Sie ist sich sicher, dass nicht nur im Anime, sondern auch in der Realität finstere Mächte planen, die Menschheit zu vernichten. In dem manischen Versuch, die Welt zu retten, ist Mia kein Opfer zu groß. Mit überbordender Energie und gehüllt in farbenfrohen Klamotten sowie mit blauer Perücke auf dem Kopf tickt sie allmählich völlig aus und ihr Leben gerät dabei immer mehr aus den Fugen, ganz und gar eingenommen von der Überzeugung, als Comic-Heldin ihre Stadt retten zu müssen.
(Deutschland 2018, 89 Min.)
Ausnahmsweise am Montag um 17:30 Uhr!
Di, 19.11.

GIRL

Im falschen Körper gefangen: Das 15-jährige Mädchen Lara hat langes, blondes Haar und weiche runde Lippen, nur wurde sie als Junge geboren. Sie hat einen Traum: Sie will Balletttänzerin werden und einen anderen Körper haben. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit Vater und Bruder nach Brüssel. In dieser schwierigen Situation steht sie auch noch kurz vor ihrer ersten Hormonbehandlung, denn ihr Körper ist noch der eines Jungen. Trotz der Unterstützung durch Psychologen, Ärzte und ihren Vater macht ihr zusätzlich zu den „gewöhnlichen“ Pubertätsproblemen der enorme Leistungsdruck beim Training zu schaffen. Eine komplizierte Gemengelage, die Lukas Dhont in seinem preisgekrönten Spielfilmdebüt in eine fast durchweg überzeugende dramatische Form bringt. In einer Welt, in der es Alltag wäre, dass Mädchen Penisse und Männer Vaginas haben, hätte Lara entspannter bleiben können.
(Belgien/Niederlande 2018, 106 Min.)
Di, 17.12.

FREEHELD - Jede Liebe ist gleich

Ein Herzensprojekt von Hauptdarstellerin und Mitproduzentin Ellen Page: Laurel Hesters (Julianne Moore) Welt bricht zusammen, als sie die Diagnose einer tödlichen Krankheit erhält: Lungenkrebs im Endstadium. Als Zeichen ihrer Liebe möchte die Polizeikommissarin ihre Pensionsansprüche auf ihre Lebensgefährtin, die Automechanikerin Stacie Andree überschreiben. Doch die Behörden stellen sich quer und agieren offen homophob. Ausgerechnet Laurels ehemaliger Kollege Dane Wells wird zur treibenden Kraft in Laurels und Stacies Kampf um die ihnen zustehenden Rechte, obwohl ihn Laurels Enthüllung über ihre sexuelle Orientierung zunächst schockierte. Er und der Aktivist Steven Goldstein mobilisieren die Öffentlichkeit, um ihr Streben nach Gleichberechtigung nach Kräften zu unterstützen. Der Film brilliert mit großartigen Darstellern und einer wichtigen Message, doch trotz einer ausgewogenen Balance zwischen Komik und Tragik erweist sich das Drehbuch als derart voll, dass eine angemessene Würdigung der traurigen Geschichte unterzugehen droht.
(USA 2016, 104 Min.)

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe im Herbst

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut

Am ersten Dienstag um 18:30 Uhr und am ersten Mittwoch um 21 Uhr des Monats
Di, 1.10. (DF)
Mi, 2.10. (OmU)

VAN GOGH - Auf der Schwelle zur Ewigkeit

"Ein Korn Verrücktheit ist das Beste an der Kunst" - ein Porträt des Künstlers im Untergang: Vielleicht ist gerade ein Künstler der Richtige, einen Film über einen Künstler zu drehen. Zumal es dem Maler und Filmemacher Julian Schnabel weniger darum geht, einen klassischen biographischen Film zu drehen, als einen filmischen Weg zu finden, den besonderen Blick zu verstehen, den van Gogh auf die Welt hatte. Ein außerordentlicher Film über einen außerordentlichen Maler und Willem Dafoe spielt grandios einen körperlichen van Gogh, einen vitalen. Einen, der so traurig ist wie sein Gemälde „An der Schwelle zur Ewigkeit“ und manchmal so warm wie das Licht um seine schönsten Sonnenblumen.
(USA/Frankreich 2018, 111 Min.)
Der Film läuft zusätzlich am Sa, den 5.10. um 21 Uhr (OmU) und am So, den 6.10. um 11 Uhr (DF).
Di, 5.11.
Mi, 6.11.

VON BIENEN UND BLUMEN

Die Regisseurin Lola Randl präsentiert in ihrem autofiktionalen Dokumentarfilm ein mit sommerlichen Bildern illustriertes Porträt von Städtern, die sich in unbekanntes Terrain aufmachen und versuchen, auf dem strukturschwachen Land heimisch zu werden. Am Beispiel einer aus Berlin in die Uckermark gezogenen Familie geht der Film der Frage nach, wie heute Arbeit, Liebe und verwandtschaftliche Beziehungen in der Großstadt und auf dem Land definiert werden. "Von Bienen und Blumen" ist eine Art assoziatives Experiment, in dem Randl den Zeitgeist und auch ihr Medium selbst reflektiert. Es passt auch zu diesem ironischen Film, dass er mit seiner Genügsamkeit selbst zum Teil eben jenes postkapitalistischen Systems wird. Eine Flucht ist zwecklos, gegen Ende mampfen alle Döner von der Bude.
(Deutschland 2018, 96 Min.)

Di, 3.12.
Mi, 4.12.

CHRISTO - WALKING ON WATER

Vor dem malerischen Bergpanorama der italienischen Alpen realisierte der Installationskünstler Christo 2016 auf dem Lago d’Iseo seine „Floating Piers“. Mit leuchtend gelben Stoffbahnen bespannte Stege aus schwankenden Pontons verbanden die Inseln Monte Isola und San Paola mit dem Ufer. Das Werk existierte nur für 16 Tage, ermöglichte es aber über 1,2 Millionen Besuchern auf dem Wasser zu laufen. Der Film folgt dem turbulenten Entstehungsprozess des ungewöhnlichen Kunstwerks. Die Realisierung dieses Langzeitprojekts ist nicht nur einer jener typischen magischen Momente, die Christo und Jeanne-Claude immer wieder erschufen, sondern eben auch eine Hommage an Christos 2009 verstorbene Ehefrau, Kollaborateurin und Muse, die vielleicht immer ein wenig im Schatten ihres Mannes stand.
(USA/Italien 2018, 105 Min.)

DetailsKinderKino im Herbst/Winter- für klein und GROSS

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 4 Euro
Oktober 2019
Sa, 5.10.
So, 13.10.

KARLSSON AUF DEM DACH

Lillebror ist das jüngste Mitglied einer ganz gewöhnlichen Stockholmer Familie. Der achtjährige Junge fühlt sich oft einsam, da nachmittags keiner Zeit für ihn - seine Eltern sind in der Arbeit und die beiden älteren Geschwister ziehen oft mit ihren Freunden um die Häuser. Lillebrors sehnlichster Wunsch ist deshalb ein Hund - ein treuer Kamerad für gemeinsame Erkundungstouren. Stattdessen taucht eines Tages eine wunderliche Gestalt in seinem Leben auf: Herr Karlsson. Dieser ist klein und dick, hat fast eine Glatze, ist ziemlich arrogant, liebt Bonbons über alles und wohnt auf dem Dach. Vor allem aber hat Karlsson einen Propeller auf dem Rücken, mit dem er fliegen kann. Lillebror ist von der Gesellschaft seines neuen Freundes begeistert, auch wenn dieser so manchen Unfug treibt …
(Schweden 1974, 97 Min., empf. ab 6 Jahren)
So, 6.10.
Sa, 12.10.

ROCCA VERÄNDERT DIE WELT

Zum Heulen schön – und verdammt spaßig noch dazu!
Die ebenso kluge wie mutige Rocca ist erst 11 Jahre alt und lebt trotzdem ganz alleine in einem Haus in Hamburg. Doch damit sind sowohl ihre Lehrer als auch die örtlichen Behörden überhaupt nicht einverstanden. Doch das Mädchen kämpft für sein selbstbestimmtes Leben und beweist, dass auch ein Kind die Kraft hat, die Welt zu verändern.
(Deutschland 2019, 97 Min., empf. ab 8 Jahren)
Sa, 19.10.
So, 27.10.

KOMMISSAR GORDON & BUFFY

Im tiefverschneiten Wald treibt ein Nüsse-Dieb sein Unwesen. Kommissar Gordon muss versuchen, den Dieb zu finden. Im Alleingang ist das aber ganz schön schwierig - der Kriminalist ist zwar brillant, aber auch schon sehr alt. Da ist es gut, dass er der Maus Buffy begegnet. Gemeinsam bilden die beiden ein ausgezeichnetes Ermittlerteam, wovon alle Bewohner des Waldes profitieren. Kinderfilm nach der „Kommissar Gordon“ - Kinderbuchreihe von Ulf Nilsson und Gitte Spee.
(Schweden 2017, 67 Min., empf. ab 6 Jahren)
So, 20.10.
Sa, 26.10.

CHECKER TOBI UND DAS GEHEIMNIS UNSERES PLANETEN

Einmal abchecken, woher eigentlich das Leben kommt
In seinem ersten Kinoabenteuer reist Checker Tobi um den Globus, entdeckt den Rand eines aktiven Vulkans, die kalte Arktis und die Tiefen des blauen Pazifiks. Das größte Abenteuer seines Lebens beginnt für Checker Tobi auf einem Piratenschiff mitten im Meer. Dort entdeckt er eine Flaschenpost, in der ein Rätsel steckt. Wenn er es löst, wird er das Geheimnis unseres Planeten lüften. Eine aufregende Schnitzeljagd um die Erde beginnt und führt Tobi unter anderem in den Pazifik, in die Arktis und nach Indien.
(Deutschland 2019, 106 Min., empf. ab 6 Jahren)
November
Sa, 1.11.
So, 10.11.

SUPA MODO

Die neunjährige Jo liebt Actionfilme und träumt davon, selbst eine Superheldin zu sein. Ihr größter Wunsch: einen Film zu drehen, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt. In ihrer Fantasie vergisst sie, dass sie unheilbar krank ist. Irgendwann kann Jos Schwester nicht mehr mitansehen, wie das lebensfrohe Mädchen die kostbare Zeit, die ihm noch bleibt, nur im Bett verbringt. Sie ermutigt Jo, an ihre magischen Kräfte zu glauben und animiert das ganze Dorf, Jos Traum wahr werden zu lassen. Mit viel Witz und Fantasie gehen alle daran, der Neunjährigen ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. Die berührende Geschichte des jungen kenianischen Filmemachers Likarion Wainaina ist im Rahmen eines Projekts entstanden, das das deutsch-kenianischen Produktionskollektiv One Fine Day Films von Regisseur Tom Tykwer aufgebaut hat.
(Kenia/Deutschland 2018, 74 Min., empf. ab 8 Jahren
So, 3.11.
Sa, 9.11.

QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE

Mitten in Deutschland verwandelt sich das idyllische Bollersdorf in einen Hort der Durchschnittlichkeit. Unter Anleitung der Gesellschaft für Konsumentenforschung müssen die Bewohner nun nicht nur eklige Produkte wie blaue Nutella und grüne Cornflakes testen, sondern auch auf alles verzichten, was außergewöhnlich ist, zum Beispiel auf exotische Haustiere wie Quatsch, den Nasenbären. Als dann aber auch noch die Großeltern ins Altenheim abgeschoben werden, weil sie zu viel Unsinn treiben, kann die Nasenbärenbande nicht mehr tatenlos zusehen. Am Ende wollen auch die Erwachsenen nur schnell aus dem Kino stürmen, um endlich mal wieder richtig Quatsch zu machen.
(Deutschland 2014, 82 Min., empf. ab 6 Jahren)
Sa, 16.11.
So, 24.11.

UNHEIMLICH PERFEKTE FREUNDE

Man muss nicht perfekt sein, um etwas zu erreichen und wenn du denkst, perfekt zu sein, bist du es immer noch nicht. Fridolin geht in die 4. Klasse und will mit seinem Freund Emil, der aufs Gymnasium gehen soll, gern in einer Klasse bleiben. Beide sind beste Freunde, nur Fridolins Noten nicht gut genug. Als in einem Spiegelkabinett auf dem Jahrmarkt die Reflektionen der beiden zum Leben erweckt werden, glauben die Zehnjährigen, das große Los gezogen zu haben: die Doppelgänger können nämlich all das, was Frido und Emil selbst nicht so gut hinbekommen, ihre ambitionierten Eltern aber von ihnen erwarten. Doch als die Abbilder beginnen, eigene Ziele zu verfolgen, müssen die beiden Freunde einen Weg finden, die Geister, die sie riefen, wieder los zu werden.
(Deutschland 2018, 92 Min., Regie Marcus H. Rosenmüller, empf. ab 8 Jahren)
So, 17.11.
Sa, 23.11.
Kinderfilme im Kinoptikum

DAS GEHEIMNIS DES GRÜNEN HÜGELS

Koko und seine Freunde verbringen die Ferien am See nahe des grünen Hügels. Normalerweise ist der Ort ganz friedlich, aber in diesem Sommer fallen nicht nur Rasenmäher und ein Kinderfahrrad gemeinen Dieben in die Hände - sogar in die Häuser wird eingebrochen. Die Kinder haben gerade noch am Lagerfeuer gesessen und sich Gruselgeschichten erzählt. Jetzt müssen sie selbst aktiv werden, um die Diebe zu entlarven - die Polizei scheint nämlich völlig überfordert zu sein. Kinder-Detektivabenteuer nach einem Roman von Ivan Kusan.
(Kroatien 2017, 81 Min., empf. ab 8 Jahren)
Sa, 30.11.
So, 8.12.

DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL

Seit dem Tod des Vaters muss Aschenbrödel für ihre Stiefmutter und ihre Stiefschwestern auf dem Hof des Vaters als Magd arbeiten. Die Stiefmutter lässt das Mädchen die schmutzigste Arbeit verrichten. Doch sie lässt sich nichts gefallen. Der Kutscher schenkt ihr drei Haselnüsse mit Zauberkraft... Ein bezaubernder Kinderklassiker - und eine legendäre Verfilmung.
(CSSR/DDR 1973, 86 Min., empf. ab 6 Jahren)

DetailsCinema italiano

September bis Dezember
Di, 24.9.
bis Do, 26.9.

NONNA MIA! -Liebe ohne Abzüge

Immer Ärger mit Oma
Not macht betrügerisch: Als ihre Großmutter stirbt, versteckt eine junge Kunstrestauratorin deren Leiche in der Tiefkühltruhe, um mit dem Rentenscheck der Toten ihren hochverschuldeten Betrieb aufrechtzuerhalten. Als sich ein übereifriger Finanzpolizist in sie verliebt, der ihr unter dem Vorwand einer Steuerprüfung tollpatschig den Hof macht, erwachsen daraus schnell Komplikationen. Diese ungewöhnliche Mischung aus Liebesfilm und Klamauk versäumt es auch nicht, ein paar Breitseiten gegen das verkrustete, um nicht zu sagen korrupte italienische System abzufeuern. Die mit Tiefkühl-Slapstick und anderen Kapriolen plus ein bisschen Gesellschaftskritik gepaarte Romanze aus dem sonnigen Süden garantiert ein amüsantes Kinoerlebnis.
(Italien 2018, 99 Min.)
Di, 22.10.
bis So, 27.10.

ALLES WAS DU WILLST

Italienisch für Fortgeschrittene
Die große Filmnation Italien dümpelt im Dornröschen-Schlaf. Umso erfreulicher, dass Bella Italia nun wieder mit einem cineastischen Filmjuwel erwacht: Altmeister Giuliano Montaldo, der u.a. mit Sacco und Vanzetti Filmgeschichte geschrieben hat, gibt einen eleganten Dichter, der unter Alzheimer leidet. Als zunächst widerwilliger Betreuer wird ihm der junge Alessandro an die Seite gestellt, für den La dolce vita allemal angenehmer ist als Arbeit. Bald werden die beiden ziemlich beste Freunde. Als der betagte Poet beiläufig von einem Schatz erzählt, den er zu Kriegszeiten vergraben hat, entwickelt der 23-jährige Taugenichts ungeahnte Talente. Wunderbar warmherzig, berührend und humorvoll erzählt, präsentiert sich mit einem exzellenten Darsteller-Duo ein „Honig im Kopf“ voll italienischer Leichtigkeit. Und mehr als bemerkenswert, diese Tragikomödie schafft es, alle drohenden Kitsch-Klippen auf elegante Weise zu umschiffen.
(Italien 2017, 106 Min.)
Januar bis Juni
Mi, 2.1.
bis Sa, 5.1.2019

DOGMAN

Allein unter Hunden – und gegen die Mafia
Der Hundefriseur Marcello lebt ein bescheidenes, aber, auch wenn er immer wieder Prügel einstecken musste, glückliches Leben. Als Dogman ist er in seinem Ort bekannt und beliebt. Diese Idylle wird durch den ehemaligen Boxer Simone getrübt, der das Dorf tyrannisiert. Es ist ein Film über Zwangslagen, geprägt von einer klassischen humanistischen, dem italienischen Neorealismus verpflichteten Bildsprache. Garrone ist nach seinem Meisterwerk Gomorrha sowohl eine facettenreiche, brilliante Allegorie auf die ambivalenten politischen Verhältnisse in seiner Heimat als auch eine düstere Parabel über den Umgang mit den Monstern in unserer Mitte geglückt.
(Italien 2018, 108 Min.)
Do, 31.1.
bis Mo, 4.2.

LORO - DIE VERFÜHRTEN

Auf dem Markt der Eitelkeiten
10 Jahre ist es her, dass Paolo Sorrentino mit "Il Divo - Der Göttliche" eine meisterliche Collage über Giulio Andreotti vorlegte – eine radikale Abrechnung mit dem Christdemokraten, der wie kein anderer die italienische Politik der Nachkriegsära beherrschte und prägte. Mittlerweile ist das Land deutlich ein anderes geworden und die derzeitige Mitte-Rechts-Regierung trägt nicht mehr die Handschrift Andreottis, sondern des zweiten berüchtigten „Politikers“, der die Geschicke des Landes zum Schlechteren wandte: Silvio Berlusconi. Sorrentino zeigt uns eine Welt der Schönen und Reichen als satirisch-surrealen Rausch der weltfremden Eitelkeiten. Wie kaum ein anderer versteht er Augenblicke zu schaffen, die geradezu surreal atemberaubend sind. Bilder, die gleichzeitig einzigartig und unverkennbar sind. Vor allem die rauschenden Partys, ein beliebter Spielplatz in den Werken des Filmemachers, sind cineastische Gemälde, an denen man sich kaum sattsehen kann. Auch wenn diesmal eher die intimeren Momente, die von Melancholie und Einsamkeit geprägt sind, nachhallen, denn die heimlichen Ängsten der Feierenden sind mit Berlusconis Ende ja nicht aus Italien verschwunden. Und gegen die Impertinenz eines Donald Trump wirkt selbst Berlusconi in seiner fiktionalisierten Zuspitzung fast schon wie ein Sympathieträger und eigentlich wie ein armer Tropf. Das muss man auch erst einmal schaffen.
(Italien 2018, 145 Min.)
Di, 21.5.
bis Do, 23.5.

AB HEUTE SIND WIR EHRLICH

Wem die Stunde schlägt...
Manchmal kommt es bei Wahlen doch anders als man denkt: In einer sizilianischen Kleinstadt, die seit vielen Jahren von einem völlig korrupten Bürgermeister beherrscht wird, gewinnt völlig überraschend der grundehrliche, aber völlig unerfahrene Lehrer Pierpaolo Natoli als Außenseiter die Wahlen. Und womit niemand gerechnet hat, das Greenhorn hält sich auch noch an seine Wahlversprechen und regiert nach den Prinzipien von Ordnung, Ehrlichkeit und absoluter Gesetzestreue. Was wird aber nun aus dem Schlachtruf "Cambiamento!" seiner Wähler? Denn es ist so wie immer: Man sollte vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht – es könnte in Erfüllung gehen. Da das alte System ja so viel bequemer war, steigen die Einwohner erneut auf die Barrikaden und fordern das korrupte System des ehemaligen Bürgermeisters zurück.
Die Wahl des neuen Bürgermeisters fiel in die Sommerzeit, die in Italien ora legale heißt und der ebenso kurzweiligen wie leichtfüßigen Komödie im Original ihren doppeldeutigen Namen gibt. Der Titel ließe sich wörtlich auch mit gesetzlicher, rechtmäßiger Zeit übersetzen. Mit der Rückkehr zur Winterzeit werden nicht nur die Uhren, sondern auch das politische System wieder zurückgedreht. Zwar war der Film im Jahr 2017 einer der besucherstärksten in Italien, doch die Hoffnung, dass die rabenschwarze Dystopie ex negativo eine pädagogische Wirkung entfaltet könnte, war doch eher trügerisch.
(Italien 2017, 92 Min.)
Di, 25.6.
bis Do, 27.6.

LAND DER WUNDER

Freiheit macht Arbeit
Wie soll man bitte erwachsen werden, wenn man das Aussteiger-Idyll der Eltern am Laufen halten muss? In ihrem Cannes-Überraschungshit erzählt Alice Rohrwacher die betörend poetische Coming-of-Age-Geschichte der ältesten Tochter Gelsomina. Sie lebt mit ihrer Aussteiger-Familie zwischen den Kulturen, irgendwo in Umbrien. Als eine Art Bienenflüsterin kann sie mit den Tieren viel besser umgehen als ihr ständig gereizter Vater. Eines Tages bricht das Fernsehen in Gelsominas Leben ein: Moderatorin Milly Catena (Monica Bellucci) wirbt für den Wettbewerb "Land der Wunder", eine Art Castingshow, die entlegene Gegenden Italiens bereist und dort nach möglichst alten Traditionen sucht und bei dem das beste einheimische Produkt gewinnen soll - ein Wettkampf der Ursprünglichkeit und die Chance für den Honig aus der Familien-Imkerei.
In fließenden Episoden und raumgreifenden Helldunkelbildern tastet sich der Film aus Gelsominas Perspektive zur großen Entscheidung am Ende des Feriensommers vor. Lebenspralle Kritik an den äußeren Verhältnissen paart sich in Rohrwachers Filmerzählung mit der melancholischen Feier eines trotz allem kraftvollen Familienzusammenhalts. Gerade die Begeisterung und Vitalität der vier Kinder der Familie bilden so etwas wie das Gegenprinzip zum abgeschiedenen Aussteigerleben. Beschützt werden wollen und müssen sie nicht.
Es gibt Filme, die wirken nach dem Sehen noch lange nach und entfalten ihre ganze Qualität erst beim weiteren Nachdenken. So ein Film ist „Land der Wunder“, in dem die Regisseurin im Gewand einer melancholisch-poetischen Komödie vom Ausverkauf der Träume in der modernen Welt erzählt, in dem sie die in jeder Hinsicht banale Ära Berlusconi gegen eine Welt stellt, in der Phantasie und Kreativität dominieren.
(Italien 2014, 110 Min.)

DetailsOPEN AIR KINO beim Grosswirt in Mirskofen - das Kinoptikum geht aufs Land

Trotz bedenklich schlechtem Wetter, es war wunderbar: Unsere Fotogalerie zum Kino Open Air 2019.

Mi, 10.7.2019

THE BIG LEBOWSKI

Hundertmal gesehen und immer besser: der unvergleichliche Kultfilm der Coen-Brüder mit seinem Füllhorn skurriler Einfälle
Wer die Handlung dieses Films erzählen will, ist verloren. Denn zu den unverwechselbaren Stilmitteln von Ethan und Joel Coen gehören nun mal Absurdität und Verwirrung. Nichts läuft für die drei Hippie-Veteranen, die sich in die neunziger Jahre verirrt haben, nach Plan und so nimmt das Geschehen, angestoßen vom Zufall einer Verwechslung und vorangetrieben von Mißverständnissen und Täuschungsmanövern, unweigerlich seinen Lauf. Denn wie auf der Bowlingbahn gilt auch im Leben das Gesetz des Fatalismus, einmal angestoßen, nimmt die Kugel ihren Lauf.
(Regie Joel & Ethan Coen, USA 1998, 117 Min.)

Livemusik ab 20 Uhr: Hank Davison

Der Altmeister des Bikerrock auf Solopfaden
Do, 11.7.2019

THE SISTERS BROTHERS

Der Mensch lebt nicht vom Tod allein: Starbesetzter Goldrausch-Western, der ganz lässig an den Mythen des Genres kratzt.
Die Geschichte zweier ungleicher Brüder (John C. Reilly und Joaquin Phoenix), die während des Goldrausches von 1851 für einen skrupellosen Auftraggeber die Schmutzarbeit erledigen. Während der ältere Bruder sich nach einem sesshaften Leben sehnt, lehnt sich der jüngere gegen solche Ideen auf. Die zwischen revisionistischem Western, brutaler Action und Komödie balancierende Variation überzeugt auch durch eine humanistische Herangehensweise ans Western-Genre. Dabei nimmt er den Gründungsmythos Amerikas unter die Lupe und widersetzt sich allen Genrekonventionen. Ein großer Western, dunkel und melancholisch, witzig und ironisch und am Ende mit einem Fünkchen Hoffnung auf Humanität.
(Regie Jacques Audiard, Frankreich/USA/Spanien 2018, 121 Min.)

Livemusik ab 20 Uhr: Die Broter Schwerstern - HH Biswurm und Konsorten

Fr, 12.7.2019

25 KM/H

Geht's nicht noch ein bisschen langsamer?
Das Wiedersehen entfremdeter Brüder, die sich mit ihren Schluchtenflitzern auf verspätete Deutschlandreise begeben.
Im Schwarzwald herrscht ein anderes Tempo, wie der Turbokapitalist Christian (Lars Eidinger) bald bemerken muss, als er in seine Heimat Löchingen zurückkehrt, da sein Vater gestorben ist. Bei der Beerdigung stehen sich die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian nach Jahrzehnten erstmals wieder gegenüber. Doch statt einer herzlichen Umarmung gibt’s erstmal ein paar aufs Maul. Die Spiellust und die feine Selbstironie des Duos sorgt dafür, dass man ihnen gerne auf dem Roadtrip quer durch Deutschland auf klapprigen Mofas folgt. Sie verleihen dem Ganzen einen sympathischen Retrocharme, der beweist: Für die große Freiheit muss es gar nicht immer der Highway und die Harley sein. Manchmal reichen eine Landstraße, ein Mofa und ein paar abseitige Ideen.
(Regie: Markus Goller, Deutschland 2018, 116 Min.)

Livemusik ab 20 Uhr: Billy and the Booze Birds

Die neueste Kreation aus dem Hause Beverly Brothers‘ und The Denim O’s ist die ernstzunehmende Antwort auf spaßbefreiten Rockabilly, fernab „szenepolizeilicher“ Konformität
Sa, 13.7.2019

BOHEMIAN RHAPSODY

Das ehrwürdige filmische Denkmal Freddie Mercurys - zum Mitsingen!
In den 1970er-Jahren schließen sich vier britische Musiker zur Rockband „Queen“ zusammen und steigen bald zu einer der erfolgreichsten Gruppen der Musikgeschichte auf. Ihrem exaltierten Frontmann Freddie Mercury steigt der Ruhm dabei allerdings zu Kopf, sodass er sich eine jahrelange Auszeit nimmt, bevor er sich für das „Live Aid“-Konzert 1985 noch einmal mit der Band vereint. Allen, produktionsinternen Schwierigkeiten zum Trotz eine mitreißende, gespenstisch gut gespielte Hommage mit Gänsehautgarantie beim legendären Medley im Wembley-Stadion!
(Regie Dexter Fletcher, Bryan Singer, USA/GB 2018, 134 Min.)

Livemusik ab 19 Uhr: "Swing Out West" mit Tito Waldenfels

Western Swing, Country, Jazz & Blues - Musik aus Texas, die Jazz, Blues, Polka, Walzer und Mexikanische Musik miteinander verbindet – und hervorragend nach Bayern passt
» Lageplan Grosswirt Mirskofen
  • Biergartenbetrieb und Spezialitäten vom Grill täglich ab 19 Uhr
  • Filmstart gegen 21.45 Uhr, freie Platzwahl
  • Eintrittspreise: 11,00 / 9,00 € (ermäßigt für Schüler und Studenten)
  • Bei schlechtem Wetter finden die Filmvorführungen im Stadl statt.
  • Karten nur an der Abendkasse, kein Vorverkauf

Das Kinoptikum Landshut schnuppert wieder einmal Landluft, das Open Air Fest macht seinen zweiten Ausflug zum Grosswirt in Mirskofen. Wir danken Jürgen, dem großen Wirt und dem Kino Utopia Wasserburg für die freundliche Unterstützung.

Veranstaltungsort: Grosswirt Mirskofen
Bahnhofstr. 4
84051 Essenbach

Und für die Freunde der umweltschonenden Anfahrt Mit dem Fahrrad

DetailsCinema Obscure Teil 1

Abseitiges, grusliges und kontroverses Kino in Reihe!

Mi, 24.7.
bis So, 28.7.

IT FOLLOWS

Weh dir, wenn du Sex hast!
Das Fremde verbirgt sich im Vertrauten: Mit diesem Konzept knüpft der Indie-Überraschungshit aus dem Jahr 2014 an Klassiker wie Invasion of the Body Snatchers und The Thing an. Der Film entwickelt aber durch seine ganz und gar unaufgeregte, realistische Erzählweise und durch seine im Alltag verankerten Figuren eine zusätzliche Dimension und setzt auf die Imagination des Zuschauers, so wie einst die Produktionen von Val Lewton, dessen Katzenmenschen mit der Sequenz in einem Schwimmbad hier Tribut gezollt wird. Die Verbindung eines klassischen Horror-Plot mit der Ästhetik des Jugendfilms sorgt gekonnt für lustvolles Schaudern und wie Mitchell so über die clevere Hommage hinaus aufregende Impulse setzt und virtuos Spannung, Stil und Substanz in einer eigenständigen Erzählung vereint, macht "It Follows" zu einem Glücksfall für das Genre: Ein Horrorfilm, in dem die Lust der Angst auf dem Fuße folgt. Auch die darstellerischen Leistungen des jungen Ensembles überzeugen: Allen voran It-Girl Maika Monroe, die feinnervig zwischen distanzierter Ennui und ergreifender Verlorenheit oszilliert. Ein Fluch, der durch Sex übertragen wird, klingt zwar reichlich plakativ, die Umsetzung ist aber grausam subtil: Selten bricht sich das Grauen so hinterhältig Bahn.
(USA, 2014, 100 Min.)
Do, 27.6.
bis So, 30.6.

HIGH LIFE

Vom Trieb der Sterne ganz unten im All
Das erste richtige Wort des Films ist „Tabu“. Das ist kein Zufall, denn „High Life“ ist voll von verstörenden Szenen. Von körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt. Ausnahmslos jede Körperflüssigkeit fließt, selbst jene, die sonst selten im Kino zu sehen sind. In dieser sinnlichen Groteske werden Robert Pattinson und Juliette Binoche als menschlicher Müll ins All geschossen. Sie sind wie alle an Bord Kriminelle, die man unter dem Vorwand, ein wichtiges Experiment auszuführen, aus dem Sonnensystem befördert hat. Ein schmerzhafter Film bei aller Schonungslosigkeit doch auch ein zärtlicher, der auf der Expidition ins Nichts Formen des Widerstandes erkundet und Selbstachtung unter Extrembedingungen erforscht.
An Wissenschaft und Weltraum reizt Claire Denis nur die metaphorische Qualität. Die Einsamkeit des Alls. Die endlose Reise in den Untergang funktioniert wie ein menschliches Leben. Der Tod ist unausweichlich, ein klarer Sinn ist entweder vorgetäuscht oder nicht zu erkennen. Menschen versuchen sich abzulenken und beschäftigen sich mit Arbeit, Beziehungen und Fortpflanzung. Denis wandelt zwar auf den Spuren von 2001 – Odyssee im Weltraum, Solaris oder Interstellar, geht aber auch auf Risiko, mag keine plausible Sci-Fi-Geschichte erzählen, sondern entwirft ein queeres, wunderschön anzuschauendes Labor unfruchtbarer Leidenschaften, das in lustvoller Passivität in ein obszönes Loch eingesogen wird. Bilder von der Erde, die wie von Geisterhand nach wie vor ins Raumschiff gesendet werden, wirken zuletzt wie Fremdkörper. Letzte mediale Zuckungen der Menschheit in der unaufhaltsamen Drift ins Schwarze. "High Life" is ein Kunstwerk, zu dessen Gelingen ein tolles Produktionsdesign (der Konzeptkünstlers Olafur Eliasson zeichnet für das visuelle Design des schwarzen Lochs verantwortlich) und exzellente Filmmusik mitwirkten. Sowie eine Besetzung, die gemeinsam mit Denis mutig die Grenzen immer weiter in den Raum verschiebt, um sie letztlich zu überschreiten.
"Ein schwarzes Juwel, das nachleuchtet.
(Frankreich/Deutschland/Großbritannien, 2018, 109 Min.)
Do, 20.6.
bis So, 23.6.

THE HOLE IN THE GROUND

Spieglein, Spieglein an der Wand, sag mir, ist das wirklich mein Kind?
Und Spiegel können doch nicht lügen, oder? Sollten etwa die irischen Schauermärchen von Wechselbälgern und damit von einer düsteren Macht, die Kinder raubt und durch seelenlose Kopien ersetzt, keine Legenden sein? Das wirkungsvolle und atmosphärische irische Horror-Kleinod stellt eine Mutter-Sohn-Beziehung in den Fokus und schafft es, die wachsende Sorge und Panik der von Seána Kerslake mitreißend verkörperten Sarah auf den Zuschauer zu übertragen. Das Verhalten ihres Sohnemannes wirkt zunehmend immer seltsamer, aber gleichzeitig scheint auch Sarah psychisch nicht vollends stabil zu sein, ihr Verstand spielt ihr ein ums andere Mal grausame Streiche. Seit dem schockierenden Schnitt am Ende des legendären Prologs von John Carpenters „Halloween - Die Nacht des Grauens“ wissen wir, dass Horror-Kinder allein schon deshalb ein so ungemein effektives Stilmittel sind, weil viele Dinge einfach noch viel erschreckender wirken, nur weil Kinder sie tun. Aber es gibt noch eine zweite, im besten Fall ebenso effektive Ebene – nämlich das Spiel mit der Urangst von Eltern, bei der Erziehung der eigenen Kinder zu versagen. Mit einem guten Gespür für Atmosphäre und einer begeisternden Hauptdarstellerin erfindet der irische Regisseur Lee Cronin in seinem Langfilmdebüt zwar das Rad nicht neu, arbeitet dafür aber überzeugend und wirkungsvoll die Zerrissenheit einer alleinerziehenden Mutter heraus, die sich plötzlich nicht mehr sicher sein kann, ob ihr Sohn tatsächlich noch ihr Sohn ist. Eine willkommene Alternative zum derzeit allgegenwärtigem Holzhammergrusel.
(Irland, 2019, 90 Min.)
Do, 13.6.
bis Sa, 15.6.

RAMPANT

Hamlet auf Zombie-Jagd
16. Jahrhundert, Südkorea: Nach dem Tod des Kronprinzen kehrt sein Bruder nach langer Gefangenschaft aus China zurück, um die Frau des Thronfolgers sicher außer Landes zu schaffen. Denn am Hof breiten sich Intrigen ebenso schnell aus, wie eine mysteriöse Krankheit, die Menschen innerhalb von Minuten dahinrafft und anschließend als rasende Bestien auferstehen lässt. Somit muss sich der begabte Schwertkämpfer nicht nur vor hinterlistigen Ministern in Acht nehmen, sondern auch vor zombie-ähnlichen Wesen. Sowohl Maske, aufwändige und stimmige Kostüme und eine imposante Kulisse überzeugen und generieren ein stimmiges Gesamtbild, obwohl voller Klischees sorgt der Plot für spannende Unterhaltung und schaurig schönes Zombie-Vergnügen mit toll inszenierten Action- und Kampfsequenzen. Kurzum, ein fantastischer Action-Horrorfilm, in dem im mittelalterlichen Korea Schwertkampf und Martial-Arts auf jede Menge Zombies treffen.
(Südkorea 2018, 122 Min.)
Sa, 8.6.,
bis Mi, 12.6.

MEGA TIME SQUAD

Eine wunderbar beknackte Zeitschleife
Ein kleinkrimineller Knallkopf stiehlt ein uraltes chinesisches Amulett, mit dessen Hilfe er durch die Zeit reisen kann und eine Armee von sich selbst aufstellen kann, um auf großen Beutezug zu gehen. Doch die Zeitreisen bleiben nicht ohne Konsequenzen, vor allem weil er dabei langsam aber sicher den Überblick darüber verliert, wer oder was eigentlich sein wahres Ich ist. Man vermische also die Zeitreise-Handlung von „Looper“ mit einer Kiffer-Variante von „Zurück in die Zukunft“. Würze das Ganze mit einer guten Portion Selbstironie und neuseeländischem Witz, 80er-Jahre-Synthiepop und einer actionreichen, schnellen Inszenierung und als Resultat haben wir die Sci-Fi-Gangster-Trashperle „Mega Time Squad“, die nebenbei das Thema Zeitreise-Paradoxie aberwitzig ad absurdum führt.
(Neuseeland 2018, 86 Min.)
So, 2.6.,
bis Do, 6.6.

WILLKOMMEN IN MARWEN

Barbie meets Tarantino
Eine Geschichte, die das Leben schrieb: Der Künstler Mark Hogenkamp wurde, weil er seine Vorliebe für Stilettos offenbart hatte, von Neonazis so schwer verprügelt, dass er seine Erinnerung verlor. Um sein Trauma zu verarbeiten, baute er in seinem Garten die kleine belgische Stadt Marwen auf und spielte dort Szenen mit Actionpuppen nach, als eine Art Rache und Selbstheilung. In dem verspielt respektvollen, einfühlsamen, aber auch herrlich verrückten Film von Robert Zemeckis verkörpert Steve Carell diesen tapferen Künstler als einen verletzlichen, fast kindlichen Mann, der um seine Identität kämpft, um die Verteidigung seiner Vergangenheit und damit seiner selbst. Eine berührende Würdigung eines bemerkenswerten Außenseiters, allein schon wegen der brilliant einzigartigen Puppen-Animationen sehenswert.
(USA 2018, 116 Min.)
Do, 30.5.
bis Sa, 1.6.

UNDER THE SILVER LAKE

Wenn schöne Frauen in Rätseln reden
Versteckte Botschaften in der Cornflakespackung: Die große Regiehoffnung David Robert Mitchell schickt einen Hipster mit Verschwörerschwips auf erratischen Wegen durch die Schein- und Unterwelten von Los Angeles. Der Film schillert wie ein postmodernistisches Pastiche, ist aber auch Mitchells ganz eigene Vision von L.A., sein popkulturell aufgeladener Neulingsblick auf das Labyrinthische, Mystische und Esoterische dieser Stadt. Eine kluge Spurensuchstudie durch die kulturellen Zeichensysteme, die sich über die Jahrzehnte hinweg über L.A. abgelagert haben und das auch als Antwort auf die Kultur-Fledderei von La La Land. Und letztlich ist der Film wie Los Angeles selbst: enervierend und ermüdend, aber auch sinnlich und faszinierend. Nicht jedes Scheitern ist negativ. Dieses hier ist einer dieser wunderbaren Misserfolge, aus denen man lernen kann – und der auch für das Publikum durchaus Reiz hat.
Auch deshalb weil dieses Mal rückwärtsgespielte Songs auch wirklich geheime Botschaften enthalten.
(USA 2018, 139 Min.)
Mo, 27.5.
bis Mi, 29.5.

BORDER

An den Grenzen der Gesellschaft und darüber hinaus
Die Nasenflügel beben, die Lippen sind gekräuselt, die Zähne gebleckt – wie ein nach Beute witterndes Raubtier erschnüffelt Tina negative Gefühle, sie riecht Scham, Schuld, Angst oder Wut, was ihr als Grenzbeamtin eine tadellose Erfolgsquote beschert, auch wenn sie mehr als verstörend auf ihre Mitmenschen wirkt. Tina scheint auch auf besondere Weise mit der Natur verbunden zu sein. Das macht sie buchstäblich einmalig, bis sie Vore begegnet, mit dem sie sich im Wald wie in ihrem eigenen Reich bewegen kann. Dabei erfährt Tina etwas Neues und Entscheidendes über sich - und das ist, versprochen, auch eine Offenbarung fürs Publikum...
Eine bizzare Außenseiter-Liebesgeschichte, die Krimi und Fantasy zugleich ist: Ali Abbasis Film über diese Zollbeamtin mit außergewöhnlichem Aussehen und Talent überrascht auf schönste Weise, indem er uns zeigt, dass im Kino nicht alles in eine Kategorie hineinpassen muss, ob Mann oder Frau, Mensch oder Tier - nichts ist eindeutig. Beim Mischen von Genres, Charakteren und Ästhetiken entsteht etwas Neues und Einzigartiges, das so zuvor noch nicht zu sehen war.
(Dänemark, Schweden 2019, 108 Min.)
Do, 23.5.
bis So, 26.5.

WIR

Das rote Band, und woher kommt der wahre Feind, von außen oder steckt er vielleicht tief in uns selbst?
Der zweite Film ist immer der schwerste. Diese alte Hollywoodweisheit gilt natürlich erst recht, wenn das Regiedebüt von Jordan Peele dermaßen einschlägt wie 2017 „Get Out“. Nun steht fest, Peele ist keine Eintagsfliege! Auch sein zweiter Film sieht einfach unfassbar gut aus und ist vollgestopft mit starken inszenatorischen Einfällen. Und vor allem gehört er zu den intelligentesten, spannendsten und – ja! – schönsten US-amerikanischen Filmen der letzten Jahre. Ein ungemein bemerkenswertes, in sehr vieler Hinsicht besonderes und originelles Kinowerk. Kam bei „Get Out“ noch die Satire vor dem Horror, so beweist Jordan Peele seinen Kritikern nun, dass er als Grenzsprenger, der sämtliche Erwartungshaltungen im Keim erstickt, auch wahren Horror beherrscht.
Am Anfang von "Wir" ist die Welt noch in schönster Ordnung. Es ist 1986, im TV läuft ein Werbespot für "Hands Across America", eine Benefizaktion der Organisation USA for Africa, die im Jahr zuvor mit dem Charity-Song "We Are the World" Wellen geschlagen hat. Weltumspannende Fürsorge, in Songform gegossen und mit insgesamt fast 100 Millionen Dollar Spendengeldern belohnt. Mehr Einheit und 80er-Cheesyness war nie – der Melting Pot USA, ein Käsefondue der Liebe. Am Ende stehen die Menschen auch Hand in Hand quer über die Vereinigten Staaten verteilt – allerdings nicht, um ein weltoffenes Miteinander zu demonstrieren, sondern um ihre Überlegenheit zu demonstrieren. Ganz, als wären sie die menschgewordene und allein durch Egoismus gewachsene Version von Trumps Mauer – nur steht sie nicht an der Grenze zu Mexiko, sie spaltet das eigene Land. Wer am Wahlabend von Trumps Erfolg zusehen musste, wie ein Staat nach dem anderen rot wurde, bis ein rotes Band die USA ganz im Griff hatte – so rot wie eben jene Uniformen, die die Doppelgänger im Film tragen.
(USA 2019, 120 Min.)
Do, 9.5.
bis Sa, 11.5.

LORDS OF CHAOS

Härter als Satans älteste Schwester, der mörderische Kult des Nordens
Anders sein, furchteinflößend, böse – darum geht es im Black Metal. An der Grenze von Selbsthass, Nihilismus, pathologischem Widerstand gegenüber der Zivilisation, jeder Menge existenzieller Angst sowie dumpfem Satanismus, Walhalla-Ballaballa und Nazidreck wurde diesbezüglich vor gut einem Vierteljahrhundert in Norwegen ein Fass aufgemacht. Der Film schildert nun die Entstehung dieses norwegischen Extremsports Anfang der 1990er-Jahre auf zünftig geschmacklose Weise. Es geht darin um eine Jugend gegen Gott sowie eine zart homophile Freundschaft zwischen Oystein Aarseth alias Euronymous von der legendären Band Mayhem und Varg Vikernes von der One-Man-Band Burzum. Im Wettbewerb, der größte Widerling seit Satans ältester Schwester zu sein, endet das Ganze im Niederbrennen von christlichen Kirchen sowie dem Brudermord. Ob das alles Ausdruck jugendlichen Aufbegehrens ist oder schon protofaschistische Züge trägt, darüber wird immer wieder trefflichst gestritten.
Und es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Film noch besser wird, wenn man ihn rückwärts laufen lässt.
(Großbritannien, Schweden 2018, 117 Min.)
So, 21.4.
und Di, 22.4.

DIE WEIBCHEN

Uschi in the Sky with Diamonds vom "Hexer" des deutschen Nachkriegskinos
Der Albtraum eines emanzipierten jungen Mädchens dient als Aufhänger für diesen Psychofilm über das durch Aggressivität bestimmte Verhältnis der Frau zum männlichen Geschlecht, die auch durch die Emanzipation nicht abgebaut wurde. Ein galliger, exzentrischer Kommentar zur feministischen Debatte der Nach-68er-Zeit mit Bundesschätzchen Uschi Glas als Heldin, fieberhaft-irreal mit einer Farbgebung wie unter einer Lavalampe im LSD-Rausch. Ein gänzlich aus der Reihe tanzenden Extremfilm mit wild rempelnder, die losen Handlungsfetzen stetig anschiebende Kameraarbeit und rauschhaft-exaltierter, exquisiter Tongestaltung.
(Deutschland 1970, 90 Min.)
Do, 11.4.
bis So, 14.4.

DER GOLDENE HANDSCHUH

Horror mit Knackwurst und
Tampon-Günther, Doornkaat-Max und Soldaten-Norbert, es ist ein wahrlich skurriles Parallel-Panoptikum, das sich allabendlich in der Hamburger Kiezkneipe "Der Goldene Handschuh" versammelt, um hier die Zeit totzuschlagen – und manchmal vielleicht auch Menschen. Einer der Stammgäste ist Fritz Honka, ein vom Leben in jeder Hinsicht deformiertes Faktotum, das später als "Jack the Ripper" von St. Pauli schaurige Berühmtheit erlangen wird. Akins Schocker ist drastisch, explizit, hemdsärmelig, unerschrocken – und eine Liebeserklärung an ein Hamburger Milieu der 1970er Jahre. Und wenn er auch von abstoßenden Menschen erzählt, blickt sein Film aber auf sie nicht mit Verachtung, Zynismus oder Ironie. Es ist dieser Blick, der diesen Film auszeichnet. Das zeigt sich bei den Figuren, aber auch im Produktionsdesign, das herrlich schäbig und verranzt ist, da wird der Dreck auf der Straße endlich mal im Kino sichtbar.
(Deutschland 2019, 110 Min.)
Sa, 6.4.
bis Mi, 10.4.

LUZ

Vater unser, wieso bist du solch ein Wichser?
Eine verregnete Nacht, ein kaum besuchtes Polizeirevier und eine junge Taxifahrerin, der Schlimmes bevorsteht – das sind die Grundzutaten für diesen in 16mm gedrehten Erstling von Tilman Singer. Hinzu kommt allerdings noch ein Dämon, der von eben jener Taxifahrerin Besitz ergreifen will. Diese gelungene Symbiose von Handlung, Set-Design, Musik baut nicht unbedingt auf Schocks, Blut und Ekel, sondern auf ein Nervenzerren, ein Unter-die-Haut-gehen, ist eine Art Kammerspiel, doch in der Kammer steckt alles drin, was einen Horrorfilm ausmachen sollte. In dieser aus Zeit und Ort gefallene Verneigung vor alten Horrorfilmen, die sich aber nicht an dessen Gesetze und Erwartungen hält, schwingt vieles mit, was nicht von heute ist. Ein löblich kurzes Werk ebenso rätselhaft wie nichtssagend, atmosphärisch wie surreal.
(Deutschland 2018, 70 Min.)
Fr, 28.3.
bis So, 31.3.

NOVEMBER

Großes Kino aus dem kleinen Estland
Herbst in einem Dorf in Estland irgendwann im 19. Jahrhundert. Werwölfe, Geister und die Pest treiben ihr Unwesen, während die Bauern versuchen, den Winter zu überleben. Und dafür ist jedes Mittel recht! Auch der Pakt mit dem Teufel. Denn das Leben auf dem Land ist so hart, wie Mart Taniels wunderschönes Schwarz-Weiß kontrastreich ist.
Man neigt ja dazu, alles schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Was uns aber der estnische Regisseur Rainer Sarnet nach einem Roman seines Landsmanns Andrus Kivirähk vorführt, trifft einen völlig unvorbereitet. Es ist ein zauberhaftes Märchen aus einer Zwischenwelt, eine poetischen Winterreise voll grandioser Einfälle, voll trauriger, schräger und schlicht schöner Momente. Einen solchen Film bekommt man nur alle paar Jahre zu sehen. Einen Film, der so etwas wie ein Universum kreieren kann, mit einer visuellen Poesie, die sich um die Realität nicht schert, die surreal ist, aber manchmal auch ganz geerdet. Ein Film, der sich der Motive der schwarzen Romantik bedient, aber auch archaischer Mythen. Gedreht in einem Schwarzweiß, das man heute vielleicht nur bei Pawlikowski sieht oder früher bei Tarkovskij gesehen hat.
(Estland, Deutschland 2017, 115 Min.)
Fr, 15.3.
bis Sa, 16.3.

HELLRAISER: Das Tor zur Hölle

Unterm Dach ist die Hölle los
Nach seinem Roman THE HELLBOUND HEART schuf der britische Horrorautor Clive Barker (laut Stephen King „die Zukunft des Horrors“) sein Langfilmdebüt, das mit „Pinhead“ eine Ikone des Horrors etablierte. Erstmals 2011 ist dieser Horrorklassiker von 1987 auch in Deutschland ungekürzt verfügbar und kann nun in der ungeschnittenen, digitalisierten Fassung auf der großen Leinwand bestaunt werden.
Das Ergebnis beeindruckt, was weniger an der Handlung und viel an den Effekten liegt. Die Geschichte um den durchtriebenen Herumtreiber Frank Cotton, der der Welt abhandenkommt, als er einen mysteriösen Würfel, eine Art Puzzlebox, öffnet und Jahre später den Ort seines Verschwindens heimsucht, dient auch Barker lediglich als dünne Folie, vor der er sein groteskes Spektakel abspult. Das aber hat es dank eimerweise Blut und faszinierend-fürchterlichen Wesen aus einer anderen Dimension bis heute in sich. Bei allem Schauder, der erfreulicherweise fast ohne jump scares auskommt, ist Hellraiser auch immer Körperkino, dessen sadomasochistische Exzesse das Terrorkino eines Eli Roth oder Alexandre Aja vorwegnehmen. Also keine Empfehlung für jemanden, der sich selbstironischen Teenie-Slasher oder einen subtilen Horrorthriller erwartet.
(Großbritannien 1987, 93 Min.)
Do, 28.2.
bis Sa, 3.3.

CLIMAX

Ein Tanz auf dem Vulkan, der Abgrund ist der Höhepunkt
Vor einer großen USA-Tournee feiert eine exaltierte Tanzgruppe und dabei wird viel Sangria getrunken. Doch die stellt sich als verhängnisvoll heraus, denn LSD ist in der Bowle gelandet. Skandalregisseur Gaspar Noé choreografiert den kollektiven Rausch und Kontrollverlust der Feiernden und erreicht den Höhepunkt in seinem filmischen Schaffen. Noés Freude am Schabernack und an der Geschmacklosigkeit durchzieht diesen abgründigen Sog aus Exzess und reinster Physis, der Film wirkt in seiner euphorischen Hinwendung zu Klang, Ritual und Musik wie das Remake des Hexenschockers „Suspiria“ von Dario Argento, der derzeit als tolle Neuinterpretation von Luca Guadagnino im Kino zu sehen ist. Noé manipuliert politische Kampfbegriffe herbei und spielt sie gegeneinander aus, arbeitet in der Beschleunigung seines Films stets musikalisch, nie didaktisch. Am Ende hat nur Substanz, was direkt und unverdünnt übers Auge läuft. Seine Philosophie dabei: niemals werten, nur zeigen, auch wenn die ganze Welt auf einem schlechten Trip ist.
(Frankreich 2018, 93 Min.)
Do, 14.2.
bis Sa, 16.2.

THE HOUSE THAT JACK BUILT

Gewalt für Genießer oder zur Hölle mit Lars von Trier!
Jack ist ein hochintelligenter Mann und sieht sich als Künstler, nur hat er ein schreckliches Hobby: Er will morden. In den 70er Jahren wird er zu einem Serienkiller und riskiert immer mehr. Die längste Zeit ist er, der tagsüber als Ingenieur arbeitet, daran gescheitert, seine Ambitionen als Architekt umzusetzen. Aber am Ende steht das Haus, das Jack bauen will, doch. Erst als es fast zu spät ist, fällt dem Serienkiller ein, dass er die zahllosen Leichen, die er in zwölf Jahren angesammelt hat, zum Bau nutzen könnte. Et voilà, ein Werk aus Leichen entsteht, sein ultimatives Kunstwerk, ein Haus, das, nun ja, Hand und Fuß hat.
Es gibt Künstler, die Marotten haben, Pseudokünstler, die ebenfalls Marotten haben und deshalb oft nicht leicht von den ersten zu unterscheiden sind. Und es gibt Pseudokünstler, die Leichenberge produzieren. Um es großzügig zu formulieren: Lars von Trier hat eine Neigung zur metaphysischen Überhöhung der Gewalt, ob nun den Blutorgien ein beachtlicher Tiefsinn zugrunde liegt oder ob es sich hier um eine Provokation um ihrer selbst willen handelt, das zu beurteilen, überlassen wir dem werten Zuschauer.
(Dänemark, Frankreich, Deutschland, Schweden 2018, 153 Min.)
Do, 7.2.
bis Mo, 11.2.

KILLING GOD - Liebe Deinen Nächsten

Wenn vier Armleuchter über das Schicksal der Menschheit entscheiden...
Eine Familie bereitet sich in einem abgelegenen Haus mitten in den Wäldern auf den Silvesterabend vor, als plötzlich ein kleinwüchsiger Mann die Ruhe stört und behauptet Gott zu sein. Nur sieht er eher aus wie ein Landstreicher, flucht dazu noch wie ein Droschkenkutscher, säuft wie ein Loch und führt sich auf wie ein größenwahnsinniger Mini-Diktator. Was passiert also, wenn Gott zur Weihnachtszeit persönlich vorbeikommt, aber keine frohe Botschaft zu verkünden hat, im Gegenteil: Am nächsten Tag hat er vor, die gesamte Menschheit auszulöschen und die Anwesenden sollen die beiden Überlebenden bestimmen. Eine bewusst grenzwertige, originelle und bitterböse Groteske, die auch dank eines überzeugenden Schlussakts, in der jegliche Hemnisse über Bord geworfen werden, durchaus gelungen ist.
Und noch ein kleiner Tipp: keinesfalls bei den ersten Titeln des Abspanns aufstehen und das Kino verlassen!
(Spanien 2017, 92 Min.)
Do, 7.2.
bis Fr, 8.2.

FIREFLASH - Der Tag nach dem Ende

Es ist Endzeit: Mad Max meets Snake Plissken
Das New York des Jahres 2019 liegt wie der Rest der Welt nach einem Atomkrieg in Schutt und Asche. Die Menschheit hat sich aufgeteilt in Mutanten, die panamerikanische Macht (eine Art Elite auf Auswanderungskurs auf einen umliegenden Planeten) und die Euraker (eine faschistoide Gruppe Überlebender, die eine neue Weltordnung errichten will). Und mittendrin der furchtlose Parsifal auf Rettungsmission, ein luschiger Held mit noch wuschigerer Frisur, der wie weiland Max Rockatansky durch das wüste Hinterland braust und sich bei eigenwilligen Autorennen Geld, nacksche Weiber und das Recht zu töten erkämpft. Das Ganze eine krude Remake-Mixtur aus „Mad Max“ und „Die Klapperschlange“, mit unbekümmert billigen und doch detailreich ausgestatteten Settings, durch die der Held von einer Schachmaten-Actionszene zur nächsten hetzt. Und so kommt man auch kaum dazu, sich wegen der abstrusen Geschichte vors Hirn zu schlagen, da immer wieder mal herrlich sinnlose Splattereffekte gezündet werden. Also herrlich dämlich ist das Konglomerat aus verschiedensten Filmklassikern, das es immerhin eine ganze Weile auf dem deutschen Index gebracht hat, allemal und gleichzeitig sind es gerade seine schrägen Ideen, die „Fireflash“ durch die Bank unterhaltsam machen. Eine Perle aus den Endzeitfilmen und für Trash Fans ein Must Have und Must see!
(35mm, Italien 1982, 89 Min.)
Fr, 1.2.
bis So, 3.2.

SUSPIRIA

Wenn Arthouse den Horror küsst und auf dem Blocksberg tanzt!
Unter nicht wenigen Filmfreunden sind Remakes eine der Unsitten der derzeitigen Filmlandschaft. Deshalb gab es nicht wenig Stirnrunzeln als bekannt wurde, dass der Arthouse-Regisseur Luca Guadagnino sich an einer Neuauflage von Dario Argentos „Suspiria“ aus dem Jahr 1977 versucht, einem Horrorfilm, der inzwischen nicht nur unter Freunden des Genres als Kultfilm gilt. Aber sehet und staunet, trotz seiner etwas langen Laufzeit lässt einen dieser Film bis zum bitteren Ende, welches im Gegensatz zum Original wirklich ein absoluter Höhepunkt ist, nicht mehr los. Wer es schafft, sich aus dem Schatten des Originals zu lösen, den erwartet ein überraschend eigenständiger, psychologischer und exzessiver Horrorthriller, der so richtig verkopft bis auf das Grundthema nichts mehr mit dem Original zu tun hat. Eine absolute Antithese zum Urwerk: Statt einem farbenfrohen „Nichtort“ Freiburg wird uns ein nur allzu deutlich im deutschen Herbst verortetes Berlin präsentiert. Alles ist grau und trist, aus omnipräsenten Radios plärren fortwährend Nachrichten über die neuesten RAF-Taten. Die Mauer überragt die Szenerien und wirft unheilvolle Schatten auf wie leergefegte Straßen.
Man kann über das Remake viel reden und schreiben, über den fantastischen Soundtrack von Thom Yorke (Radiohead), über die vielen Metaphern, die der Film hat, die Bedeutung der Rollen, der Story, ob es sich um einen feministischen Film handelt oder er den Feminismus sogar kritisiert, Luca Guadagnino hat Argentos blutigen Hexensabbat auf fesselnde Weise umgedeutet. Vergessen wir also den Unsinn von wegen Remake: Guadagninos „Suspiria“ und Argentos „Suspiria“ sind grausame Verbündete im Geiste, Schwestern, wie die Mutter der Seufzer, die Mutter der Schatten und die Mutter der Tränen, um die es in beiden Filmen geht. Ein unbestrittenes Highlight des letzten Kinojahrs für die Freunde der dunklen Seite.
(Italien 2018, 98 Min.)
Do, 24.1.
bis Sa, 26.1.

MANDY

Ein abgefuckt-nostalgischer LSD-Trip auf Höllenfahrt
In einer Heimkinowelt, in der Nicolas Cages Gesichtsgymnastik den allergrößten DVD-Gurken allein mit seinem wilden Grimassieren noch etwas Leben einhaucht, muss schon etwas sehr verrücktes daherkommen, um seiner Mimik eine neue Dimension einzuhauchen. Denn wenn Cage vom braven Holzfäller zum Racheengel an den Mördern seiner titelgebenden Freundin mutiert, sich vor einer gelb-orangenen 80er-Jahre-Blümchentapete ganz ohne CGI und grüne Farbe als wütender Hulk auf Rachemission outet, dann schießt der Wahnsinnspegel nicht nur endgültig in ungeahnte Höhen, es entsteht dabei auch noch unter der Regie von Panos Cosmatos eine der ästhetisch und akustisch ambitioniertesten Horrorerfahrungen seit vielen Jahren. Denn untermalt wird das Gemetzel stets von Jóhann Jóhannssons letztem Score. Der Synth-Komponist, der schon für seine außerweltlichen Soundtracks für Filme wie „Arrival“ bekannt wurde, schöpft hier nochmals aus den Vollen und würde die Synth-Götter der 80er wahrlich mit Stolz erfüllen.
(USA 2018, 121 Min.)
Sa, 29.12.2018
bis Mi, 2.1.2019

BAD TIMES AT THE EL ROYALE

Zimmer mit Todessaussicht, mit falschen Spiegeln und doppeltem Boden
Es ist das Jahr 1969, eine Zeit des Umbruchs und Übergangs, in der der poppige Girl-Group-Sound von psychedelischem Rock und rauem Soul abgelöst wird und die Flower-Power-Bewegung endgültig ihre Unschuld verliert. Liebevoll konstruiert findet sich dieses Motiv des Übergangs sowohl in den Protagonisten, die sich alle an einer Schwelle in ihrem Leben befinden, als auch im Motel „El Royale“ selbst wieder, durch das die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada verläuft und in dem der Preis einer Tasse Kaffee davon abhängt, in welchem Bundesstaat man sich befindet. Nur dieses Hotel ist die Hölle - und verdient dennoch die beste Bewertung: Drew Goddards bösartige Hommage an die Sixties begeistert als brutal überbordende Kinofantasie. Vermeintlich satt gehört, gelesen und geschaut, glauben wir zwar an den Reiz der Variation, jedoch kaum noch an die Möglichkeit wirklicher Überraschungen. Mit Herz und Hirn verstehen sich Goddard und sein prominenter Cast darauf, unsere Erwartungshaltungen in einem Moment genüsslich zu befriedigen, um sie im nächsten verblüffend zu unterlaufen. Unser Film zum Jahreswechsel, in dem uns Cynthia Erivo mit atemberaubenden A-cappella-Interpretationen alter Motown-Songs berauscht!
(USA 2018, 142 Min.)

DetailsIn memoriam - Agnès Varda

Agnès Varda galt als Revolutionärin des französischen Kinos und erhielt für ihre außergewöhnliche Regie-Arbeit zahllose Preise. 2019 ist sie im Alter von 90 Jahren gestorben.
Eine kleine Königin am Rande des Kinos. So sah sich Agnès Varda selbst und diese Bezeichnung passte. In mehr als 60 Jahren Karriere hat die kleine, quirlige Filmemacherin mit dem Pagenkopf das französische Kino revolutioniert, ohne je einen Blockbuster produziert zu haben.
"Ich habe die Besonderheit, mich außerhalb der Norm zu bewegen mit meiner Arbeit, am Rande. Und ich glaube, ab und an mögen Menschen diesen anderen Blick, sie mögen es, besondere Filme anzuschauen."

Ein Nachruf Jedes Gesicht hat eine Geschichte

So, 23.6.
bis Di, 25.6.2019

AUGENBLICKE: Gesichter einer Reise

Eine poetische "Road-Doku" von der "grand mére" der Nouvelle Vague
In der Dokumentation der Regie-Ikone Agnès Varda und des Streetart-Künstlers JR begeben sich die beiden in ihrem einzigartigen Fotomobil auf eine gemeinsame Reise durch Frankreich, bei der sie allerlei Geschichten erleben und die Gesichter der Menschen, die ihnen begegnen, in überlebensgroßen Bildern festhalten - vom Briefträger, über den Fabrikarbeiter bis zur letzten Bewohnerin eines Straßenzugs in einem ehemaligen Bergbaugebiet. Die riesigen Porträts werden an Fassaden, Züge und Schiffscontainer gemalt, die Landschaft wird dadurch zur Bühne für die Kunst. Während ihrer Reise entsteht zwischen dem 33-jährigen Fotografen und der 89-jährigen Nouvelle-Vague-Regisseurin eine enge Freundschaft...
(Frankreich 2017, 89 Min.)
Mi, 26.6.
bis Mo, 1.7.2019

DIE STRÄNDE VON AGNÈS

Ein Fest des Kinos
Die bedeutendste französische Dokumentarfilmerin Agnès Varda hat im Alter von 80 Jahren ihre eigene Biografie träumerisch verspielt dokumentiert. Damit hat sie sich und ihrem Publikum zum runden Geburtstag ein Geschenk gemacht, einen wunderbaren Film über ihr Leben, ihre Filme und darüber, wie man sich erinnert – ein ebenso verschachteltes wie verschmitzt-nachdenkliches Essay über das eigene Leben und das Kino. Der mit dem César für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnete Film ist ein faszinierendes Kaleidoskop aus Bildern und Erinnerungen an Menschen, Orte und Landschaften im Leben der Filmemacherin. Wer sich für den französischen Film im Allgemeinen und für Agnès Varda im Besonderen interessiert, für den ist dieser Film eine wahre Fundgrube an Bildern, Eindrücken und Gedankensplittern. Niemals bequem, aber stets voller Überraschungen. Kurzum: Ein Fest des Kinos. Und damit dem damals 80. Geburtstag dieser großen Regisseurin angemessen. Manchmal macht man sich eben die schönsten Geschenke selbst.
(Frankreich 2009, 108 Min.)

Details20. Landshuter Kurzfilmfestival

Vom 21. - 24.3. spielen wir im Kinoptikum folgende Blöcke, alles weitere unter KFF 2019 oder unter dem jeweiligem Link.

  Donnerstag
21.03.
Freitag
22.03.
Samstag
23.03.
Sonntag
24.03.
 14:00 » Kurzes für Kids 2
 
 15:00   » Kurzes für Kids 1
 
 16:00
  » DOK Block 2
 17:00
  » DACH Wettbewerb 11 » DACH Wettbewerb 6
 18:00  
  » DOK Block 1
 19:00
 
 20:00 » DACH Wettbewerb 4 » DACH Wettbewerb 3
 
 21:00 » DACH Wettbewerb 7
 
 22:00
  » DACH Wettbewerb 8 » DACH Wettbewerb 10
 23:00
 
 00:00

DetailsHeimatkino: Filme aus heimischer Produktion

Do, 3.1.
bis So, 13.1.2019

SCHLUCHTENFLITZER

Ich möcht frei sein, so richtig frei mit Hans Brenner, Ruth Drexel und Eva Mattes
Mit Laiendarstellern erzählt der Film die Geschichte einer unglamourösen Clique von Provinzjugendlichen aus Niederbayern, die mit frisierten Mopeds zur Dorfdisco flitzen und vom großen Aufbruch träumen. Im Mittelpunkt steht der Schreinerlehrling Andy. Er streitet mit seinen Eltern, sehnt sich nach Unabhängigkeit und lernt Roswitha, ein Mädchen aus München kennen – seine erste Liebe, die sich jedoch nicht fest an ihn binden will. Als Andys Vater durch einen Leitersturz überraschend stirbt, muss er sich entscheiden, denn seine Mutter drängt ihn, den Hof zu übernehmen.
(D 1979, 113 Min.)
Wir danken dem Regisseur Rüdiger Nüchtern, der uns die originale 35mm-Filmrolle zur Verfügung gestellt hat!
» Ein Interview mit Rüdiger Nüchtern
Di, 22.1.
bis So, 27.1.

25 KM/H

Geht's nicht noch ein bisschen langsamer?
Im Schwarzwald herrscht ein anderes Tempo, wie der Turbokapitalist Christian (Lars Eidinger) bald bemerken muss, als er in seine Heimat Löchingen zurückkehrt, da sein Vater gestorben ist. Bei der Beerdigung stehen sich die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian nach Jahrzehnten erstmals wieder gegenüber. Doch statt einer herzlichen Umarmung gibt’s erstmal ein paar aufs Maul. Die Spiellust und die feine Selbstironie des Duos sorgt dafür, dass man ihnen gerne auf dem Roadtrip quer durch Deutschland auf klapprigen Mofas folgt. Sie verleihen dem Ganzen einen sympathischen Retrocharme, der beweist: Für die große Freiheit muss es gar nicht immer der Highway und die Harley sein. Manchmal reichen eine Landstraße, ein Mofa und ein paar abseitige Ideen.
(Deutschland 2018, 116 Min.)
Do, 17.1.
bis So, 20.1.

HAMBURGER GITTER

Remember Genua 2001: Chilenische Nächte in Hamburg
»Der Film demaskiert einen Staat, der mit allen Mitteln die Kontrolle behalten wollte und sie doch – oder gerade deswegen – verlor.« (TAZ): 31.000 Polizisten, brennende Autos, 20 Regierungen zu Gast - eine traumatisierte Stadt. Auch ein Jahr nach dem G20-Gipfel sucht die Polizei noch mit allen Mitteln nach hunderten Verdächtigen, die Politik fordert harte Strafen, die Gerichte leisten Folge und die wenigen kritischen Stimmen verblassen im allgemeinen Ruf nach Law and Order. Der Film entstand quasi ohne Budget, aus bestehenden Aufnahmen. Seine bloße Existenz ist Grund zur Hoffnung, damit wir nicht vergessen, uns die Frage zu stellen: War dieser Ausnahmezustand der Startschuss für eine neue Normalität?
(Deutschland 2018, 80 Min.)
Di, 29.1.
bis Do, 31.1.

IN MY ROOM

Postapokalyptisches Deutschland: Das große Verschwinden
Ein Film mit vielen Gesichtern: Ein realistischer über das Fantastische, eine philosophische Studie über Liebe, Einsamkeit und die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet; eine dystopische Utopie, ein leiser Thriller über das Ende der Welt und ihren Anfang. Ein Film, um zu staunen und sich selbst Fragen zu stellen: Wo wäre in diesem unwahrscheinlichen Falle, in einer ähnlichen Situation denn mein Platz in der Welt? Und: Muss ich wirklich darauf warten, dass so etwas geschieht? Oder beginne ich nicht lieber schon heute damit – auch mit dem Risiko zu scheitern?
(Deutschland 2018, 120 Min.)

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut

Am ersten Dienstag um 18:30 Uhr und
am ersten Mittwoch um 21 Uhr des Monats
Di, 8.1.
Mi, 9.1.2019

BIG TIME

5 Jahre lang war Regisseur Kaspar Astrup Schröder dabei, als der dänische Architektur-Star Bjarke Ingels an schwierigen Planungstreffen teilnahm, gigantische Baustellen besuchte und royalen Gebäudeeinweihungen beiwohnte. Mit nur 43 Jahren ist der Däne „einer der größten Stars der Architekturwelt“ (The Wall Street Journal). Ingels’ kühne und höchst originelle Bauwerke wie das VIA 57 West am New Yorker Central Park oder der Wohnhaus-Komplex Mountain Dwellings in Kopenhagen, die er mit seiner Firma entwirft und umsetzt, werden mit Preisen überhäuft und als Ikonen gefeiert.
(Dänemark 2018, 90 Min.)
Di, 5.2.
Mi, 6.2.

LOVE, CECIL

Der Dandy, Jahrhundertfotograf, Kostümdesigner und Innenarchitekt Cecil Beaton (1904-1980) bestimmte den Look von Audrey Hepburn, machte ein Portrait von Marilyn Monroe und verkehrte mit Greta Garbo - er hatte den Zugang und das Talent, um den Stil der Stars des 20. Jahrhunderts zu prägen. Die Regisseurin Lisa Immordino Vreeland widmet sie sich nun Cecil Beatons Karriere – jedoch weniger in technischer Hinsicht, im erster Linie geht es um seine Persönlichkeit, seinen Antrieb, seinen Status eines Emporkömmlings von frühester Jugend an. (USA 2018, 99 Min.)

Di, 5.3.
Mi, 6.3.

LEANING INTO THE WIND: ANDY GOLDSWORTHY

Thomas Riedelsheimer hat nach seinem Film „Rivers and Tides -Andy Goldsworthy working with Time“ (2000) über den in Schottland lebenden und arbeitenden Künstler diesen erneut über mehrere Jahre filmisch begleitet. Goldsworthy ist inzwischen bekannter geworden. Der Film untersucht die Spuren, welche die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen haben. Dabei ist Andy Goldsworthy wieder ein offener und verschmitzter Erzähler, während Riedelsheimer das Universum seines Protagonisten in Bilder und Töne fasst. Ein trotz vieler Emotionen erfreulich unaufgeregter Films, der den britischen Land-Art-Star bei seinem künstlerischen Tagwerk begleitet.
(Deutschland 2016, 97 Min.)
Di, 2.4.
Mi, 3.4.

HÄUSER FÜR MENSCHEN. Humaner Wohnbau in Österreich

80% der Österreicher träumen vom freistehenden Einfamilienhaus mit Garten - allen individuellen und gesellschaftlichen Nachteilen zum Trotz, ungeachtet der ökologischen und volkswirtschaftlichen Folgen. Der Stadtplaner Reinhard Seiß zeigt in seinem Dokumentarfilm, dass es Alternativen dazu gibt, die sowohl eine umfassende Wohnzufriedenheit als auch eine hohe Nachhaltigkeit des Wohn- und Siedlungsbau ermöglichen, ob im städtischen, vorstädtischen oder suburbanen Raum, sowohl heute wie schon vor 40 Jahren.
(Österreich 2013, 125 Min.)

Di, 7.5.
Mi, 8.5.

RENZO PIANO - Architekt des Lichts

Der Filmemacher Carlos Saura und der Architekt Renzo Piano persönlich, geben im Dokumentarfilm Einblick zur Beziehung zwischen Architektur und Film. Dabei steht vor allem das Museum Centro Botin im Zentrum, ein Gebäude, das Renzo Piano entwarf und im spanischen Santander steht. Carlos Saura versucht mit seinem Film die Magie, dass dieses gigantische Museum um gibt, einzufangen. Obwohl das Centro Botin erst 2017 fertiggestellt wurde, steht für die Bewohner Santanders schon jetzt fest, dass das Museum die Seele der Stadt nachhaltig verändern wird. Der spanische Regisseur Carlos Saura begleitet Piano bei den unterschiedlichen Entstehungsphasen des Gebäudes, vom Entwurf auf dem Papier bis hin zu einem fertigen Museum.
(Spanien 2018, 70 Min.)
Di, 4.6.
Mi, 5.6.

TASTE OF CEMENT - Der Geschmack von Zement

In den strahlend blauen Himmel über Beirut wachsen neue Wolkenkratzer mit Traumblick auf das Mittelmeer. Tagsüber werden sie von syrischen Bauarbeitern hochgezogen; in deren Heimat Syrien zerstört der Krieg zur gleichen Zeit ihre eigenen Häuser. In der Nacht zwingt eine Ausgangssperre die Arbeitskräfte, in das Innere der Zementriesen hinabzusteigen, wo sie kochen, schlafen und hoffen. Sie dürfen die Baustelle nicht verlassen. Bilder, die sich ins Gedächtnis eingraben, so schön und so schrecklich sind sie... Mit beeindruckender Konsequenz verfolgt Ziad Kalthoum sein Konzept eines Filmessays über Zerstörung und Neubeginn.
Wer bereit ist, sich auf diesen hoch anspruchsvollen Film einzulassen, dem steht eine emotionale und intellektuelle Erfahrung bevor, wie sie nur selten im Kino gelingt.
(Deutschland, Libanon, Syrien, VAR, Katar 2017, 89 Min.)

Di, 2.7.
Mi, 3.7.

JULIAN SCHNABEL - A Privat Portrait

Extravaganz, Provokation und Genie sind nur einige Schlagworte, die immer wieder im Zusammenhang mit Julian Schnabel fallen. Die Dokumentation dringt tief in den Kosmos der New Yorker Kunstikone ein und lässt Weggefährten wie Laurie Anderson, Jean Michel Basquiat, Bono, Willem Dafoe, Jeff Koons oder Al Pacino zu Wort kommen. Pappi Corsicato blickt in dem Porträt seines Freundes hinter die Fassade des prominenten Malers und Filmemachers und offenbart den Menschen hinter dem Künstler. Spannend und faszinierend ist Schnabels Leben ohne Frage, insofern kann auch ein unkritischer Film wie dieser gar nicht uninteressant sein, auch wenn die Intention Schnabels, sich selbst ein Denkmal zu setzen, in ihrer Durchsichtigkeit und angesichts seiner Selbstgefälligkeit zumindestens bei einem Teil der Zuschauer nach hinten losgehen dürfte.
(Italien 2017, 85 Min.)
Di, 6.8.
Mi, 7.8.

SCALA ADIEU - Von Windeln verweht

2017 wurde in Konstanz am Bodensee die fünfte Filiale einer der größten europäischen Drogeriemarktketten eröffnet, was bei den Süddeutschen für großen Widerstand sorgte. Denn bis 2016 waren die Räumlichkeiten der Drogerie der Filmkultur und damit dem „Scala Filmpalast“ vorbehalten. Die Schließung des Programmkinos bedeutet für viele Konstanzer, dass ihre Innenstadt und die Kultur sich verändern. Als Regisseur Douglas Wolfsperger Konstanz und den Scala Filmpalast 2016 besuchte, waren die Proteste der Bürger gegen die Schließung des Filmpalastes zu diesem Zeitpunkt in vollem Gange. In seiner über Crowdfunding finanzierten Dokumentation spricht er mit Filmenthusiasten und nüchternen Bürokraten aus der Stadtverwaltung.
Ein Trauerspiel in einer von kommerziellen Interessen gesteuerten Möchtegern-Großstadt, aber auch eine muntere Lektion in bürgerlichem Ungehorsam, die den unterhaltsamen, kleinen Film zum Ausgangspunkt für (hoffentlich) viele Diskussionen macht.
(Deutschland 2018, 83 Min.)

DetailsKinderKino im Kinoptikum - für klein und GROSS

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 4 Euro
Januar 2019
So, 6.1.2019

PIPPI IM TAKA-TUKA-LAND

Während die Eltern von Tommy und Annika verreist sind, soll Pippi auf die beiden aufpassen. Eine schöne Zeit mit vielen aufregenden Spielen beginnt für die drei, bis Pippi durch eine Flaschenpost von der Gefangenschaft ihres Vaters durch Piraten erfährt. Sie macht sich auf nach Taka-Tuka-Land, um ihn zu retten. Da sie Tommy und Annika nicht allein lassen darf, nimmt sie die beiden gleich mit.
(Schweden 1970, 87 Min., empf. ab 6 Jahren)

Sa, 5.1.

JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER

Platz ist auf der kleinsten Insel: Jim Knopf, sein Freund Lukas der Lokomotivführer und die Dampflok Emma ziehen von der kleinen Insel Lummerland hinaus in die Welt. Ihre Reise führt sie in das Reich des Kaisers von Mandala und auf die abenteuerliche Suche nach seiner entführten Tochter Li Si. Gemeinsam wagen sich die drei in die Stadt der Drachen, um die Prinzessin zu befreien und das Rätsel um Jim Knopfs Herkunft zu lösen. Ein temporeiches, liebevoll ausgestattetes Märchen für die ganze Familie, für Nostalgiker, die der legendären Aufzeichnung der Augsburger Puppenkiste nachhängen ebenso wie für Neulinge
(Deutschland 2017, 110 Min., empf. ab 6 Jahren)

Sa, 12.1.
So, 20.1.

DAS SAMS IN GEFAHR

Nach elf Jahren kehrt das Sams zu Herrn Taschenbier zurück - diesmal, um dessen schüchternen Sohn Martin auf die Sprünge zu helfe. Nach anfänglicher Eifersucht entdeckt dieser schnell die Vorzüge des Sams: die Wunschpunkte. Und schon geht es los. Martin wünscht, was das Zeug hält, und verändert gezielt seine Welt nach seinen Vorstellungen. Doch es kommt, wie es kommen muss.
(Deutschland 2003, 101 Min., empf. ab 6 Jahren)

So, 13.1.
Sa, 19.1.
Kinderfilme im Kinoptikum

KIDBUSTERS

Andreas, Oskar, Winni und ihr kleiner Bruder Bertram haben es nicht leicht: Ihr Vater sitzt im Gefängnis, ihre Mutter arbeitet sogar nachts, um über die Runden zu kommen. Und als ihr Vater endlich aus dem Knast entlassen wird, werden sie auch noch wegen ausstehender Mietzahlungen aus ihrer Wohnung geworfen. Ihr Onkel Georg, bei dem sie unterkommen, hat einen Plan, wie sie zu Geld kommen können: Er will Bernhard, einen Jungen aus reichem Hause, entführen und Lösegeld erpressen. Bernhard aber, der immer alleine ist und endlich mal etwas erlebt, findet das ganz aufregend und gar nicht so schlimm. Aber dann verdirbt Bernhards zwielichtiger Butler alles...
(Dänemark 2017, 82 Min., empf. ab 8 Jahren)

Sa, 26.1.
So, 3.2.

KUDDELMUDDEL BEI PETTERSSON & FINDUS

Kater Findus wünscht sich sehnlichst, groß zu sein. Sein Wunsch geht in Erfüllung, doch ganz anders als erwartet. Denn sein Herrchen Pettersson schrumpft gleichzeitig zu Katzengröße, so dass nun Findus alles im Haus erledigen muss und die Verantwortung trägt. Vor schwierige Probleme stellt die beiden außerdem, dass Pettersson sein Gedächtnis verloren hat und zwar so komplett, dass er gar seinen besten Freund Findus vergisst...
(Schweden 2009, 68 Min., empf. ab 5 Jahren)

So, 27.1.
Sa, 2.2.

WIR KAUFEN EINE FEUERWEHR

Matti ist traurig, weil er niemanden zum Spielen hat. In den Kindergarten darf er nicht, weil seine Mutter wegen der knapp einjährigen Zwillinge nicht arbeiten kann. Doch plötzlich wird alles anders - durch die Begegnung mit Herrn Clasen. Er nimmt Matti mit in seine Werkstatt, die dem Jungen mit ihren vielen Werkzeugen und Autoteilen wie ein Paradies erscheint, und auf einen Lagerplatz für Autowracks. Matti entdeckt dort eine alte Feuerwehr, und Clasen, der im Lotto gewonnen hat, kauft sie. Gemeinsam mit den Kindern der Nachbarschaft wir die Feuerwehr wieder hergerichtet. Die erste Fahrt ist für alle ein großes Ereignis, und die Feuerwehr mit ihrer ungewöhnlichen Besatzung kommt sogar richtig zum Einsatz.
(DDR 1970, 62 Min., empf. ab 6 Jahren)

Februar 2019
Sa, 9.2.
So, 17.2.

MEIN FREUND, DIE GIRAFFE

Welches Kind wünscht sich nicht eine sprechende Giraffe als besten Freund? Der kleine Dominik hat das Glück, neben dem Zoo aufzuwachsen und sich seinen Geburtstag mit der sprechenden Giraffe Raff zu teilen. Nicht zuletzt deshalb sind die beiden ein Herz und eine Seele. Doch als der Junge eingeschult wird, bekommt die tierische Freundschaft erster Risse. Denn ganz offensichtlich ist es Raff nicht gestattet, den Schulalltag mit Dominik zu bestreiten. Für die beiden eine Herausforderung, die sie mit viel Charme, neuen Freunden und Einfühlungsvermögen meistern werden...
(Niederlande, Belgien, Deutschland 2017, 74 Min., empf. ab 5 Jahren)

So, 10.2.
Sa, 16.2.

BLANKA

Blanka gehört zu den vielen elternlosen Kindern, die sich auf den Straßen von Manila durchschlagen. Aber sie ist cleverer als andere Kids, furchtlos und selbstbewusst. Eines Tages fühlt sie sich magisch abgezogen von den Gitarrenklängen eines älteren, blinden Straßenmusikers. Auf ihre eigenwillige Art nimmt sie Kontakt mit ihm auf. Peter, so sein Name, erweist sich als Mensch mit großem Herz. Doch es gibt auch praktische Gründe für die Annäherung der beiden. Peters Einnahmen steigen, wenn Blanka beim Publikum das Geld für ihn einsammelt. Er ermuntert Blanka zum Singen. Bald bietet sich den beiden die Chance, in einem Restaurant aufzutreten...
(Italien, Japan, Philippinen 2015, 77 Min., empf. ab 8 Jahren)

Sa, 23.2.
So, 3.3.

ERNEST & CELESTINE

Mäuse und Bären können keine Freunde sein. Die Mäusekinder im Internat tief unter der Erdoberfläche lernen dies schon von klein auf. Nur die Waise Célestine will nicht so recht an die Geschichte vom großen, bösen Bären glauben, die ihr immer wieder erzählt wird. Sie würde gerne einmal einen Bären kennen lernen. Und tatsächlich scheint der Bär, der ihr da plötzlich gegenübersteht, erst einmal sehr gefährlich zu sein. Denn Ernest ist furchtbar hungrig. Weil Célestine ihm aber einen Keller voller Süßigkeiten zeigen kann, verschont er die kleine Maus. Die beiden werden zu besten Freunden.
(Frankreich, Belgien, Luxemburg 2012, 80 Min., empf. ab 6 Jahren)

So, 24.2.
Sa, 2.3.

EMIL UND DIE DETEKTIVE (1954)

Emil Tischbein aus dem kleinen norddeutschen Städtchen Neustadt darf die Sommerferien bei seiner Großmutter in Berlin verbringen. Auf der Zugfahrt dorthin lernt Emil den „freundlichen“ Herrn Grundeis kennen, der bemerkt, dass Emil viel Geld bei sich hat. Das hatte sich Emils Mutter bei der Großmutter ausgeliehen und Emil soll es nun zurückgeben. Herr Grundeis bietet Emil Bonbons an, doch das heimtückische Naschwerk lässt Emil einschlafen - und bei seiner Ankunft in Berlin ist das ganze Geld gestohlen. Emil kann Herrn Grundeis gerade noch beobachten, wie er den Bahnhof verlässt.
Es ist nicht leicht, sich in einer fremden Stadt wie Berlin an die Fersen eines Diebes zu heften. Gut, das Emil Gustav mit der Hupe, Pony Hütchen und dessen Freunde kennenlernt. Gemeinsam stöbern sie den Dieb auf und können ihn nach vielen abenteuerlichen Zwischenfällen schließlich entlarven. Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner
(Deutschland 1954, 90 Min., empf. ab 8 Jahren)

März 2019
Sa, 16.3,.
So, 31.3.

GREGS TAGEBUCH 2: Gibt’s Probleme?

Wie der erste Teil basiert auch „Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme?“ auf der gleichnamigen Kinderbuchserie aus der Feder von Jeff Kinney. Auch diesmal wird der junge Greg Heffley vom Pech verfolgt. In den Sommerferien hat er so einige peinliche Dinge erlebt. Und das schlimmste daran, Gregs Bruder Rodrick hat sein Tagebuch geklaut und weiß nun über all jene Peinlichkeiten bestens Bescheid. Nun heißt es für Greg, alles zu geben, damit sein wohl gehütetes Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt!
(USA 2011, 94 Min., empf. ab 8 Jahren)

So, 17.3,.
Sa, 30.3.

TOMBOY

Die zehnjährige Laure ist mit ihrer Familie gerade in die neue Nachbarschaft einer beschaulichen Stadtrandsiedlung gezogen. Als sie zunächst bei der gleichaltrigen Lisa und auch bei den anderen Kindern des Ortes als Junge durchgeht, erhält sie das Bild aufrecht und wird zu Michael. Forthin versucht sie alles so zu machen, wie es ihre Scheinidentität erfordert, sie spielt Fußball und prügelt sich mit den anderen Jungs, doch es kommt der unvermeidliche Tag, an dem Komplikationen auftreten. Laure verliebt sich in Lisa, und verstrickt sich in einem Netz aus Lügen, um ihre zweite Identität geheim zu halten, bis ihr doppeltes Spiel plötzlich auffliegt.
(Frankreich 2012, 82 Min., empf. ab 8 Jahren)

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