Kinoptikum Landshut
DIE ODYSSEE - La traversée  Kinoptikum unterwegs an der Rochuskapelle
Mi 10.08. 
21:00 
Die berührende, allzeit aktuelle Geschichte einer Flucht in, auf Glas gemalten Bildern. Eine außergewöhnliche, absolut sehenswerte Filmerfahrung!
Wie erzählt man eine Geschichte von Vertreibung und Flucht, von Hunger und Angst, von Krieg und Verheerung für ein junges Publikum, ohne dass man Kompromisse eingehen und abschwächen muss, was gezeigt wird? Die Antwort darauf hat Florence Miailhe gefunden, die mit „Die Odyssee“ einen Film abgeliefert hat, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat. Denn die Animation besteht aus Ölbildern, die auf Glas gemalt wurden. Das ist, als würde man ein bewegliches Ölgemälde vor sich sehen – ausdrucksstark, farbintensiv und ganz unverwechselbar.
Miailhe hat mit „Die Odyssee“ nicht dezidiert einen Kinderfilm erschaffen, aber er funktioniert auch für ein junges, empathisches Publikum, ebenso, wie erwachsene Zuschauer hier viel entdecken, das ihre Aufmerksamkeit bindet.
Die Geschichte kommt in etwas episodischer Struktur daher, da die beiden Geschwister von einem Abenteuer ins nächste stolpern und so u.a. auf eine Kinderbande treffen, die an jene aus Charles Dickens‘ „Oliver Twist“ erinnert, oder aber von einer Familie aufgenommen werden, die aber eigentlich nur den Jungen will. Immer wieder sind Kyona und Adriel gezwungen, erneut aufzubrechen. Das Buch mit den Zeichnungen, das Kyona mit sich führt, ist jedoch wie ein Art Wegweiser durch diesen Film.
Die Optik ist perfekt für die Geschichte. Das Farbspiel akzentuiert immer, was sich inhaltlich gerade tut, so dass aus düster-dunklen Bildern auch urplötzlich ausgesprochen lebendige und farbstarke Motive entstehen können. Die gemalten Bilder fangen die Stimmung auf eine Art ein, die weder in einem Realfilm, noch einem klassischen Animationsfilm so möglich gewesen wäre. (programmkino.de)
Land/Jahr: 
F/CZ/D 2020
Länge:
84 Min.
Regie:
Florence Miailhe
Darsteller:
Erzählerin: Hanna Schygulla
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