Kinoptikum Landshut

Veranstaltungen und Filmreihen 2022

DetailsOPEN AIR KINO - das Kinoptikum unterwegs an der Rochuskapelle

Mi, 3.8.

DER SWIMMINGPOOL

Forever young - zum 40. Todestag der anbetungswürdigen Romy Schneider das flirrende Beziehungsdrama unter der sengenden Sonne St. Tropéz´
Das Paar, Jean-Paul und Marianne, genießt seinen Urlaub in St. Tropez, im Landhaus eines vereisten Freundes. Ihr Urlaubsglück trübt sich jedoch, als unerwartet der Plattenproduzent Harry mit seiner frühreifen 18-jährigen Tochter Penelope auftaucht. Harry wollte dem befreundeten Paar eigentlich nur einen kurzen Besuch abstatten, doch Marianne lädt die beiden ein, zu bleiben. Zwischen den Männern gärt eine unterschwellige Rivalität. Eifersüchtig belauert Jean-Paul Harry und Marianne, die, bevor sie Jean Paul kennen lernte, die Geliebte von Harry war. Nachdem er seine Frau in Harrys Armen erwischt, rächt er sich, indem er dessen Tochter verführt. Als Harry davon erfährt, entbrennt ein tödlicher Streit.
(Regie Jacques Deray, Frankreich/Italien 1968, 113 Min.)
Do, 4.8.

JONAS DEICHMANN - DAS LIMIT BIN NUR ICH

Das filmische Dokument eines wahren Wahnsinnstrips um den ganzen Globus in atemberaubenden Aufnahmen
Der Stuttgarter Extremsportler Jonas Deichmann begann im September 2020 mit dem bis dahin spektakulärsten Projekt seines Lebens: dem „Triathlon 360°“, einem Triathlon um die ganze Welt. Und das mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Deichmann legte dafür die 120-fache Ironman-Distanz am Stück zurück. Nach 430 Tagen, über 450 Kilometern im Wasser, 21.000 zurückgelegten Kilometern auf dem Rad und mehr als 5000 gelaufenen Kilometern vollendete er fast genau ein Jahr später seine Soloweltumrundung. Das sehr persönliche, vielseitig umgesetzte Roadmovie, ein Mix aus Sportfilm, Reise-Doku und Reportage, zeigt diesen, über ein Jahr währenden Wahnsinns-Trip durch die Alpen, das Adriatische Meer und zahlreiche Länder der Welt: von Österreich, Kroatien und Mazedonien über Russland, die Türkei und Mexiko bis in die USA.
(Regie Markus Weinberg, D 2022, 105 Min.)
Fr, 5.8.
Im Kino

DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND

Herzerwärmendes Cinephil-Good-Drama - eine Liebesbezeugung an das Kino in warmen und poetischen Bildern
Heute wegen unklarer Wetterlage im Kino!
Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann.
(Regie Pan Nalin, Indien/Frankreich 2021, 110 Min.)
Sa, 6.8.

WILLKOMMEN IN SIEGHEILKIRCHEN - DER DEIX FILM

Jugendjahre eines Rotzbuam am Rande des Wienerwalds - bevölkert von fast fleischgewordenen Deixfiguren und unserem lieben Wirt, dem Poldi
In Siegheilkirchen, einem Ort im erzkatholisch geprägten Hinterland der Alpenrepublik, hadert in den 1960er Jahren der von allen nur Rotzbub genannte Sohn braver Wirtsleute mit der spießigen Enge seiner Heimat. Doch sein Zeichentalent, das sich unaufhaltsam Bahn bricht, verschafft nicht nur seinem eigenen Unmut ein Ventil. Er unterhält damit auch noch seine Mitschüler, gibt die lächerlichen Obrigkeiten einer Orgie schamlosen Gelächters preis und rettet endlich seine Angebetete, die wunderschöne Mariolina, vor den bösartigen Nachstellungen einiger Ewiggestriger. Der Stil und die Zeichnungen basieren auf dem Figurenkosmos des 2016 verstorbenen österreichischen Karikaturisten, Grafiker und Cartoonisten Manfred Deix. Mit bissigem Humor und politischer Brisanz erzählt der Film vom Mut, enge Wertesysteme zu hinterfragen und seine Träume zu leben.Selbst wer kein Fan von Animationsfilmen ist, sollte sich dieses Highlight nicht entgehen lassen. Der tiefschwarze, anarchistische Humor trifft ins Mark.
(Regie Markus H. Rosenmüller, Santiago Lopez Jover, D 2021, 85 Min.)
Mi, 10.8.

DIE ODYSSEE

Die berührende, allzeit aktuelle Geschichte einer Flucht in, auf Glas gemalten Bildern. Eine außergewöhnliche, absolut sehenswerte Filmerfahrung!
Kyona und Adriel laufen durch den Wald, als sie aus der Richtung ihres Dorfes Rauch sehen. Es wird überfallen und so sind Kyona und Adriel gezwungen, mit ihren Eltern zu fliehen. Doch schon bald wird die Familie getrennt, woraufhin die Geschwister auf sich allein gestellt sind. Auf ihrer beschwerlichen Reise einem unbestimmten Ziel entgegen schließen sie neue Freundschaften, entfliehen immer wieder den Wirren des Krieges und werden schneller erwachsen, als ihnen selbst lieb sein kann. Über viele Jahre hinweg arbeitete Florence Miailhe an ihrem eindrucksvollen Film. Der mit Öl auf Glas gemalte Film ist ein Meisterwerk der Handarbeit, ausgesprochen charmant und eigen und mit einer Geschichte, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen fasziniert, Die gemalten Bilder fangen die Stimmung auf eine Art ein, die weder in einem Realfilm, noch einem klassischen Animationsfilm so möglich gewesen wäre.
(Regie Florence Miailhe, Frankreich/Tschechei/Deutschland 2020, 84 Min.)
Do, 11.8.

MONTE VERITÀ - DER RAUSCH DER FREIHEIT

Die Geschichte einer jungen Frau auf dem Wege zur Selbstbestimmung inmitten einer frühen Hippie-Kommune im Tessin
1906: Eine Zeit im Umbruch. Ängste und Hoffnungen prägen die Gesellschaft. Die ersten Aussteiger - zu denen auch der junge Hermann Hesse zählt - suchen ihr Paradies und finden es im Süden der Schweiz, auf dem Monte Verità. Die Reformer legen nicht nur ihre Kleider ab, sondern ebenso das geistige Korsett, an dem die Gesellschaft zu ersticken droht. Auch die junge Mutter Hanna Leitner zieht es ins tessinische Ascona, um ihrer bürgerlichen Rolle zu entfliehen. Hin- und hergerissen zwischen Schuldgefühlen gegenüber ihrer zurückgelassenen Familie und der Faszination eines selbstbestimmten Lebens entdeckt Hanna nicht nur ihre Leidenschaft zur Kunst der Fotografie, sondern findet - inmitten idyllischer Natur - ihre eigene Stimme.
(Regie Stefan Jäger, Schweiz/Österreich/Deutschland 2021, 116 Min.)
Fr, 12.8.

DAS GESPENST

40 Jahre nach seiner skandalträchtigen Premiere und im Gedenken an den großen Sturschädel dessen Christuspassion im Schatten der Rochuskapelle
Eine lebensgroße Christusfigur in einem Kloster steigt auf die Klage einer enttäuschten Oberin vom Kreuz, um als "Ober" mit der Polizei, mit einem Bischof und mit Münchener Passanten in Konflikt zu geraten. Aus extrem subjektiver Sicht stellt der Film die Frage, was Jesus tun würde, käme er heute nach Bayern. Achternbuschs provokative Attacke auf Kirche und Staat verursachte 1983 heftige Gegenreaktionen deutscher Bischöfe, der Staatsanwaltschaft und des Bundesinnenministers. Widerwärtig, blasphemisch und säuisch", fand der Minister den Film; die öffentliche Auseinandersetzung führte aber auch zu einem gesteigerten Publikumsinteresse: 150 000 Menschen sahen "Das Gespenst" im Kino, mehr als jeden anderen Film des Regisseurs. Nun ist er selbst ins Himmelreich entstiegen. Und nebenbei bemerkt, erst 2008 wurde die Altersfreigabe ab 18 aufgehoben.
(Regie Herbert Achternbusch, Deutschland 1982, 88 Min.)
Sa, 13.8.

PARALLELE MÜTTER

Zwei Frauen, zwei Schwangerschaften, zwei Leben: Das großartiges Melodram von Leid und Herrlichkeit und den Nachwehen der Franco-Ära nun nochmals unter freiem Himmel
Janis und Ana erwarten beide ihr erstes Kind und lernen sich zufällig im Krankenhaus kurz vor der Geburt kennen. Beide sind Single und wurden ungewollt schwanger. Janis, mittleren Alters, bereut nichts und ist in den Stunden vor der Geburt überglücklich. Ana, das genaue Gegenteil, ist ein Teenager, verängstigt und traumatisiert, die auch in ihrer Mutter Teresa kaum Unterstützung findet. Die wenigen Worte, die sie in diesen Stunden im Krankenhausflur austauschen, schaffen ein enges Band zwischen den beiden. Doch ein Zufall wirft alles durcheinander und verändert ihr Leben auf dramatische Weise. Seit seinem Durchbruch in den 1980er-Jahren ist der spanische Autor und Regisseur Pedro Almodóvar kaum mehr aus dem Reigen europäischer Filmschaffender wegzudenken. Mit seinem neuen Film unterstreicht der Auteur einmal mehr, dass er stilistisch alle Fäden in der Hand hat – und nach wie vor ein spannender Geschichtenerzähler ist.
(Regie Pedro Almodóvar, Spanien 2021, 126 Min.)
  • Einlass ab 20 Uhr, freie Platzwahl, Getränke erhaltet Ihr vor Ort
  • Filmstart gegen 21.00 Uhr, bei schlechtem Wetter im Kinoptikum
  • Eintrittspreise: 7,00 / 6,30 € (10-er Karte)
  • Karten sind an der Abendkasse erhältlich, freie Platzwahl.

Wir freuen uns, unterstützt vom Haus International, das Open Air Kinofest 2022 an der Rochuskapelle ankündigen zu dürfen.

» Lageplan Rochuskapelle Landshut

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe ab Herbst 2022

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut

Monatlich am ersten Dienstag um 19 Uhr und Donnerstag um 18 Uhr
Di, 4.10.
Do, 6.10.

PARIS CALLIGRAMMES

Ulrike Ottinger verknüpft in ihrem Film historisches Archivmaterial mit eigenen Arbeiten zu einem Soziogramm ihrer Zeit als bildende Künstlerin in Paris. Die Stadt war in den 1960er Jahren Anziehungspunkt für Kunstschaffende aus aller Welt, ein pulsierender Energiestrom zwischen Traumbewältigung und Utopie. Erinnerungen an Pariser Bohème und dekoloniale Bewegung treffen auf Bilder einer multiethnischen Gesellschaft, von der „Librairie Calligrammes“, einem Treffpunkt deutscher Intellektueller im Exil, bis zur „Cinémathèque francaise“, welche Ottingers Liebe zum Kino entzündete.
(Deutschland/Frankreich 2019, 129 Min.)
Di, 8.11.
Do, 10.11.

IN DEN UFFIZIEN

Die Regisseure Corinna Belz und Enrique Sanchez Lansch nehmen in ihrem Dokumentarfilm die berühmten Uffizien in Florenz unter die Lupe. Dabei handelt es sich um ein Bürogebäude der Medici, in dem schon 1581 legendäre Kunstsammlungen ausgestellt wurden. Mit einer eindrucksvollen Kameraführung am Gemälde erforschen Belz und Lansch zugewandt und geduldig das heutige Museum und erklären, welche Auswirkungen es im 21. Jahrhundert auf die Stadt hat...
(Deutschland 2019, 100 Min.)
Di, 6.12.
Do, 8.12.

AALTO - ARCHITEKTUR DER EMONTIONEN

Alvar Aalto hatte eine eigene Meinung zur Architektur: “Es gibt nur zwei Dinge in der Architektur: Menschlichkeit oder keine.”. Die Regisseurin Virpi Suutari erzählt in ihrem Porträt vom Leben und Werk des finnischen Powerpaars, Alvar Aalto und seiner Ehefrau Aino. Der Film nimmt uns mit auf eine Reise zu den eindrücklichsten Aalto-Bauten, von Finnland über Russland und die USA bis nach Frankreich, und zeigt Begegnungen mit den Rockefellers, Le Corbusier und László Moholy-Nagy. Architekten, Kunstkritiker und seine Kinder äußern sich über die internationalen Erfolge des Mannes, der die moderne Architektur definiert hat.
(Finnland 2020, 107 Min.)

DetailsReden wir mal darüber - Filmgespräche im Kinoptikum

Fr, 22.7.
Filmgespräche im Kinoptikum

SHREDUP

Eine faszinierende Kurzdoku über ein ambitioniertes Recyclingprojekt im "Wilden Kurdistan".
In dem Kurzfilm "ShredUp" begleiten wir das gleichnamige und außergewöhnliches dezentrale Plastikupcycling Projekt  und die Menschen vor Ort in Kurdistan. Die Region und ihre Bewohner*innen leiden ständig unter Kriegen, Missständen und Genoziden. Gerade in der Stadt Halabja, die Ende der 80er Jahre durch Giftgasangriffe fast komplett zerstört wurde, hat auch heute noch mit den Folgen zu kämpfen. Darunter auch die Folgen in der Umwelt und dem Umgang der Regierung mit der schrecklichen Geschichte. Der Film gibt einen Einblick in ein Projekt und dessen Umfeld, welches zumindest für Einige Hoffnung weckt. Nach dem Film gibt es einen Kurzvortrag über das Projekt und anschließend eine Austauschrunde.
(Regie Richie Wilde, Deutschland 2022, 35 Min.)

DetailsCinema Obscure

Skurilles und abseitiges, grusliges und kontroverses Kino in Reihe!

Sa, 18.6.
bis Fr, 1.7.

THE INNOCENTS

Das Böse bleibt unergründlich, eine Sandkasten-Version der „X-Men“ als Fortführung der Entfremdungsstudien Michael Hanekes
Der Gedanke, Kinder als Quellen des Unheils aufzubauen, hat im Horrorkino seinen festen Platz. Gegenläufig zu gängigen Genresettings spielt der Film aber nicht in einem abgelegenen Landhaus, in dem wir von von einer Ausnahmesituation in die andere stürzen, sondern er spielt mitten in einer prall gefüllten Sozialsiedlung, fest verankert im Alltag. Die Kinder wenden ihre verborgenen Talente an, als sei es das Normalste der Welt. Neugierig, ja, mit staunenden Augen auch. Und niemand frägt sich, woher ihre paranormalen Fähigkeiten plötzlich kommen. Nichts wird überstürzt, die Spannung brodelt lange im Untergrund, nur um uns schließlich mit dem Alptraum von nebenan zu konfrontieren. Gnadenlos böse und dabei gnadenlos gut, ein ebenso radikales wie erschütterndes Meisterwerk!
(Norwegen, Dänemark, 2021, 115 Min.)

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