Kinoptikum Landshut

Veranstaltungen und Filmreihen 2024

DetailsKinderKino - für klein und GROSS Herbst/Winter

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 5 Euro
Sa 21.9., So 29.9.
Sa 19.10., So 27.10.

DIE KLEINE HEXE

Da „Die kleine Hexe“ gerade erst 127 Jahre alt ist darf sie noch nicht am Hexenfest zur Walpurgisnacht teilnehmen. Das lässt sie sich aber nicht gefallen und schleicht sich unter die älteren Hexen. Doch dann wird sie entdeckt und muss zur Strafe alle Zaubersprüche aus dem magischen Buch auswendig lernen, innerhalb nur eines Jahres. Den richtigen Zauberspruch etwa, um es regnen zu lassen, beherrscht sie nicht. Und so prasseln erst Tannenzapfen, dann Wäscheklammern und zu schlechter Letzt Suppenlöffel vom Himmel, als sich die Kamera, getragen von der verspielten Musik, zwischen Igeln und Rehen ihren Weg zum Hexenhäuschen bahnt. „Die kleine Hexe“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuches und Klassiker von Otfried Preußler und ein zauberhafter Spaß für kleine und große Magier.
(Deutschland 2018, 103 Min., FSK 0)

So 22.9.
So 6.10.

MEIN TOTEMTIER UND ICH

Die elfjährigen Ama, die solange sie denken kann, in den Niederlanden lebt, ist passionierte Schwimmerin und verbringt mit ihrem besten Freund jede freie Minute im Schwimmbad, um für die anstehenden Meisterschaften zu trainieren. Ama fühlt sich heimisch in Rotterdam, doch seit der Aslyantrag ihrer senegalesischen Eltern abgelehnt wurde, lebt die vierköpfige Familie in der Illegalität. Als Amas Mutter und ihr kleiner Bruder festgesetzt werden, kann sich Ama verstecken. Auf der Suche nach ihrem Vater irrt Ama alleine durch Rotterdam - bis sie unerwartete Unterstüzung durch ihr persönliches „Totem“ bekommt: Im Senegal wird jedem Menschen ein Tier zugewiesen, welches einem Kraft und Mut gibt. Amas Totem ist ein überdimensionales Stachelschwein, das sie von nun an auf Schritt und Tritt begleitet. Ein spannendes und lustiges Kinoabenteuer für kleine und große Leute.
(Niederlande/Luxemburg/Deutschland 2022, 97 Min., FSK 6)
Sa 28.9., Sa 12.10.
Sa 26.10., So 3.11.

BELLE & SEBASTIAN - EIN SOMMER VOLLER ABENTEUER

Eher widerwillig verbringt der 10-jährige Sebastién seine Ferien in den Bergen bei seiner Großmutter und Tante. Für ihn als Stadtkind gibt es seiner Meinung nach hier nichts, das ihn reizt oder neugierig macht. Doch das ändert sich, als er auf die die riesige Hündin Belle trifft, die von ihrem Besitzer misshandelt wird. Zwischen dem Tier und dem Jungen entspinnt sich eine tiefe Freundschaft. Schon bald sind der abenteuerlustige Junge und das kluge Tier unzertrennlich. Sebastian ist wild entschlossen, Belle vor ihrem übellaunigen Herrchen zu beschützen und erlebt den aufregendsten und schönsten Sommer seines Lebens. Die Neuauflage des bekannten Kinderbuchklassikers und ein tolles Kinoerlebnis für große und kleine Zuschauer!
(Frankreich 2023, 97 Min., FSK 6)

Sa 5.10., So 20.10.
So 27.10. (11 Uhr), Sa 9.11.

DAS GEHEIMNIS DER BÄUME - erzählt von Bruno Ganz

Der tropische Regenwald ist ein riesiges Labor des Lebens, ein Ort, an dem sich die Natur aus menschlicher Perspektive ein Stück weit magisch, unbegreiflich ausnimmt. Unter dem Schirm der Bäume tummeln sich unzählige Tiere, aber was man dabei fast vergisst, ist ihre eigene Lebendigkeit. Der Botaniker Francis Hallé erklärt in dieser Dokumentation, wie sie mit ihrer Umgebung kommunizieren und welche Entwicklung ein Regenwald im Laufe der Jahrhunderte durchläuft. Dabei lässt einen der zeichnende Baumexperte an der Leidenschaftlichkeit seiner Gedanken teilhaben. Vor einem Baumriesen, der 1000 Jahre alt werden kann, fragt er: „Wie nimmt man die Welt wahr, wenn man so lange lebt?“ Einen 700 Jahre alten Wald in wenigen Minuten zu zerstören, zeugt tatsächlich von beschämender menschlicher Ignoranz. Es gelingt diesem sehenswerten Film, sie ein Stück weit zu verringern.
(Frankreich 2013, 78 Min., FSK 0)

So 13.10, Sa 2.11.
So 17., Sa 30.11.

MAMA MUH UND DIE GROSSE WEITE WELT

Auf ihrem Bauernhof trifft Mama Muh auf eine Storch-Dame, die gerade nach einem langen Flug aus dem südlichen Afrika angekommen ist. Mama Muh liebt es, von all den aufregenden Orten und Sehenswürdigkeiten zu hören, die sie auf ihrem Weg passiert hat. Krähe, etwas eifersüchtig auf den Neuankömmling, zeigt sich nicht so beeindruckt und meint, dass sie all das und noch viel mehr hier in ihrem Zuhause haben. Ein „Zuhause“ ist jedoch kein Konzept, mit dem ein Zugvogel vertraut ist. Jetzt ist es an Krähe aufzutrumpfen. Ihr Stolz schlägt jedoch bald in Verzweiflung um, als sie merkt, dass Storch dieses schöne Heim nun mit ihr teilen und bei ihr einziehen möchte. Und Mama Muh fragt sich unterdessen, ob da draußen in der großen, weiten Welt nicht doch noch mehr auf sie wartet, als bisher vermutet und begibt sich auf ein großes Abenteuer.
(Regie Christian Ryltenius, Tomas Tivemark, Schweden, Niederlande 2021, 65 Min.)
So 10., Sa 23.11.
So 15., Sa 28.12.

DANCING QUEEN

Für die nerdige Teenagerin Mina beginnt ein neues Schuljahr, und sie möchte unbedingt dazugehören – vor allem möchte sie E. D. Win beeindrucken, den gleichaltrigen Hip-Hop-Tänzer, dessen Instagram-Fanclub weitaus größer ist als sein Einfühlungsvermögen. Trotz ihrer Befangenheit ringt Mina sich zur Teilnahme an einem Tanzwettbewerb durch. Unterstützt wird sie von ihrer temperamentvollen Großmutter, unerschöpflicher Quell nüchterner Weisheiten, deren ehrlicher Rat Mina stets zum Lachen bringt. Vom unangenehmen ersten Vortanzen bis zum großen Auftritt verabschiedet Mina sich von Selbstzweifeln und problematischen Körperbildern. Eine liebenswerte, humorvolle Komödie für die ganze Familie!
(Regie Aurora Gossé, Norwegen 2023, 92 Min.)
Sa 16., So 24.11.
So 8., So 29.12.

DIE WELT DER TRAUMTIERE

Fünf Kurzfilme im Programm glänzen mit ihren eigenen Animationstechniken und dem besonderen Charme ihrer Herkunftsländer: Argentinien, Slowenien, Frankreich und Italien. Zu entdecken gibt es einzigartige Wesen und magische Kreaturen, Großstadtdschungel und Polarkreis, weite Landschaften und ein gemütliches Dorf, in dem spritzige Leckereien an den Bäumen wachsen. Wir schauen uns Vögel durch ein Fernglas an, tanzen mit den Sternen und fliegen durch die Luft. Willkommen in der fantastischen Welt der Animation!
(Argentinien, Slowenien, Frankreich, Italien 2023, 38 Min.)
So 1., Sa 7.12.
Sa 14., So 22.12.

PETTERSSON UND FINDUS - Das schönste Weihnachten überhaupt

Weihnachten steht vor der Tür. Petterson und Findus wollen zuhause schön feiern. Tatsächlich soll es das schönste Weihnachtsfest überhaupt werden. Verspricht zumindest Petterson. Aber dann verstaucht er sich den Knöchel, weswegen er weder einen Weihnachtsbaum aus dem Wald noch Besorgungen für den Weihnachtsschmaus machen kann. Eigentlich würden ja Beda und Gustavsson Hilfe anbieten, aber Petterson will niemandem zur Last fallen. Fällt damit auch das schönste Weihnachtsfest überhaupt ins Wasser? Der komplett auf einem künstlichen Set gedrehte Streifen strahlt eine unwirkliche Atmosphäre aus. Dazu tragen auch die realistisch gestalteten, aber märchenhaft eingefärbten Kulissen bei, die der Geschichte zudem Bühnenatmosphäre verleihen. Ein vergnüglicher Film für die ganze Familie.
(Deutschland 2016, 82 Min.)
Sa 21.12.2024
Sa 4.1.2025

CHECKER TOBI UND DIE REISE ZU DEN FLIEGENDEN FLÜSSEN

In „Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen“ dreht sich alles um eine geheimnisvolle Schatzkiste, die Tobi eines Tages erhält. Doch die Kiste ist verschlossen, und nur eine Person hat den Schlüssel: Marina – Weltumseglerin und Tobis beste Freundin aus Kindertagen. Aber wo steckt sie? Mit der Suche nach ihr beginnt auch Tobis bislang größtes Abenteuer. Die Reise führt ihn nach Vietnam in die größte Höhle der Welt, in die berühmte Halong-Bucht mit ihren tausenden Kalksteininseln, über das stürmische Südchinesische Meer, zu Nomaden in der mongolischen Steppe und zu Indigenen im brasilianischen Amazonas-Regenwald. Immer mit einem Ziel vor Augen: Das Rätsel der Schatzkiste zu lösen und die mysteriösen fliegenden Flüsse zu finden.
(Deutschland 2023, 92 Min.)
So 5.1., So 26.1.
Sa 9.2., Sa 15.2.2025

PÜNKTCHEN UND ANTON

Eigentlich ist Luise, von allen nur Pünktchen genannt, ein Mädchen aus wohlhabendem Hause. Doch wirklich glücklich ist sie nicht. Ihre Eltern vernachlässigen sie und die französische Haushälterin treibt sie dazu, mit ihr auf der Straße nach Geld zu betteln, weil sich ihr zweifelhafter Liebhaber von ihr aushalten lässt. Als sie eines Tages wieder auf der Straße unterwegs sind, trifft Pünktchen auf den Jungen Anton. Der bettelt auch, tut es allerdings aus echter Not, weil er allein mit seiner kranken Mutter in ärmlichen Verhältnissen lebt. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft schließen die beiden Kinder dicke Freundschaft und erleben schon bald ein erstes gemeinsames Abenteuer, als sie bemerken, wie ein Fremder den Einbruch in Pünktchens Elternhaus plant...
(Deutschland 1999, 107 Min., FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren)

DetailsFilm & Konzert im Kino

Fr 9.8.
20 Uhr

HIRSCH FISCH

Ein besonderes Erlebnis: Das steirische Schrammelduo "Hirsch Fisch" gastiert exklusiv im Kinosaal
Mit ihren minimalistischen Liedern, die absurde Alltagsgeschichten genauso abhandeln wie die ganz großen Gefühle, klingen sie wie die Andrew Sisters nach einem Gläschen Inländer Rum. Wessen Herz das nicht rührt, dem ist nicht zu helfen. Als zusätzliches Schmankerl begleiten sie Animationsfilme Norbert Trummers – seines Zeichens Künstler und einer der beiden Herren mit Ukulele und Banjo.
A runde Sach´ also für unser kunstbeflissenes und austrophiles Publikum.

Der Eintritt beträgt 12 bzw. 8 Euro (für Schüler, Studenten und alle anderen Erwerbslosen). Für diese Veranstaltung gibt es einen VVK im Schwarzen Hahn oder bei Buch Dietl.

Sa 9.11.
20:30 Uhr

DATING PLANET A

Ein Kino – Konzert – Erlebnis mit Livevertonung der Band „Hotties“, das Film und Musik verschmelzen lässt
In diesem mal witzigen, mal berührend-poetischen Bilder- und Klangpuzzle geht es um das Sein in der Welt, um ihre Schönheit und Verletzlichkeit. Verschmelzende cineastische Kurzgeschichten über den Boden, auf dem wir stehen, seine Gefährdung und zugleich grandiose Vielfalt. Und das mit einer packenden akustischen und visuellen Sogwirkung. Es gibt keinen Planeten B, aber das führt in „Dating Planet A“ nicht zu dystopischer Verzweiflung. Sondern zu einer Haltung, gerade nicht in Hoffnungslosigkeit baden zu gehen, sondern sich künstlerisch freizuschwimmen. Der Film wagt einen Blick auf die Welt, den Menschen, ihre unausweichlichen Zusammenhänge und die Missverständnisse, die sich aus dieser Co-Existenz ergeben. Trotz drohender Entfremdung auf einem sich rasant wandelnden Planeten, laden Felder und Hofmeister das Publikum auf dieses gemeinsame Abenteuer ein, vor der Kinoleinwand einen Platz zu finden und dem unmittelbaren Reiz live gespielter Filmvertonung zu lauschen.

Obacht: Die Plätze sind begrenzt! VVK im Hahn und an der Kinokasse - zu 15 Euro.

DetailsLandshut im Nationalsozialismus - Filmgespräche im Kinoptikum

Di 27.1.
Do 30.01.2025

DER WEIßE RABE

Der weiße Rabe

Der alte Herr mit der weiß lodernden Künstlermähne steuert auf zwei Inder zu und stellt sich freundlich vor: „Ich war hier ein Gefangener. Insgesamt verbrachte ich 27 Monate in Konzentrationslagern und habe sechs Verwandte verloren.“ Der Mann unter dem Sikh-Turban nickt stumm. So viel Geschichte überwältigt. Max Mannheimer hat dem hilflosen Herumstehen in der Gedenkstätte Dachau ein abruptes Ende bereitet. Der Film zeigt, wie er mit den niemals endenden Erinnerungen an die Lager und dem Verlust seiner Familie umgeht. Zeugnis ablegen, in Schulen sprechen, Malen, unerschütterlicher Optimismus und Witz sind seine Waffen und Therapie im Umgang mit der Vergangenheit. Der Film zeigt seine erste Wiederbegegnung mit Auschwitz im Jahr 1991 und begleitet ihn durch das ganze Jahr 2008. Die freundschaftliche Verbindung zwischen Regisseurin und Titelfigur sorgte für ein nahes und freimütiges Porträt einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.
(Regie Carolin Otto, Deutschland 2009, 82 Min.)

Regisseurin Carolin Otto wird zur Vorstellung am 27.01. von ihrem Film und ihren Begegnungen mit dem Shoah-Überlebenden höchstselbst berichten!

Mi 13., So 17.11.
Mi 20., Do 21.11.

DER VERLORENE ZUG

Frühjahr 1945: Kurz vor dem Kriegsende strandet ein Deportationszug Richtung Theresienstadt mit über zweitausend jüdischen KZ-Gefangenen mitten auf einer Weide. Der Zugführer koppelt die Lok ab und flüchtet mit den anderen deutschen Soldaten vor der Roten Armee, die bereits das nahegelegene deutsche Dorf Tröbitz besetzt hat. Die ausgehungerten Menschen im Zug sind sich selbst überlassen und auf Hilfe aus dem Ort angewiesen. Als auch noch Typhus ausbricht, wird Tröbitz von der russischen Besatzung unter Quarantäne gestellt. In dieser verzweifelten Situation voll von Misstrauen und Rachegelüsten erwächst eine unerwartete Freundschaft zwischen der jüdischen Niederländerin Simone, der jungen Deutschen Winnie und der russischen Scharfschützin Vera. Eine stark gespielte Hommage an die Widerstandsfähigkeit der Frauen sowie eine zeitlose Geschichte über Menschlichkeit und Vergebung!
(Regie Saskia Diesing, Niederlande, Luxemburg, Deutschland 2023, 101 Min.)

Mi, 09.10.
19:00

TODESZUG IN DIE FREIHEIT

Es ist eine Aktion »purer Menschlichkeit«, die in den letzten Kriegstagen im noch von der deutschen Wehrmacht besetzten Tschechien stattfindet. Ein aus 77 aneinander gereihten Kohlewaggons bestehender Zug – vollgepfercht mit Gefangenen, mit Sterbenden, mit der Willkür der SS-Wachen ausgesetzten Menschen – soll in ein KZ transportiert werden. Es kommt so schlimm, wie es sich anhört – aber auch anders, als geplant. Andrea Mocellin und Thomas Muggenthaler erzählen in ihrer Dokumentation diese einzigartige Geschichte vom Transport quer durch das damalige Protektorat Böhmen und Mähren. Jahrelang haben die beiden Autoren, die 2015 für den Film "Verbrechen Liebe“ mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden, diese Geschichte recherchiert. Es ist ihnen gelungen, zahlreiche Zeitzeugen zu finden: sowohl Menschen, die damals in den Waggons um ihr Leben rangen, als auch Helfer, die damals tatkräftig dabei waren.
(Regie Andrea Mocellin, Thomas Muggenthaler, Deutschland 2018, 45 Min.)
Im Anschluß Filmgespräch mit Regisseur Thomas Muggenthaler.
Di, 11.6.
19:00

VERBRECHEN LIEBE

Landshut im Nationalsozialismus im Kinoptikum
Polen waren Slawen und für die Nazis rassisch minderwertig. Bei gemeinsamer Feldarbeit kamen sich Zwangsarbeiter und einheimische Mädchen näher. Das Ergebnis war nicht selten eine Liebesgeschichte. Oft wegen Schwangerschaft entdeckt, bezahlten beide für ihre Liebe fürchterlich. Die Frauen wurden fast immer in das Frauen-KZ Ravensbrück verschleppt. Die meist polnischen Männer kamen entweder ins KZ oder wurden in der Nähe der Dörfer erhängt, in denen sie gearbeitet hatten. Thomas Muggenthaler begibt sich auf die Spuren des Polen Julian Majka. Der in Michelsneukirchen im Landkreis Cham am 18. April 1941 hingerichtet wurde - wegen seiner Liebe zu einem Mädchen aus dem Dorf. Ein bewegendes Dokument zu einem kaum bekannten Kapitel deutscher Geschichte im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu „Landshut im Nationalsozialismus“.
(Regie Andrea Mocellin, Thomas Muggenthaler, Deutschland 2014, 45 Min.)
Im Anschluß Filmgespräch mit Regisseur Thomas Muggenthaler.
Mi, 8.5.
19:00

FATHER_LAND_SCAPE

Ein Film, der viel zu erzählen hat – ebenso wie die Filmemacher im Gespräch. Ein gezeichnetes und radiertes Kunstfilmprojekt mit Musik, das nach drei Jahren Konzeption, Recherche und Realisation am 17. Oktober 2023 seine Premiere im Senatssaal des Maximilianeums in München feierte. Es entstand in enger Zusammenarbeit mit Abba Naor, Zeitzeuge und Überlebender des Holocaust, der heute an deutschen Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen über sein Leben referiert. Der Stop-Motion-Film erzählt die Geschichte des jungen Abba während der Zeit des Nationalsozialismus. Geboren 1928 in Kaunas, Litauen, überlebte er die Willkür und Unmenschlichkeit der Nationalsozialisten zunächst im Ghetto Kaunas, dann im KZ Stutthof und schließlich die Zwangsarbeit in den KZ-Außenlagern Utting und Kaufering. In neun Kapitel werden die den Stationen in diesen Jahren erzählt. Untermalt ist der Kunstfilm mit Musik von Dimitri Shostakovich und Mieczyslav Weinberg.
(Regie Esther Glück, Tom Gottschalk, Deutschland 2023, 59 Min.)
In Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Landshut und dem Haus International
Einführung: Thomas Stangier M.A.
Im Anschluss Gespräch mit der Künstlerin Esther Glück

DetailsOPEN AIR KINO - Filmnächte an der Rochuskapelle

Wir freuen uns, unterstützt vom Haus International, das Open Air Kinofest 2025 an der Rochuskapelle ankündigen zu dürfen.
» Lageplan Rochuskapelle Landshut

  • Einlass ab 20 Uhr, freie Platzwahl, Getränke gibt es vor Ort
  • Filmstart gegen 21:00 Uhr, bei schlechter Wetterlage im Kinoptikum
  • Eintrittspreise: 7,00 / 6,30 € (10-er Karte)
  • Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich.
TermineFilme
Mi, 31.7.

FALLENDE BLÄTTER

Eine bittersüße Liebesballade und einfach ganz großes Kino. Seufz!
Diese sanfte Tragikomödie erzählt von zwei einsamen Menschen, die zufällig im nächtlichen Helsinki aufeinander treffen. Beide sind auf der Suche nach der ersten, einzigen und endgültigen Liebe ihres Lebens. Der Weg zu diesem ehrenwerten Ziel wird erschwert durch die Alkoholsucht des Mannes, verlorene Telefonnummern, die Unkenntnis des Namens und der Adresse des jeweils anderen – und nicht zuletzt durch die allgemeine Tendenz des Lebens, denjenigen, die ihr Glück suchen, Steine in den Weg zu legen. Seit 30 Jahren dreht Aki Kaurismäki Filme, die das Bild seiner finnischen Heimat im Ausland geprägt haben. Eigentlich hatte er sich schon zur Ruhe gesetzt, mit „Fallen Leaves“ hat Kaurismäki nun doch noch einen Film gedreht, einen seiner schönsten. Eine zarte Liebesgeschichte, ein Film, der in jedem Moment ein Kaurismäki-Film ist, völlig aus der Zeit gefallen und dabei durch und durch eigen.
(Regie Aki Kaurismäki, Finnland 2023, 81 Min.)

Do, 1.8.

OUT OF ROSENHEIM

Herzliche Kult-Komödie mit glorreichen Ladys im staubigen Westen - im Gedenken an Percy Adlon
Als sie sich auf einer Reise durch die USA mit ihrem Gatten zerstreitet, landet die kernige Bayerin Jasmin Münchgstettner in dem trostlosen Motel des Bagdad Cafés in einer amerikanischen Wüstengegend, das von der temperamentvollen Brenda geführt wird, die gerade in einer kräftigen Krise steckt. Längst hat sie Kultstatus erlangt, die bezaubernde, heiter-melancholische Geschichte einer ungewöhnlichen Frauenfreundschaft. Mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, einem erfolgreichen Soundtrack und seinen wunderbaren Akteuren hat sie die Herzen des Publikums und der Experten gleichermaßen erobert. Selten ist es einem Film auf so authentische und leichte Art gelungen, die Annäherung zweier völlig unterschiedlicher Frauen und Kulturen darzustellen, die mit viel Geduld und Humor die trennenden Abgründe des Andersseins überwinden. Ein zutiefst berührender und verschmitzter Kinoklassiker.
(Regie Percy Adlon, Deutschland 1987, 108 Min.)

Fr, 2.8.

RICKERL - MUSIK IS HÖCHSTENS A HOBBY

Ein raunziger Blick in die Seele des Austropops
Die Kneipen im Wiener Arbeiterviertel sind Erich "Rickerl" Bohaceks Wohnzimmer und Bühne: Im dichten Zigarettenrauch spielt er sich allabendlich für ein Taschengeld direkt in die Herzen derer, die sich dort sowieso jede Nacht rumtreiben. Doch statt endlich seine erste eigene Platte aufzunehmen, schlägt sich der Lebenskünstler mit Gelegenheitsjobs durch. Rickerls Ex-Freundin Viki lebt derweil gut bürgerlich mit einem "gstopften Piefke", im Eigenheim mit Rollrasen. Bei Rickerl reicht hingegen das Geld nicht einmal für einen Kinobesuch mit seinem sechsjährigen Sohn Dominik, den er über alles liebt. Rickerl, Freigeist und Chaot zugleich, steht sich immer wieder selbst im Weg. Sei es beim aufrichtigen Versuch, ein guter Vater zu sein oder als Musiker endlich durchzustarten. Erst als er Gefahr läuft, alles zu verlieren, findet er seine ganz eigene, liebenswert verschrobene Lösung, um sein Leben in die richtige Bahn zu lenken.
(Regie Adrian Goiginger, Österreich 2023, 110 Min.)

Sa, 3.8.

THE STRAIGHT STORY - Eine wahre Geschichte

Anrührendes Road Movie der gemächlichen Art
Alvin Straight, ein sturer, 73-jähriger Rentner aus Iowa, begibt sich auf eine unglaubliche Reise. Auf einem Rasenmäher mit einem selbstgebauten Anhänger fährt er in sechs Wochen ins 400 km entfernte Städtchen Mount Zion in Wisconsin. Ohne Führerschein und mit schwachen Augen will er zu seinem kranken Bruder Lyle, um sich mit ihm nach zehn Jahren Streit auszusöhnen. Die besten Geschichten schreibt das Leben. Das behauptet jedenfalls eine oft gehörte und altbekannte Weisheit. Wenn das Leben die besten Geschichten schreibt, dann gibt es keinen besseren Ort, diese zu zeigen, als im Kino. Denn nirgends werden Geschichten so schön, so imposant und so bewegend umgesetzt wie im Lichtspieltheater. David Lynch gehört zu jenen Regisseuren, die viele erinnerungswürdige Geschichten im Kino erzählt haben. So wie auch diese nach einer wahren Begebenheit entstandene.Eine herzzerreißende Reise durch die Weiten der amerikanischen Kornkammer.
(Regie David Lynch, USA 1999, 112 Min.)

 
Mi, 7.8.

VAN GOGH – An der Schwelle zur Ewigkeit

Genialischer Rausch der Bilder im Licht der Camargue
In der Gegend von Arles und Auvers-sur-Oise, wohin sich Vincent van Gogh zurückgezogen hat, um dem Druck des Lebens in Paris zu entkommen, wird er von den einen freundlich und von den anderen brutal behandelt. Die Inhaberin des örtlichen Restaurants hat Mitleid mit ihm und schenkt ihm ein Notizbuch für seine Zeichnungen. Andere haben Angst vor seinen dunklen und unberechenbaren Stimmungsschwankungen. Auch sein enger Freund Paul Gauguin findet ihn zu erdrückend und verlässt ihn. Nur sein Bruder und Kunsthändler Theo unterstützt ihn unerschütterlich, auch wenn es ihm nicht gelingt, auch nur eines von Vincents Werken zu verkaufen. Ein außerordentlicher Film über einen außerordentlichen Maler. Weite Passagen bestehen aus impressionistischen Aufnahmen, die andeuten, was van Gogh gesehen haben mag: Selten wurde der Schaffensprozess eines Künstlers so authentisch auf die Leinwand gebracht wie in diesem Fest der Farben.
(Regie Julian Schnabel, USA 2018, 110 Min.)

Do, 8.8.

WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN

Ein delirierendes Zeit- und Sittengemälde aus unserer Kinemathek
Auf dem Kiez brennt der Baum: Ältere Herrschaften mit zu viel Kohlen in der Tasche werden eben jene am liebsten auf feuchtfröhlichen Prostituierten-Partys los. Die Zuhälter, angeführt vom cholerischen „Feuerhotte“ sind meist junge Schnösel aus reichem Elternhaus und machen die Damen mit LSD gefügig. Als es die ersten Leichen hagelt, ist nicht nur die Polizei den Gaunern auf den Fersen, sondern auch der aufrechte Redakteur Danny Sonntag. Unterdessen stellt sich einer der Mädchenhändler, auf die Seite der Guten, um seine neue Freundin Lotti vor den Gaunern zu schützen. Eine investigative Milieustudie aus dem Brennpunkt bundesrepublikanischer Wirklichkeit der späten 60er. Oder so. Jedenfalls ein nostalgischer Kino-Trip mit irren Gangstern, perversen Honoratioren und Lady-Schlammcatchen. Und mit dem aufstrebenden Fritz Wepper – noch Jahre vor seiner Zeit als Dauer-Assi und Role Model des hiesigen Bürgermeisters.
(Regie Rolf Olsen, BRD 1967, 94 Min.)

Sa, 10.8.

Der Postmann

Ein Film wie ein Gedicht unter liparischer Sonne
Aus politischen Gründen wird der chilenische Poet und Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda zusammen mit seiner Frau ins Exil geschickt – auf die kleine Insel Salina. Hier stellt er den vorher arbeitslosen Mario Ruoppolo, der Sohn eines armen Fischers ist, als privaten Briefträger ein. Dieser hat nun alle Hände voll zu tun, da Neruda ständig Post – insbesondere von glühenden Verehrerinnen erhält. Mit der Zeit lernen sich die beiden Männer besser kennen und zu schätzen. Schließlich entsteht eine ungleiche Freundschaft und Mario entdeckt durch Pablo plötzlich seine Liebe zur Poesie. Als der junge Mann sich eines Tages in die bildhübsche Beatrice verliebt, braucht er seinen literarischen Mentor mehr denn je, um sie für sich gewinnen zu können… Abgesehen von „Cyrano de Bergerac“ gibt es wohl keinen schöneren Film über die Macht und Kraft der Poesie. Zauberhaftes Sommerkino für die Daheimgeliebenen – nicht nur metaphorisch!
(Regie Michael Radford, Italien 1994, 108 Min.)

DetailsReden wir mal darüber - Filmgespräche im Kinoptikum

Di, 13.2.
18:30 Uhr

Red Hand Day: THEATRE OF VIOLENCE

Anläßlich des internationalen Gedenktags an das Schicksal von Kindersoldaten zeigen wir in Kooperation mit „Refugio Landshut“ das vielschichtige und erhellende Dokument von der juristischen Aufarbeitung der Gräuel der LRA
„Die Psychobiologie von Kindersoldaten – Wenn Opfer auch Täter sind“: Seit jeher ist die Menschheit mit Gräueltaten, Mord und der Vernichtung konkurrierender Gruppen konfrontiert. Der Ursprung von Gewalt liegt oft im Wettbewerb um Ressourcen und Macht oder in der Abwehr von Bedrohungen. Für diese Zwecke wurden und werden bis heute in einigen Ländern auch Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert. Doch was bedeutet das für Körper und Geist der Kinder oder für deren Schuldfähigkeit in juristischen Prozessen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Sabine Schmitt, Traumatherapeutin und Mitarbeiterin von Refugio Landshut, der tiefe Einblicke in die menschliche Psyche gewährt. Erfahren Sie mehr über den Einfluss der Biologie, mögliche Beweggründe hinter Gewalt, und nehmen Sie teil an einer spannenden Diskussion zu diesem Thema. Im Anschluss wird der Dokumentarfilm „Theater of Violence“ gezeigt, in dem Journalisten den Gerichtsprozess des Kriegsverbrechers Dominic Ongwen, einem ehemaligen ugandischen Kindersoldaten und Anführer der Lord’s Resistance Army (LRA), begleiten.
(Regie Lukasz Konopa, Emil Langballe, Dänemark 2023, 104 Min.)

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu weiterführenden Gesprächen mit der Referentin Dr. Sabine Schmitt, die mehrere Jahre im Osten der Demokratischen Republik Kongo gelebt und u.a. mit ehemaligen Kindersoldaten gearbeitet hat. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit individuellen und kollektiven Konsequenzen von Trauma und deren psychotherapeutischen Behandlung.
So, 5.5.
16:30

2500 KM, ALLEIN, MIT 18!

Die Fahrradreise von Landshut nach Istanbul ist ein Kindheitstraum, der Rojan-Paul seit seinem 8. Lebensjahr begleitet. Sein Vater stammt aus dem kurdischen Teil der Türkei und seine Mutter aus Roßbach in Niederbayern. Seit er denken kann, fahren sie jeden Sommer mit dem Auto von Deutschland in die Türkei, um dort ihre Familie zu besuchen. Mit 8 Jahren fasste er den Entschluss: „Eines Tages fahre ich die Strecke mit dem Fahrrad.“ Rojan-Paul erzählt, wie er diese Reise mit 18 Jahren angetreten ist, von Deutschland nach Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien bis in die Türkei. Er berichtet von Höhen und Tiefen seiner Fahrt, den Erfahrungen die er sammeln konnte und den Menschen die ihn unterstützt haben. Und das höchstpersönlich zur Vorführung seines Films! Eintritt: 5 Euro
Filmgespräch mit Rojan-Paul Stockner-Gergerli
Di, 4.6.
19:00

LÜTZERATH - GEMEINSAM FÜR EIN GUTES LEBEN

Ein außergewöhnliches Laboratorium für ein gutes Leben für alle. Menschen machen sich für den Erhalt des Dorfes Lützerath stark. Sie stellen sich gegen die Zerstörung von Lebensraum und Natur durch den Bergbauriesen RWE. Sie nehmen das Pariser Klimaabkommen ernst: Eine Erwärmung der Erde von mehr als 1,5° darf nicht überschritten werden, um die globalen Folgen in Grenzen zu halten. Den Aktiven In „Lützerath“ geht es um weit mehr: Selbstorganisiert und kreativ bauen sie an ihrer Utopie vom guten Leben. Der Film beobachtet über 20 Monaten lang die Geschehnisse rund um den Weiler. Durch ihre naturalistische Inszenierung gelingt es der Dokumentation, dieses Lebensgefühl im Camp der Demonstrant*innen festzuhalten und zumindest auf der Leinwand für die Zukunft zu erhalten. Denn die Gewissheit bleibt: Nur viele zusammen können der Sand im Getriebe sein, um einen notwendigen Systemwandel zu gestalten.
(Regie Carmen Eckhardt, Gerardo Milsztein, Deutschland 2023, 95 Min.)
"Wir alle sind hungrig nach Gemeinschaft, wir alle sind hungrig nach Gerechtigkeit, wir sind LÜTZERATH"
Die Filmmacher und Vertreter der Gemeinwohlökonomie sind zu Gast und freuen sich auf ein Gespräch.
Sa, 15.6.
18:00

HARRAGA - DIE, DIE IHR LEBEN VERBRENNEN

Die marokkanischen Jungen Imad (15), Nourdine (17), Walid (18), Hamza (17) und Aziz (20) leben in einer Höhle unter dem Leuchtturm von Melilla. Jede Nacht brechen sie in den Hafen ein und versuchen, die Schiffe zu besteigen, die zum spanischen Festland auslaufen. Im Schatten der Felsen haben sie und hundert andere Kinder ihre eigene Mikrogesellschaft gegründet: der "Herr der Fliegen" in der Realität - mit ihren eigenen Hierarchien, Gesängen und Regeln. Um sich die Zeit zu vertreiben, telefonieren sie mit ihren Müttern per Video oder filmen sich bei der Verfolgung durch die Polizei. Der Film begleitet die Jungs 5 Jahre lang, von ihrem Leben in den Höhlen bis zu ihren erfolgreichen Fluchtversuchen nach Spanien. Sie nennen sich selbst: Harragas - diejenigen, die die Pässe, die Grenzen, ihr Leben verbrennen.
(Regie Benjamin Rost, Deutschland 2023, 86 Min.)
Die Filmmacher Benjamin Rost ist zu Gast und freut sich auf ein Gespräch.
Fr, 11.10.
18:00

PETRA KELLY - ACT NOW!

Petra Kelly glaubte daran, dass man als einzelner Mensch die Welt verändern kann. Auf dem Höhepunkt des Rüstungswettlaufs zu Beginn der 1980er Jahre brachte sie Hunderttausende auf die Straße, um gegen die Stationierung von Atomraketen auf westdeutschem Boden zu protestieren. Petra Kelly wurde nicht nur als Mitbegründerin der Grünen und als deren Star berühmt, sondern auch als eine Frau, die in der Lage war, eine neue, weltverändernde Politik zu begründen und es mit zwei Supermächten aufzunehmen. Bereits vor 40 Jahren forderte sie unerbittlich die radikale Transformation der Gesellschaft. Dabei waren Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsfragen für sie gleichbedeutend. Die faktenreiche Doku huldigt einer Persönlichkeit, die in ihrem Kampf für Frauenrechte und Klimaschutz und ihrer internationalen Ausrichtung und Vernetzung eine Ausnahmeerscheinung war. Ihrer Zeit weit voraus und heute ein Vorbild für viele junge Menschen.
(Regie Doris Metz, Deutschland 2024, 95 Min.)
Im Rahmen der LETsDOK-Dokumentarfilmtage, die Regisseurin Doris Metz und Margarete Bause sind zu Gast und freuen sich auf ein Gespräch.

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe Winter/Frühling 2024

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut

So 7.1.

ANSELM - Das Rauschen der Zeit

Per Fahrrad durchs Atelier. Oder mit dem Gabelstapler durch die Hölle
Ein Film, wie man ihn selten zu sehen bekommt: Mit schwereloser 3D-Kamera saugt Wim Wenders das Publikum in seine Begegnung mit den Kunst-Welten Anselm Kiefers hinein. Ein traumwandlerisches Erlebnis, als wäre man selbst mittendrin im ganz eigenen Universum des Künstlers, dessen Werk die menschliche Existenz und die zyklische Natur der Geschichte erforscht – inspiriert von Literatur und Poesie, Geschichte, Philosophie, Wissenschaft, Mythologie und Religion. Mehr als zwei Jahre lang folgte Wim Wenders den Spuren Kiefers und verknüpft in seinem Film die Lebensstationen und Schaffensorte einer mehr als fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere zwischen Kiefers Heimatland Deutschland und Frankreich, seiner heutigen kreativen Heimat. Sozusagen ein Gipfeltreffen deutscher Großkünstler – mit großem Gestus inszeniert...
(Deutschland 2023, 93 Min.)
Di 2.1.
Do 4.1.
Fr 5.1.
Mi 10.1.
Fr 12.1.

DER SCHATTEN VON CARAVAGGIO

Italien 1609: Michelangelo Merisi, besser bekannt unter dem Namen Caravaggio, sorgt für Aufsehen in der Öffentlichkeit und zieht sich den Unmut der Behörden zu. Er sieht sich als Mann des Volkes, verachtet das Dogma, was Kunst sein darf und was nicht, was und wen man abbilden darf in seinen Heiligenbildern. Als Papst Paul V erfährt, dass Caravaggio für seine Gemälde Prostituierte, Diebe und Streuner als Modelle benutzt, schickt er seinen besten Geheimagenten los. Von seinen Recherchen wird es abhängen, ob Caravaggio für die Ermordung eines romantischen Rivalen zur Rechenschaft gezogen und zum Tode verurteilt wird. Der Schatten taucht ein in die schillernde Welt des Malers, der so lebt wie er malt. Funkelndes Arthouse-Kino in aufwändiger Produktion, zugleich ein Zeitgemälde, ganz und gar getaucht in die kontrastierende Bildsprache des großen Meisters.
(Italien/Frankreich 2022, 120 Min.)
Di 6.2.
Do 8.2.
Fr 16.2.
Mi 21.2.

7 KAPELLEN

Der Architekturfotograf Jens Weber und die Portratfotografin Orla Connolly haben sich mit dem Komponisten Wolfram Oettl zusammengetan, um einen nicht-narrativen Dokumentarfilm zu drehen - eine Kontemplation uber Architektur. Sieben Architekten wurden beauftragt, sieben Kapellen entlang der Radwege im schwabischen Donautal zu bauen. Dieser Film ist eine akribische visuelle Studie dieser Kapellen. Eine Beobachtung der inneren Qualitaten der Architektur und der Reaktionen der Menschen und der umgebenden Natur auf die Bauwerke. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Architektur und erlaubt die passive Beobachtung von zeitweiligen, zufalligen Interaktionen zwischen Menschen, Natur und Bauwerk. Die besondere Asthetik des Films mit langen Einstellungen in Verbindung mit der Musik zieht den Zuschauer in einen fast tranceartigen Zustand, ganz im Sinne des „Slow cinema“.
(Deutschland 2023, 87 Min.)
Di 5.3.
Do 7.3.
So 10.3.
Di 19.3.

DIE GIACOMETTIS

Während der Wintermonate liegen die Dörfer am Fuß der majestätischen Bergriesen im Schatten. Eigentlich keine gute Voraussetzung für die Malerei - die Kunst des Lichts. Doch ausgerechnet hier lebte eine der bedeutendsten Künstlerfamilien des Landes: Giovanni Giacometti mit seiner Frau Annetta und den vier hochtalentierten Kindern Alberto, Diego, Ottilia und Bruno. Alberto, der älteste, sollte einer der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts werden. Wie Albertos Werk mit diesem Tal, mit dem Wirken seines Vaters und dem Zusammenleben mit seinen Geschwistern zusammenhängt - das verdichtet die Schweizer Dokumentarfilmerin Susanna Fanzun zu einer beeindruckenden, zärtlichen und teils berührenden Familiensaga. Meisterhafte Gemälde gepaart mit Skizzen, persönlichen Briefen, Zeitzeugen und atemberaubenden Aufnahmen der alpinen Landschaft, lassen tief ins Innerste dieser aussergewöhnlichen Künstlerfamilie blicken.
(Schweiz 2023, 100 Min.)
Di 2.4.
Do 4.4.
So 14.4.
Mi 17.4.

VERMEER - REISE INS LICHT

Die Vorbereitungen zur großen Vermeer-Ausstellung 2023 im weltberühmten Rijksmuseum in Amsterdam bilden den Rahmen für eine Begegnung mit den wenigen erhalten gebliebenen Gemälden des Malers Johannes Vermeer sowie für die Annäherung an den geheimnisumwitterten Künstler, von dem so wenig bekannt ist. Während die Ausstellung vorbereitet wird, dann die Sensation: Eines von Vermeers Werken könnte doch nicht vom Künstler selbst stammen …Ein atmosphärisch starker Dokumentarfilm, der seinen Reiz aus der intensiven Betrachtung und aus der künstlerisch-wissenschaftlichen Analyse der Vermeer-Bilder ebenso bezieht wie aus den Gesprächen mit den verschiedenen Expertinnen und Experten. Gebannt wie von einen Krimi verfolgt man die Entstehung einer Ausstellung, versinkt wie ihre Protagonisten in der Anschauung reiner Schönheit und radikal formalistischer Konstruktion.
(Niederlande 2023, 79 Min.)

DetailsZum Internationalen Frauentag am 8. März

Fr, 8.3.
Di 12.3.

OLFAS TÖCHTER

Das Leben der Tunesierin Olfa, Mutter von vier Töchtern, oszilliert zwischen Licht und Schatten. Eines Tages verschwinden ihre beiden ältesten Töchter. Regisseurin Kaouther Ben Hania setzt professionelle Schauspielerinnen ein, um die Abwesenheit der beiden zu kompensieren. Dadurch wird ein außergewöhnlicher Filmmechanismus in Gang gesetzt, der die Geschichte von Olfa und ihren Töchtern enthüllt. Eine intime Reise voller Hoffnung, Rebellion und Gewalt beginnt, in deren Verlauf Tradition, Generationskonflikte und Schwesternschaft beobachtet und die Fundamente unserer Gesellschaft hinterfragt werden. Die experimentelle Dokumentation vermengt Fakten und Fiktion rund um die ergreifende Familiengeschichte mit allgemeinen, universellen Fragen. Ein sensibler und gleichzeitig fesselnder Film, unkonventionell und voller Überraschungen.
(Regie Kaouther Ben Hania, Frankreich/Tunesien 2023, 107 Min.)
Sa, 9.3.
18:00

SHOKOFEH

Internationaler Frauentag
Die islamische Revolution von 1979 verändert die politische Situation und die Stellung der Frau im Iran schlagartig. Die junge, iranische Schauspielerin Shokofeh versucht sich eine Karriere aufzubauen, kommt aber immer wieder mit den Gesetzen in Konflikt und sieht sich gezwungen das Land zu verlassen, in der Hoffnung in den USA ihr Glück zu finden. Über die Türkei und die DDR bleibt sie schließlich ohne gültiges US-Visum in der BRD hängen. Berlin, Zirndorf und Landshut, wo sie zwei Jahre in einem Kloster verbringt, sind weitere Stationen ihrer Odyssee bis zu ihrer Anerkennung 1986. Der Film begleitet Shokofeh auf ihrer Reise. Ein Flüchtlingsschicksal aus den Achtziger Jahren aktueller denn je.
(Regie Christine Kelm & Kurt Liebhäuser jr., Deutschland 2021, 52 Min.)
Von Filmteam und Hauptdarstellerin persönlich präsentiert!

DetailsKinderKino - für klein und GROSS Winter/Frühling

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 5 Euro
Sa 6.1.24
So 28.1.24

LOU - Abenteuer auf Samtpfoten

Die 10-jährige Clémence findet auf dem Dachboden ihres Pariser Wohnhauses ein verwaistes Kätzchen. Kurzerhand nimmt sie das niedliche Fellknäuel bei sich auf und gibt ihm den Namen Lou. Die beiden werden beste Freunde und sind fortan unzertrennlich – und so darf Lou Clémence und deren Eltern sogar mit aufs Land begleiten, wo sie gemeinsam die Ferien verbringen wollen. Dort genießt der neugierige Stubentiger seine Streifzüge durch die umliegenden Wälder, wo er sich mit der kleinen weißen Katze Câline anfreundet und viele spannende Abenteuer erlebt, in denen er so manchen Gefahren trotzen muss. Der Dokumentar- und Naturfilmspezialist Guillaume Maidatchevsky („Ailos Reise“) schuf mit seinem neuen tierischen Abenteuer einen warmherzigen und lehrreichen Familienfilm, der durch atemberaubende Natur- und Tieraufnahmen besticht.
(Frankreich 2023, 83 Min., empf. ab 6 Jahren)

So 7.1.2024
Kinderfilme im Kinoptikum

WIR KINDERN AUS BULLERBÜ

Die Schule ist dann besonders schön, wenn gerade die Sommerferien beginnen. Man kann Schwimmen gehen, sich in der Mühle vom alten Johan schauerliche Geschichten erzählen lassen oder auf einer “einsamen” Insel Seeräuber spielen. Langeweile kommt also bei Lasse, Bosse und Ole und den Mädchen Lisa, Britta und Inga nie auf, zumal es da auch noch die kleine Kerstin gibt, die immer für besondere Aufregung sorgt. Die Jungen bemühen sich nach besten Kräften, den Mädchen ständig Streiche zu spielen. So erzählen sie ihnen von einem verborgenen Perlenschatz, der sich allerdings als sehr seltsam erweist. Wenn man auf dem Heuboden übernachtet, kann es manchmal schon recht schauerlich werden, vor allem dann, wenn merkwürdige Gespenster auftauchen. Aber Lisa, Britta und Inga lassen sich nicht unterkriegen.
(Schweden 1986, 90 Min., empf. ab 6 Jahren)
Sa 13.1.
So 21.1.
Sa 24.2.

OINK

Zwei liebevolle Eltern, ein bester Freund und ein schöner Garten zum Spielen. In Babs’ geregelter Welt sind sogar die Mahlzeiten mustergültig: gesund und vegetarisch. Doch eines Tages mischt ein cowboycooler Mann das Idyll auf. Opa aus Amerika ist da und erfüllt seiner Enkelin mit dem Ferkel Oink den Herzenswunsch vom eigenen Haustier. Während der rosafarbene Wirbelwind schnell alle Herzen erobert, sorgt der Großvater für Argwohn. Denn was die überglückliche Babs nicht ahnt: Der alte Mann mit dem Banjo hat beim traditionellen Wurstkönig-Wettbewerb noch eine Rechnung offen. Die lebhafte Stop-Motion Animation greift mit dem Gegensatz von fleischlicher und pflanzlicher Ernährung ein wichtiges Thema auf und gefällt durch die Ambivalenz vieler Figuren, zumal von Babs Eltern. Ein wirklich empfehlenswerter Kinderfilm.
(Niederlande 2022, 70 Min., empf. ab 6 Jahren)
So 14.1.
Sa 27.1.

ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS

Die elfjährige Linh und ihre kleine Schwester Tien sind plötzlich auf sich allein gestellt, als ihre Mutter nach Vietnam muss, um sich um die kranke Oma zu kümmern. Doch das darf niemand erfahren – vor allem nicht das Jugendamt. Linh ist jetzt nicht nur für Tien verantwortlich, sondern muss sich neben der Schule auch um den Haushalt und den vietnamesischen Imbiss ihrer Mutter kümmern. Doch die selbsternannte Spionin Pauline aus dem Wohnblock gegenüber entdeckt das Geheimnis und droht, die beiden Mädchen zu verraten. Aus der anfänglichen Erpressung wächst bald eine Freundschaft, die jedoch immer wieder auf die Probe gestellt wird. Denn auch die Polizei und Frau Trost vom Jugendamt sind nah dran, hinter das Geheimnis zu kommen ... Mit Humor, Herz und voller Abenteuerlust erzählt dieser Film von der außergewöhnlichen Freundschaft dreier Mädchen, die kulturelle Unterschiede spielend überwinden.
(Deutschland 2016, 95 Min., empf. ab 6 Jahren)

Sa 20.1.

DIE EICHE - Mein Zuhause

Es war einmal eine alte Eiche…Die Jahreszeiten ändern sich, aber die Bewohner bleiben die gleichen: das flinke Eichhörnchen, die farbigen Rüsselkäfer, die lauten Eichelhäher, die unermüdlichen Ameisen und viele andere Lebewesen. Sie alle finden Zuflucht, Unterschlupf und ein Zuhause in diesem majestätischen Baum. Die Eiche wirkt wie ein Mietshaus der Natur, in der die Nachbarn miteinander zanken und feiern. Es gibt tierische Konzerte, dramatische Naturkatastrophen und action-geladene Verfolgungsjagden. Die preisgekrönten Regisseure Laurent Charbonnier und Michel Seydoux haben einen Naturfilm produziert, der die Großartigkeit dieses Baumes feiert und dabei ohne jeglichen Begleitkommentar auskommt. Das ist unterhaltsam, oft witzig, und ganz erstaunlich spannend. Die abenteuerliche Reise in die Natur ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch ein heißer Kinotipp auch für Familien und Schulklassen!
(Frankreich 2022, 80 Min., empf. ab 6 Jahren)

Sa 3.2.
So 10.3.

DER KLEINE MAULWURF

Acht Zeichentrickgeschichten um den kleinen Maulwurf, der sich mit Hilfe seiner Freunde spielerisch die Welt aneignet und dabei stets die Erfahrung macht, dass es für alle Probleme eine Lösung gibt. Ein kindgerechtes Zeichentrickfilmprogramm, bestehend aus acht Maulwurf-"Klassikern", die mit viel Witz und liebenswürdigem Charme ihre pädagogischen Botschaften vermitteln. (Episoden: 1. "Maulwurf & Lutschbonbon" ("Krtek a lizatko", 1970); 2. "Maulwurf im Zoo" ("Krtek v Zoo", 1969); 3. "Maulwurf & Auto" ("Krtek a auticko", 1963); 4. "Maulwurf & Karneval" ("Krtek na karnevalu", 1975); 5. "Maulwurf & Bulldozer" ("Krtek a buldozer", 1975); 6. "Maulwurf & Kaugummi" ("Krtek a zvykacka", 1967); 7. "Maulwurf & Weihnachten" ("Krtek o vanovich", 1975); 8. "Maulwurf als Maler" ("Krtek malirem", 1972)
(Tschechien, 1963 - 75, 47 Min., empf. ab 5 Jahren)
So 4.2.

ERNEST & CELESTINE

Mäuse und Bären können keine Freunde sein. Die Mäusekinder im Internat tief unter der Erdoberfläche lernen dies schon von klein auf. Nur die Waise Célestine will nicht so recht an die Geschichte vom großen, bösen Bären glauben, die ihr immer wieder erzählt wird. Sie würde gerne einmal einen Bären kennen lernen. Und tatsächlich scheint der Bär, der ihr da plötzlich gegenübersteht, erst einmal sehr gefährlich zu sein. Denn Ernest ist furchtbar hungrig. Weil Célestine ihm aber einen Keller voller Süßigkeiten zeigen kann, verschont er die kleine Maus. Die beiden werden zu besten Freunden.
(Frankreich, Belgien, Luxemburg 2012, 80 Min., empf. ab 7 Jahren)

Sa 10.2.
So 18.2.
Sa 2.3.
So 3.3.

NEUE GESCHICHTEN VOM FRANZ

Mehr Franz für alle! Im zweiten Teil der erfolgreichen Kinderbuch-Verfilmung gehen der Franz, die Gabi und der Eberhard in den Sommerferien auf turbulente Verbrecherjagd – und decken dabei ein ganz anderes Geheimnis auf. Mittlerweile steht der Franz zwar zu seinem Lockenkopf. Auch dass seine Stimme immer mal wieder piepsig wird, wenn er aufgeregt ist, scheint ihn nicht mehr allzu stark zu stören. Aber nun hat er ein anderes Problem: Seine beiden besten Freunde, die Gabi und der Eberhard, können einander nicht leiden und streiten sich in einer Tour. Die Sommerferien stehen bevor und scheinen vor allem eins zu werden: richtig stressig für den Franz. Na fein! Und alles in allem: Wieder ein wunderschöner Kinderfilm!
(Deutschland/Österreich 2016, 95 Min., empf. ab 6 Jahren)
So 11.2.
Sa 17.2.
So 25.2.
Sa 9.3.

KANNAWONIWASEIN!

Immer dann, wenn was besonders schiefläuft, mag man das kaum fassen. „Kannawoniwasein“ könnte man da sagen. So ergeht es auch dem jungen Finn, dem im Zug nach Berlin der Rucksack geklaut wird. Ganz schön viel Pech. Erst fällt die Paddeltour mit seinem Vater ins Wasser, dann wird er auch noch beklaut. Obendrein glauben dem Zehnjährigen weder die Schaffnerin noch die anrückende Polizei, dass sein Rucksack mitsamt der Fahrkarte verschwunden ist. Kannawoniwasein! Zum Glück trifft er die abenteuerlustige Jola, die kurzerhand einen klapprigen Traktor kapert. Eine aufregende Reise ans Meer beginnt, auf der eine dreiste Rockerbande, ein echter Wolf und viele weitere faustdicke Abenteuer auf die beiden Ausreißer warten.
(Deutschland 2023, 94 Min., empf. ab 6 Jahren)

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